Anonym: Was bedeutet dieses Zeugnis?

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Was bedeutet dieses Zeugnis?

Anonym
  • meinung
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    Tom
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      Stefan B.
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        Sven Rautenberg
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          Stefan B.
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            Matthias Jütte
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              Stefan B.
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                Martin Hölter
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                  Sven Rautenberg
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      Anonym
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        Sven Rautenberg
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          Anonym
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            Sven Rautenberg
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              Strator
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                Christian Kruse
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                  Strator
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                    Christian Kruse
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                Anonym
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        Tom
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            Tom
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        Tom
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            Backward-Masking oder geheime Botschaften

            Siechfred
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              Siechfred
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                  Siechfred
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      Anonym
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    Andere Formen denkbar?

    Anonym
    • recht
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    Dragon
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        Was bedeutet so ein Zeugnis?

        Dragon
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          MudGuard
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          at
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            Dragon
            1. 0
              at

Hallo,
ich ziehe es vor, diesmal anonym zu bleiben, versteht sicher jeder.
Koennt ihr mir sagen, was folgender Zeugnistext bedeutet? Bitte keine Ratespielchen, nur antworten, wenn ihr wirklich wisst, fuer was die einzelnen Formulierungen stehen!

XYZ identifizierte sich mit seinen Aufgaben und zeigt guten Einsatz über die übliche Arbeitszeit hinaus.
Die gestellten hohen fachlichen Anforderungen hat er erfüllt und vermochte es, seine Fachkenntnisse mit Erfolg anzuwenden.
Seine Aufgaben erledigte er mit Sorgfalt und Genauigkeit stets zu unserer vollsten Zufriedenheit.
Sein Verhalten zu Vorgesetzten und Kollegen war stets einwandfrei.

Danke!

  1. Hello,

    Hallo,
    ich ziehe es vor, diesmal anonym zu bleiben, versteht sicher jeder.
    Koennt ihr mir sagen, was folgender Zeugnistext bedeutet? Bitte keine Ratespielchen, nur antworten, wenn ihr wirklich wisst, fuer was die einzelnen Formulierungen stehen!

    XYZ identifizierte sich mit seinen Aufgaben und zeigt guten Einsatz über die übliche Arbeitszeit hinaus.
    Die gestellten hohen fachlichen Anforderungen hat er erfüllt und vermochte es, seine Fachkenntnisse mit Erfolg anzuwenden.
    Seine Aufgaben erledigte er mit Sorgfalt und Genauigkeit stets zu unserer vollsten Zufriedenheit.

    -------------------------

    Sein Verhalten zu Vorgesetzten und Kollegen war stets einwandfrei.
                                   ---              -----

    Der erste Teil alleine ist nicht unbedingt positiv. Sind Schreibfehler darin enthalten?

    Der zweite Teil bedeutet jedoch, eine glatte 1- . Die Doppelung "Sorgfalt und Genauigkeit" duetet auf einen etwas langsamen Arbeitsstil hin, der aber (zweiter Teil des Satzes) immer zum Erfolg geführt hat.

    Wie lang ist das Zeugnis?
    Wünscht man Dir auch rundherum "weiterhin viel Erfolg" oder eher "in seinem neuen Wirkungsfeld viel Glück"?

    Harzliche Grüße aus http://www.annerschbarrich.de

    Tom

    --
    Fortschritt entsteht nur durch die Auseinandersetzung der Kreativen
    Nur selber lernen macht schlau
    1. Hallo,

      mich würde da auch mal was interssieren: ich habe neulich auch ein Zeugnis bekommen. Zuerst hatte ich ein Gespräch mit meinem Chef, der diese dann auch Schriftlich festgehalten hat. Daraus ging hervor, dass es wirlich Super war (letzter Satz: ...es wird gewünscht, dass Herr xy weiterhin in der Firma beschäftigt wird...). Daraus hat dann die Personalabteilung ein Zeugnis gegossen. Darin steht nun auch der Satz:

      Sein Verhalten zu Vorgesetzten und Kollegen war stets einwandfrei.

      Wie sit dieser Satz denn nun zu bewerten?

      Gruß, Stefan

      --
      Die Erkenntnis der eigenen Kraft macht bescheiden.
      -Paul Cezanne-
      Selfcode: ie:( fl:( br:^ va:| ls:& fo:) rl:? n4:? ss:) de:[ js:) ch:| sh:( mo:} zu:|
      1. Moin!

        Sein Verhalten zu Vorgesetzten und Kollegen war stets einwandfrei.

        Wie sit dieser Satz denn nun zu bewerten?

        Der ist als positiv zu bewerten. Die Vorgesetzten werden zuerst genannt, und "stets einwandfrei" bedeutet genau das: Ohne irgendwelche Kritikpunkte.

        Dir wird ja kein "einfühlsames Verhalten gegenüber Kollegen" attestiert - das wäre die absolute Negativnummer und ist als "hat Kollegen durch aufdringliches Verhalten belästigt" zu verstehen.

