Holladiewaldfee,
vorweg: Ich bin ebenfalls in der elften Klasse und stand vor einer ähnlichen Entscheidung, wie du. Ich habe mich für Mathe/Physik entschieden, da ich denke, mir damit alle Wege offen zu halten.
He, Bursch, Du bist ja fast so krank wie ich ;-)
Ich hatte die gleiche Kombination und es war etwas stressig, vor allem wegen Physik. Der Mathe-LK war soweit ich das beurteilen kann eher leichter als der Grundkurs und sollte für jemanden, der ein vernünftiges Gefühl für Zahlen und ein halbwegs ausgeprägtes räumliches Vorstellungsvermögen hat kein Problem sein.
So weit, so schelcht. Man kommt an die Uni und denkt sich "he, Mathe und Physik waren recht einfach (letzteres nur sehr arbeitsintensiv), warum studier ich nicht Physik, da gibt's tolle Jobs, außerdem macht das Spaß usw." (zur Info: Ich habe mir das schon genauer überlegt ;-). Eins vorneweg: Physik im Grundstudium macht keinen Spaß, und soweit ich das mitbekommen habe darf es gar keinen Spaß machen (zumindest nicht an der selbsternannten "Elite"-Uni TU).
Analysis ist weiterhin recht handhabbar, Stochastik macht sich vom Acker (Juhu!), Experimentalphysik ist simpel ... tja, und dann ist da noch die lineare Algebra. Ehrlich gesagt beschleicht mich auch etwas das Gefühl, daß unser Professor da etwas hmmm ... "detailliert" zu Werke geht, oder wie sollte man sonst erklären, daß aus den höheren Physik-Semestern kein Mensch je was von Normalteilern, Quaternionen und nicht-kommutativen Körpern im Allgemeinen, zweiten und dritten Isomorphiesätzen und Kommutatorgruppen gehört hat, keiner von denen einen Plan vom Zusammenhang zwischen Dualräumen und Matrizen hat, usw. usf. Die Hausaufgaben, die wir machen müssen, gehören zum Schwersten überhaupt, sie sind Zulassungsvoraussetzung für die Prüfung, und so über den Daumen gepeilt versteht von uns noch ca. einer von 10, was da überhaupt los ist, funktioniert und nicht funktioniert.
Abstraktionsvermögen in allen Ehren, aber was da abgeht, ist echt ... (ich spare mir den Kommentar).
(Für die Interessierten: Quaternionen sind 2x2-Matrizen über C (komplexe Zahlen) und lassen sich in der Form a*1 + b*(i), c*j, d*k darstellen (1 ist Einheitsmatrix (1,0 | 0,1), (i) ist (i,0 |0,-i), j ist (0,1 | -1,0) und k ist (0,i | i,0)). Der Krempel ist nicht mehr kommutativ, d.h. x*y!=y*x, wird mit H bezeichnet (C ist Unterkörper von H) und ist ein Schiefkörper).
Neu dieses Semester ist theoretische Physik, die Vorlesung begann mit dem Kommentar "Die Mathematik, die sie brauchen, lernen Sie erst in drei Semestern, bis dahin besorgen Sie sich bitte ein gutes Buch". Tja. Wir werden sehn.
Wenn du Mathe nicht kannst/willst, musst du eben sehen, was dich interessiert. Denn wewnn dich etwas interessiert, dann fällt es deutlich leichter ;-)
Wie gesagt: Ich glaube, daß bei uns der Mathe-LK leichter war als der Grundkurs. Gleiches gilt für's Abitur.
Ciao,
Harry
Man weiß erst was man hatte, wenn man es verloren hat.
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