        - Sven Rautenberg

        1. Hallo,
          aha, ich glaube langsam habe ich den Dreh raus! Die Superlativen machen es.
          Ein Satz wie: "Auch für schwierigste Problemstellungen fand un realisierte Herr "Ich" sehr effektive Lösungen, und er kam stets zu ausgezeichnetenArbeitsergebnissen."
          So ein Satz ist doch gut, oder irre ich mich?

          Gruß, Stefan

          --
          Die Erkenntnis der eigenen Kraft macht bescheiden.
          -Paul Cezanne-
          Selfcode: ie:( fl:( br:^ va:| ls:& fo:) rl:? n4:? ss:) de:[ js:) ch:| sh:( mo:} zu:|
          1. Hallo!

            Hört sich in der Tat toll an, allerdings kannst du da noch zwei Superlative mehr einbauen (wenn du schon meinst, somit den Dreh raus zu haben):

            "Auch für schwierigste Problemstellungen fand und realisierte Herr "Ich" höchst effektive Lösungen, und er kam stets zu ausgezeichnetsten Arbeitsergebnissen."

            ;-)

            Gruß

            Matthias

            --
            ss:| zu:| ls:[ fo:| de:] va:) ch:? sh:) n4:( rl:( br:> js:| ie:% fl:) mo:}
            http://www.makaio.de/quotations
            1. Hallo,

              Hört sich in der Tat toll an, allerdings kannst du da noch zwei Superlative mehr einbauen (wenn du schon meinst, somit den Dreh raus zu haben):

              Das würde ja mal lustig, wenn ich selber für andere ein Zeugnis schreiben müsste.

              :)

              "Auch für aller schwierigste Problemstellungen (fast unmenschliche) fand und realisierte Herr "Er" die aller höchst effektivsten Lösungen, und er kam immer stets zu ausgezeichnetsten und preisverdächtigen Arbeitsergebnissen."

              :)

              Gruß, Stefan

              --
              Die Erkenntnis der eigenen Kraft macht bescheiden.
              -Paul Cezanne-
              Selfcode: ie:( fl:( br:^ va:| ls:& fo:) rl:? n4:? ss:) de:[ js:) ch:| sh:( mo:} zu:|
              1. ... Lösungen, und er kam immer stets zu ausgezeichnetsten und preisverdächtigen Arbeitsergebnissen."

                wenn schon, denn  schon: preisverdächtigsten

                *SCNR*

                Martin

                1. Moin!

                  ... Lösungen, und er kam immer stets zu ausgezeichnetsten und preisverdächtigen Arbeitsergebnissen."

                  wenn schon, denn  schon: preisverdächtigsten

                  Wenn etwas preisverdächtig ist (gerne auch preisverdächtigst), es aber nicht zum Status "preisgekrönt" schafft, dann ist es letztendlich doch nur zweite Wahl, und die gesamte Superlativkette wird an ihrem Ende doch noch ins Gegenteil verkehrt. Tja, Zeugnissprache, gemeine Sprache. ;)

                  - Sven Rautenberg

        2. Hallo.

          Sein Verhalten zu Vorgesetzten und Kollegen war stets einwandfrei.

          [...]

          Der ist als positiv zu bewerten. Die Vorgesetzten werden zuerst genannt, und "stets einwandfrei" bedeutet genau das: Ohne irgendwelche Kritikpunkte.

          Diese Behauptung ist ohne Kenntnis der Tätigkeit schlicht falsch. Wessen Tätigkeit den Umgang mit Kunden/Gästen/Patienten/Mandanten etc. oder Kooperations-/Vertriebspartnern etc. umfasste, wird hier für genau diesen Umgang als ungeeignet bewertet.
          MfG, at

    2. Hallo Tom,

      XYZ identifizierte sich mit seinen Aufgaben und zeigt guten Einsatz über die übliche Arbeitszeit hinaus.

      ------------------

      Der erste Teil alleine ist nicht unbedingt positiv. Sind Schreibfehler darin enthalten?

      Nein, der Fehler ist von mir. Trotzdem "nicht unbedingt positiv"?

      Wie lang ist das Zeugnis?

      Das ist alles gewesen.

      Wünscht man Dir auch rundherum "weiterhin viel Erfolg" oder eher "in seinem neuen Wirkungsfeld viel Glück"?

      Nein, zum Glueck nicht :-)
      Wie gesagt, der Text ist vollstaendig.

      Gruss, A.

      1. Moin!

        Wie lang ist das Zeugnis?
        Das ist alles gewesen.

        Wünscht man Dir auch rundherum "weiterhin viel Erfolg" oder eher "in seinem neuen Wirkungsfeld viel Glück"?
        Nein, zum Glueck nicht :-)

        Man wünscht dir nicht "weiterhin viel Erfolg"? Das wertet das Zeugnis natürlich etwas ab.

        Der Text so, wie er dasteht, dürfte irgendwo zwischen Note 2 und 3 liegen.

        Wie gesagt, der Text ist vollstaendig.

        Mir fehlt:
        1. Tätigkeitsbeschreibung am Anfang, inkl. Datum des Starts und Endes der Tätigkeit.
        2. Abschließende gute Wünsche am Ende des Zeugnisses, und - sofern es sich um ein Abschlußzeugnis handelt - das Bedauern des Ausscheidens aus dem Unternehmen.

        Diese zwei Punkte sind für ein Zeugnis generell wichtig, und wenn Punkt 2 fehlt, ist das eine recht erhebliche Wertungseinschränkung. Den Weggang eines wirklich guten Mitarbeiters bedauert man immer, und man wünscht ihm "weiterhin" viel Erfolg, weil er den ja bisher auch schon gehabt hat. Ist man hingegen froh, dass der Mensch geht, bedauert man den Weggang einfach nicht, sondern wünscht einfach nur "viel Erfolg für die weitere Laufbahn" - weil der bislang eher ausgeblieben ist.

        Was nun das Fehlen der Tätigkeitsbeschreibung angeht, kann man sich fragen, ob das nur Nachlässigkeit/Uninformiertheit über den notwendigen Zeugnisinhalt war, oder ob das bedeuten soll: Hat sowieso nix getan. :)

        Ansonsten: Das Zeugnis ist sehr kurz geraten, ein qualifiziertes Zeugnis sieht gewöhnlich länger aus und ist ausführlicher. Sofern du nur aushilfsweise und/oder für einen kurzen Zeitraum tätig warst, ist das damit durchaus begründet. Andernfalls ist das ein eher negatives Zeichen - oder der Zeugnisschreiber hat sich einfach zu wenig Zeit nehmen wollen.

        - Sven Rautenberg

        1. Hi Sven,

          Mir fehlt:

          1. Tätigkeitsbeschreibung am Anfang, inkl. Datum des Starts und Endes der Tätigkeit.

          Start und Ende sind drin (20 Wochen), die Taetigkeitsbeschreibung fehlt tatsaechlich. Kann ich ja aber nachfordern, oder?

          1. Abschließende gute Wünsche am Ende des Zeugnisses, und - sofern es sich um ein Abschlußzeugnis handelt - das Bedauern des Ausscheidens aus dem Unternehmen.

          Ich bin danach noch ein paar Monate geblieben (allerdings als Studentenjob). Und das war beim Ausstellen des Zeugnisses auch schon klar.

          A.

          1. Moin!

            Mir fehlt:

            1. Tätigkeitsbeschreibung am Anfang, inkl. Datum des Starts und Endes der Tätigkeit.
              Start und Ende sind drin (20 Wochen), die Taetigkeitsbeschreibung fehlt tatsaechlich. Kann ich ja aber nachfordern, oder?

            Du meinst "freundlich nachfragen". :) Ja klar, das wäre nicht schlecht.

            Ich weiß ja nicht, ob das in der Firma eine übliche Vorgehensweise wäre, aber es kommt durchaus vor, dass sich die Mitarbeiter an der Ausarbeitung ihres Zeugnisses in der Form beteiligen, dass sie alle Fakten wie Daten, Tätigkeiten, Aufgaben etc. zusammentragen, dem Vorgesetzen dann zur Verfügung stellen und die Bewertung der Arbeitsleistung dann noch hinzugefügt wird.

            1. Abschließende gute Wünsche am Ende des Zeugnisses, und - sofern es sich um ein Abschlußzeugnis handelt - das Bedauern des Ausscheidens aus dem Unternehmen.
              Ich bin danach noch ein paar Monate geblieben (allerdings als Studentenjob). Und das war beim Ausstellen des Zeugnisses auch schon klar.

            Dann handelt es sich um ein Zwischenzeugnis, das sollte in der Überschrift deutlich vermerkt sein und am Ende nochmal erklärt werden. Zwischenzeugnisse kann man als Arbeitnehmer jederzeit anfordern, üblich ist es bei einschneidenderen Veränderungen der Tätigkeit (Abteilungswechsel o.ä.), oder regelmäßig so alle 2 Jahre - das wird dann durch "Dieses Zwischenzeugnis erhält Herr XY auf eigenen Wunsch (, da er die Abteilung wechselt...)." mitgeteilt.

            Bei 20 Wochen Tätigkeit für das zugrundeliegende Zeugnis kann man allerdings auch kaum mehr Text erwarten. Die Kürze ist deswegen nicht negativ zu sehen.

            - Sven Rautenberg

            1. Hi :-) !

              Mir fehlt:

              1. Tätigkeitsbeschreibung am Anfang, inkl. Datum des Starts und Endes der Tätigkeit.
                Start und Ende sind drin (20 Wochen), die Taetigkeitsbeschreibung fehlt tatsaechlich. Kann ich ja aber nachfordern, oder?

              Du meinst "freundlich nachfragen". :) Ja klar, das wäre nicht schlecht.

              Mal ne Frage auch mal so nebenbei...  Ich habe die Links mir angeschaut, die hier vorgeschlagen wurden...  und kam da auf solche Sätze wie : DIE CODIERTEN NACHRICHTEN DER CHEFS ENTSCHLÜSSELN ... usw.

              Was macht es für einen Sinn? Nur dass du es selber weißt und das Zeugnis eben dem nächsten Arbeitgeber gar nicht aushändigst?

              Oder hat man nun wirklich das "Recht" auf einer Änderung des Zeugnisses - wenn man halt so eine "böse" Nachricht entdeckt hat... hm?

              Gruß
              Strator

              1. Hallo Strator,

                Was macht es für einen Sinn? Nur dass du es selber weißt und das
                Zeugnis eben dem nächsten Arbeitgeber gar nicht aushändigst?

                Oder hat man nun wirklich das "Recht" auf einer Änderung des
                Zeugnisses - wenn man halt so eine "böse" Nachricht entdeckt
                hat... hm?

                Ja, hat man. Verklausulierte Botschaften sind verboten, und der AN
                darf dem AG das Zeugnis, wenn es ihm nicht passt, immer und immer
                wieder zur Aenderung vorlegen, der AG darf nichts schreiben, was
                der AN nicht will. Ich sage ja schon immer, dass diese
                Arbeitszeugnisse eine reine Farce sind.

                Grüße,
                 CK

                --
                Es ist uns nicht möglich, in einem Bereich unseres Lebens richtig zu verhalten, wenn wir in allen anderen falsch handeln. Das Leben ist ein unteilbares Ganzes.
                http://wwwtech.de/
                1. Hi Christian,

                  Ja, hat man. Verklausulierte Botschaften sind verboten, und der AN
                  darf dem AG das Zeugnis, wenn es ihm nicht passt, immer und immer
                  wieder zur Aenderung vorlegen, der AG darf nichts schreiben, was
                  der AN nicht will. Ich sage ja schon immer, dass diese
                  Arbeitszeugnisse eine reine Farce sind.

                  Das ist wohl wahr :-).

                  Danke für die Antwort.
                  Gruß

                  Strator

                2. Hallo.

                  Ich sage ja schon immer, dass diese
                  Arbeitszeugnisse eine reine Farce sind.

                  Schon deshalb, weil kaum einer der Beteiligten sie lesen oder schreiben kann.
                  MfG, at

                  1. Hallo at,

                    Ich sage ja schon immer, dass diese
                    Arbeitszeugnisse eine reine Farce sind.

                    Schon deshalb, weil kaum einer der Beteiligten sie lesen oder
                    schreiben kann.

                    Das kommt erschwerend hinzu, ja.

                    Grüße,
                     CK

                    --
                    Zu wissen, was wir nicht wissen, ist die Quelle der Weisheit.
                    http://wwwtech.de/
              2. Hallo Strator,

                Was macht es für einen Sinn? Nur dass du es selber weißt und das Zeugnis eben dem nächsten Arbeitgeber gar nicht aushändigst?

                Nur, damit ich es selber weiss. Aber die Frage hat mich jetzt schon weitergebracht: ich weiss jetzt, dass ich ggf. betonen muss, dass ich danach noch in der Firma geblieben bin und es darum nur ein Zwischenzeugnis ist.

                A.

      2. Hello,

        Zeugnisse arbeiten immer mit korresponierenden Angaben, wenn es sich nicht um die Satandard-Flosklen "stets zu unserer vollsten Zufriedenheit" handelt.

        Du musst also die beiden Sätze im Zusammenhang sehen:

        XYZ identifizierte sich mit seinen Aufgaben und zeigt guten Einsatz
        über die übliche Arbeitszeit hinaus.
        -----------------------------------

        Seine Aufgaben erledigte er mit Sorgfalt und Genauigkeit stets zu unserer vollsten Zufriedenheit
                                    ----------------------------

        Über die übliche Arbeitszeit hinaus könnte darauf hindeuten, dass Du entweder verlangte oder aber notwendige Überstunden gemacht hast. Zweiteres bedeutet eben, dass Du etwas bummelig oder umständlich warst, aber dies durchaus selbstverantwortlich wieder gerade gerückt hast.

        Dieser Hinweis wird an anderer Stelle wieder aufgegriffen, und ebnfalls wieder positiv formuliert, bestätigt. Es hat sich also nicht um eingeforderte Überstunden gehandelt, sondern Du hast eben einfach mehr Zeit als andere benötigt. Überleg mal ganz nüchtern, ob das sein kann.

        Wie lang ist das Zeugnis?
        Das ist alles gewesen.

        Die Länge des Zeugnisses ist auch ein Hinweis für die Arbeitsqualität. Je kürzer, desto weniger bist du dem laden wert gewesen. Bei mittlerer Führungsebene sollte der Text gerade so auf eine Seite passen, oder wenn wirklich nicht korresponierede Teile Platz benötigen (wegen irgendwelcher Spezialkenntnisse, die man Dir bescheinigen will) auch 1 1/2 Seiten. Aber nicht mehr. Dann wäre das schon wieder Überzeichnung.

        Da man in Deinem Zeugnis nicht näher auf Deine Aufgaben und gurten Ideen eingeht, wird Dir alles in Allem also eine mittelmäßige Leistung bescheinigt, es sei denn, Du hast nur Hilfsarbeiten gemacht.
        Ein Zeugnis sollte immer enthalten, was Dein Aufgabenbereich war und wie der sich ggf. durch Deine Leistung verändert (verbessert, vergrößert, "verwichtigt") hat.

        Harzliche Grüße aus http://www.annerschbarrich.de

        Tom

        --
        Fortschritt entsteht nur durch die Auseinandersetzung der Kreativen
        Nur selber lernen macht schlau
        1. Hallo.

          Die Länge des Zeugnisses ist auch ein Hinweis für die Arbeitsqualität. Je kürzer, desto weniger bist du dem laden wert gewesen.

          Die Länge des Zeugnisses korrespondiert aber auch in stark mit der darin genannten Dauer Zugehörigkeit zum Unternehmen.
          MfG, at

          1. Hello,

            Die Länge des Zeugnisses ist auch ein Hinweis für die Arbeitsqualität. Je kürzer, desto weniger bist du dem laden wert gewesen.

            Die Länge des Zeugnisses korrespondiert aber auch in stark mit der darin genannten Dauer Zugehörigkeit zum Unternehmen.

            Ja, darauf hatte ich hingewiesen und Sven R. hat es auch näher erläutert.

            Harzliche Grüße aus http://www.annerschbarrich.de

            Tom

            --
            Fortschritt entsteht nur durch die Auseinandersetzung der Kreativen
            Nur selber lernen macht schlau
    3. Tag!

      Der erste Teil alleine ist nicht unbedingt positiv. Sind Schreibfehler darin enthalten?

      Ich werde das Gefühl nicht los, dass solchen Zeugnissen im Allgemeinen eine viel zu hohe Bedeutung beigemessen wird.

      Das fürt auf der Seite der Arbeitnehmer immer wieder zu solchen "PANIK! PANIK! Ah du lieber Schreck, was hat das alles zu bedueten??? PANIK! PANIK!" Nachfragen, und auf der Seite der Arbeitgeber zu immer ausgefalleneren (ich wollte eigentlich 'bescheuerteren' sagen) Formulierungen.

      Die eigentliche Aussage eines solchen Zeugnisses geht dabei verloren und es kommen die vielen "hübsch hässlichen" Stilblüten hervor.
      Höchst amüsiert bin ich dabei immer dann, wenn ich sehe wie solche Formilierungen interpretiert werden.
      Dass die Interpretation dabei oft genau so lachhaft ist wie die Formulierungen selbst, ist mir dann "die Sahne auf meinem Kaffee".

      Gast.

      1. Hello,

        Dass die Interpretation dabei oft genau so lachhaft ist wie die Formulierungen selbst, ist mir dann "die Sahne auf meinem Kaffee".

        Das steht Dir frei.
        Da Du hier anonym postest, messe ich Deinem Beitrag allerdings keinerlei Bedeutung bei, da die Referenzierungmöglichkeit fehlt. Das ist in "hingeschmierten" Zeugnissen aber genauso. da fehlt die Kontrollreferenz auch meistens. Es braucht nur eine unpaarigkeit (mit Ausnahme der Standardfloskeln) aufzutreten und der geübte Leser weiß, dass das Zeugnis von einem Laien geschrieben wurde.

        Harzliche Grüße aus http://www.annerschbarrich.de

        Tom

        --
        Fortschritt entsteht nur durch die Auseinandersetzung der Kreativen
        Nur selber lernen macht schlau
        1. Hallo.

          Da Du hier anonym postest, messe ich Deinem Beitrag allerdings keinerlei Bedeutung bei, da die Referenzierungmöglichkeit fehlt.

          Das hättest du tatsächlich tun sollen, statt den Troll doch noch zu füttern. -- Nein, du musst mir hierauf nicht antworten.
          MfG, at

        2. Tag!

          Dass die Interpretation dabei oft genau so lachhaft ist wie die Formulierungen selbst, ist mir dann "die Sahne auf meinem Kaffee".

          Das steht Dir frei.

          Warum glauben viele Menschen immer wieder, es drehe sich alles immer um sie selbst?
          Natürlich steht es mir frei, Dinge irgendwie zu "finden", trotzdem drückt mein Satz genau das aus was ich sagen wollte, nicht mehr und nicht weniger.
          Es steht dir zwar auch frei, meinen Satz auf deine Aussage zu beziehen, aber ich würde an deiner Stelle nicht davon ausgehen.

          Da Du hier anonym postest, messe ich Deinem Beitrag allerdings keinerlei Bedeutung bei, da die Referenzierungmöglichkeit fehlt.

          Da hast bis zu einem gewissen Grad Recht, ich empfinde aber in diesem Fall meine "Anonymität" als angenehm um zu einem Thema etwas sagen zu können, was ich "offiziell" nicht getan hätte.

          Das ist in "hingeschmierten" Zeugnissen aber genauso. da fehlt die Kontrollreferenz auch meistens. Es braucht nur eine unpaarigkeit (mit Ausnahme der Standardfloskeln) aufzutreten und der geübte Leser weiß, dass das Zeugnis von einem Laien geschrieben wurde.

          Das ist genau der Punkt, woran in meinen Augen all diese künstliche Mystik um die Arbeitszeugnisse krankt.
          Diese von einigen praktizierte vollkommene Hingabe an einer Aberglaube, dass ein Zeugniss dies und jenes und das genau in der und der Form erhalten muss und dass es in ihm "geheime" Botschaften zu verstecken sind, ist für mich zwar immer wieder zu belächeln, aber auf der anderen Seite richtet diese Aberglaub einfach zu viele Schäden an.
          Denn in der Mehrzahl der Fälle werden Zeugnisse nicht von ausgebildeten Personalmanager geschrieben, sondern von Arbeitgebern die sich selbt vielleicht ein Buch oder einen anderen (so genannten) "Ratgeber" zum Thema geholt haben.

          Mir sagt ein Zeugnis oft mehr über den Arbeitgeber aus, als über den Bewerber. "hingeschmierte" Zeugnisse erkennt man so oder so, aber je glatter, je geschliffener, je "korrekter" die Formalien sind, um so wertloser ist das Zeugnis.

          Gast.

          1. Hallo.

            Das ist genau der Punkt, woran in meinen Augen all diese künstliche Mystik um die Arbeitszeugnisse krankt.

            Sehr schön ausgedrückt. Jeder, egal ob AN oder AG, der in Zeugnisse etwas hineininterpretiert, was da weder steht noch gemeint ist, trägt zu dieser Mystifizierung bei, die letztendlich dazu führt, dass Arbeitszeugnisse in aller Regel nicht das Papier wert sind, auf dem sie geschrieben wurden.

            Diese von einigen praktizierte vollkommene Hingabe an einer Aberglaube, dass ein Zeugniss dies und jenes und das genau in der und der Form erhalten muss und dass es in ihm "geheime" Botschaften zu verstecken sind, ist für mich zwar immer wieder zu belächeln, aber auf der anderen Seite richtet diese Aberglaub einfach zu viele Schäden an.

            Ja, irgendwie erinnert mich das Ganze an die Hysterie um Backward-Masking, die uns Mitte bis Ende der 80er glauben lassen wollte, dass schon die Beatles in ihren Songs, so man sie denn rückwärts abspielt, geheime Botschaften verstecken. Da wurden - man kann es glauben oder nicht - sogar wissenschaftliche Abhandlungen drüber geschrieben.

            Denn in der Mehrzahl der Fälle werden Zeugnisse nicht von ausgebildeten Personalmanager geschrieben, sondern von Arbeitgebern die sich selbt vielleicht ein Buch oder einen anderen (so genannten) "Ratgeber" zum Thema geholt haben.

            Oder gleich vom AN selber.

            Btw, schon mal ein Zeugnis rückwärts gelesen? ;-))

            Freundschaft!
            Siechfred

  2. Hallo,

    hört sich für mich sehr gut an.

    Das Wort "stets" ist immer ein Zeichen für echtes Können und bei der Zufriedenheit ist der Superlativ "vollsten" wichtig.

    "zu unserer vollen Zufriedenheit" wäre gleich um einiges schlechter, aber an "stets zu unserer vollsten Zufriedenheit" ist nichts auszusetzen.

    Bin natürlich auch kein Fachmann, darum bin ich gespannt auf die weiteren Antworten.

    Gruß,
    Peetah

    1. Hi,

      Das Wort "stets" ist immer ein Zeichen für echtes Können

      Nein, das stimmt so nicht:

      "Er hat sich stets sehr bemüht, ..." ;-)

      cu,
      Andreas

      --
      MudGuard? Siehe http://www.Mud-Guard.de/
      Fachfragen per E-Mail halte ich für unverschämt und werde entsprechende E-Mails nicht beantworten. Für Fachfragen ist das Forum da.
      1. Hallo,

        "Er hat sich stets sehr bemüht, ..." ;-)

        Du hast recht, es ist eher so, dass "stets" das, was danach kommt, verstärkt.

        Gruß,
        Peetah

      2. Moin!

        Das Wort "stets" ist immer ein Zeichen für echtes Können

        Nein, das stimmt so nicht:

        "Er hat sich stets sehr bemüht, ..." ;-)

        "...unsere in ihn gesetzten Erwartungen ausreichend zu erfüllen."

        - Sven Rautenberg

  3. XYZ identifizierte sich mit seinen Aufgaben

    etwas zu sehr hineingesteigert!

    und zeigt guten Einsatz über die übliche Arbeitszeit

    aber auch produktives Engagement

    Die gestellten hohen fachlichen Anforderungen hat er erfüllt

    aber auch nicht mehr ...

    und vermochte es, seine Fachkenntnisse mit Erfolg anzuwenden.

    wenn Führungsaufgaben gefordert waren oder für die Stelle normal sind eine glatte Ohrfeige

    mit Sorgfalt und Genauigkeit

    O.K.

    unserer vollsten Zufriedenheit.

    Gut

    Sein Verhalten zu Vorgesetzten und Kollegen war stets einwandfrei.

    = mittelmäßig

    Wenn keine Abschlussformel (wünschen viel Erfolg für ... ) folgt, dann ein schlechtes Zeugnis.

    Vom Wortlaut könnte aber auch einfach ein unerfahrener Zeugnsischreiber das Problem sein, denn der Text entspricht nicht der üblichen (eigentlich unzulässigen) Formalsprache.

    Mfg

    Joachim

  4. hi!

    gabs nicht vor einiger zeit mal so ein ähnliches posting. schau doch mal im </archiv/> nach.

    lg
    azok(=freak)

    --
    http://www.cssweb.at.tt wird teil einer privaten (meiner!) webseite.
    ------------------
    Murphys Law: "Alles Schöne im Leben ist entweder illegal, ungesetzlich oder es macht dick."
  5. Hallo.
    Ohne Kenntnis der Rahmendaten -- also Tätigkeiten, Verantwortlichkeiten, Dauer der Beschäftigung -- sowie des genauen Wortlautes sowie gegebenenfalls sogar des gesamten Schriftstückes ist dies nicht zu klären.
    Eine einzige spitzfindige Formulierung, ein Datum oder eine Unterschrift verraten oft mehr als der übrige Text. Beispiele nenne ich gern auf Wunsch.
    MfG, at

    1. Hallo at.

      Eine einzige spitzfindige Formulierung, ein Datum oder eine Unterschrift verraten oft mehr als der übrige Text. Beispiele nenne ich gern auf Wunsch.

      Ich äußere hiermit den Wunsch.

      Interessierte Grüße und natürlich wie immer:

      Freundschaft!
      Siechfred

      1. Hallo.

        Eine einzige spitzfindige Formulierung, ein Datum oder eine Unterschrift verraten oft mehr als der übrige Text. Beispiele nenne ich gern auf Wunsch.

        Ich äußere hiermit den Wunsch.

        Na gut, weil du es bist.
        spitzfindige Formulierung:

        • "Wir wünschen [...] gesundheitlich alles Gute." -- häufige oder lange gesundheitsbedingte Ausfälle
        • "Wir wünschen [...] persönlich alles Gute." -- gutes Verhältnis zu den Vorgesetzten
        • "[...] das Beste für sich und das Unternehmen [...]" -- Diebstahl
        • in einem ansonsten gut formulierten, aber nicht übermäßig guten Zeugnis auch: "[...] war [...] in unseren Hause beschäftigt" -- "beschäftigt" gewesen zu sein heißt nicht, auch "tätig" gewesen zu sein.
          Datum: "[...] verlässt uns zum 21. August 2004" -- meist fristlose Kündigung, da nicht zum Ende oder in der Mitte des Monats
          Unterschrift: "i. A." -- bei leitenden Tätigkeiten eine Geringschätzung des Arbeitsgebers
          MfG, at
        1. Hallo.

          Na gut, weil du es bist.
          spitzfindige Formulierung:

          • "Wir wünschen [...] gesundheitlich alles Gute." -- häufige oder lange gesundheitsbedingte Ausfälle
          • "Wir wünschen [...] persönlich alles Gute." -- gutes Verhältnis zu den Vorgesetzten
          • "[...] das Beste für sich und das Unternehmen [...]" -- Diebstahl
          • in einem ansonsten gut formulierten, aber nicht übermäßig guten Zeugnis auch: "[...] war [...] in unseren Hause beschäftigt" -- "beschäftigt" gewesen zu sein heißt nicht, auch "tätig" gewesen zu sein.
            Datum: "[...] verlässt uns zum 21. August 2004" -- meist fristlose Kündigung, da nicht zum Ende oder in der Mitte des Monats
            Unterschrift: "i. A." -- bei leitenden Tätigkeiten eine Geringschätzung des Arbeitsgebers

          ist aber ziehmlich schwach Deine beispiele nicht?
          Soweit ich mich noch erinnere aus meiner Lehrzeit,haben wir diese codes dort schon gewusst.
          Jedoch galt dies für Schweizer und wird bei deutschen nicht viel anders sein.An folgendes erinnere ich mich:
          Man nannte das auch zwischen den zeilen lesen:
          Er hat sich stehts bemüht die ihm übertragenen arbeiten zu unserer zufriedenheit... = seine fähigkeiten waren minim
          Er verliess uns im gegenseitigen einvernehmen = wir haben ihm gekündigt
          Er war stehts freundlich und aufmerksam = angenehmer mitarbeiter
          In seinem verhalten war er stehts ein Vorbild = sonst war er eine niete
          Er ist ein gewissenhafter mitarbeiter = Er tut was er kann
          Gegenüber seinen Mitarbeitern zeigte er
          grosses einfühlungsvermögen = er suchte kontakt zum anderen geschlecht
          Er bemühte sich die ihm übertragenen arbeiten bestens zu erledigen =Leistungen mangelhaft
          Er hat all seine fähigkeiten eingesetzt = Seine leistungen waren schwach
          Er hat sich stets um Vorschläge bemüht = er war ein besserwisser
          Wir schätzen seine grosse eifer = er war ein streber
          Er hat alle aufgaben ordnungsgemäss erledigt = keine eigeninitiative
          Er hat die ihm übertragenen arbeiten zu unserer zufriedenheit erledigt = Genügende leistungen
          Er hat die ihm übertragenen arbeiten stets zu unserer zufriedenheit erledigt = Zuverlässige leistungen
          Er hat die ihm übertragenen arbeiten stets zu unserer vollen zufriedenheit erledigt = gute leistungen
          Er hat die ihm übertragenen arbeiten stets zu unserer vollsten zufriedenheit erledigt = sehr gute leistungen
          Er verlässt uns auf eigenen wunsch = wir haben nichts dagegen
          Er verlässt uns auf eigenen wunsch,was wir sehr bedauern = er ist tüchtig,wir hätten ihn gerne behalten

          dies vorerst dazu...es gibt noch mehr aber ich hab keine lust mehr zu schreiben ;-)
          Gruss
          Alain

          1. Hallo.

            ist aber ziehmlich schwach Deine beispiele nicht?

            Zahlenmäßig ja, inhaltlich sicher nicht. Die meisten anderen Formulierungen -- unter anderem die von dir genannten -- werden ja regelmäßig in Magazinen veröffentlicht sind daher hinreichend bekannt.
            Aber wenn du einmal Schwierigkeiten mit dem Verfassungsschutz bekommen solltest, suche einmal deine Zeugniskopien daraufhin ab, ob der Kopierer nicht vielleicht ein paar kleine Flecken in die Nähe der Unterschrift geschmuggelt hat.
            MfG, at

        2. Morgen at.

          Na gut, weil du es bist.

          Ich fühle mich geehrt ;)

          • "Wir wünschen [...] gesundheitlich alles Gute." -- häufige oder lange gesundheitsbedingte Ausfälle

          Oder eine angeschlagene Gesundheitheit oder ein Verlassen des Unternehmens aus gesundheitlichen Gründen.

          • in einem ansonsten gut formulierten, aber nicht übermäßig guten Zeugnis auch: "[...] war [...] in unseren Hause beschäftigt" -- "beschäftigt" gewesen zu sein heißt nicht, auch "tätig" gewesen zu sein.

          In dem Kontext bedingt nachvollziehbar, ansonsten ziemlich spitzfindig (könnte ja auch sein, dass der Verfasser die wiederholte Verwendung des Wortes 'tätig' vermeiden wollte).

          Freundschaft!
          Siechfred

          1. Hallo.

            • "Wir wünschen [...] gesundheitlich alles Gute." -- häufige oder lange gesundheitsbedingte Ausfälle

            Oder eine angeschlagene Gesundheitheit oder ein Verlassen des Unternehmens aus gesundheitlichen Gründen.

            Was wiederum nur Erwähnung fände, wenn es für nachfolgende Anstellungen in der von Relevanz wäre, wie ich sie beschrieben hatte. Das Ergebnis wäre also das gleiche. Ansonsten sähe der derzeitige Arbeitgeber nämlich gnädig darüber hinweg, um dem Arbeitnehmer keine Steine in den Weg zu legen.

            • in einem ansonsten gut formulierten, aber nicht übermäßig guten Zeugnis auch: "[...] war [...] in unseren Hause beschäftigt" -- "beschäftigt" gewesen zu sein heißt nicht, auch "tätig" gewesen zu sein.

            In dem Kontext bedingt nachvollziehbar, ansonsten ziemlich spitzfindig (könnte ja auch sein, dass der Verfasser die wiederholte Verwendung des Wortes 'tätig' vermeiden wollte).

            Du kannst ein Kleinkind beschäftigen, indem du ihm einen beliebigen Gegenstand in die Hand drückst. Produktiv ist diese Beschäftigung aber in aller Regel nicht, da es den Gegenstand keiner Tätigkeit zuführt. Für einen schlechten Mitarbeiter gilt dies analog.
            Der in Teilen zitierte Satz ist im Übrigen der erste innerhalb eines Standardzeugnisses und ich kann mich nicht erinnern, jemals ein Substitut für diesen Begriff an einer anderen Stelle eines Zeugnisses gesucht zu haben. Dies wird daran gelegen haben, dass die Formulierungen in ihren Grundzügen derart standardisiert sind, dass es zu solchen Überlegungen gar nicht mehr kommt. Im Endeffekt werden doch nur wie bei einem Lückentext einige Floskeln durch andere ersetzt, während der Rahmen sich nicht ändert. Wiederholungen einzelner dieser Phrasen innerhalb eines Zeugnisses habe ich bisher nicht lesen müssen, was ich schon deshalb bemerkt hätte, weil ich ja auf derartig bekräftigende oder sich widersprechende besonders achten muss.
            MfG, at

            1. Hallo at.

              Du kannst ein Kleinkind beschäftigen, indem du ihm einen beliebigen Gegenstand in die Hand drückst. Produktiv ist diese Beschäftigung aber in aller Regel nicht, da es den Gegenstand keiner Tätigkeit zuführt. Für einen schlechten Mitarbeiter gilt dies analog.

              Das mag stimmen, wobei ich den ersten Satz nur bedingt nachvollziehen kann ;)

              Allerdings ist auch hier die Frage, welcher Arbeitgeber sich die Mühe solch spitzfindiger Analysen der Wortwahl in einem Zeugnis macht. Das erinnert mich immer so ein bisschen an die Interpretation von Gedichten, wie sie zu meiner Schulzeit gefordert wurde, zwei Schüler haben aus der Wortwahl zwei völlig verschiedene Schlüsse gezogen. Am Ende wusste trotz allem niemand genau, ob der Dichter es tatsächlich so verstanden haben wollte.

              Diese Gefahr sehe ich auch bei Zeugnissen. Zunächst weiß niemand, wer das Zeugnis verfasst hat und ob der Verfasser Ahnung von diesen versteckten Botschaften hatte, die hier in diesem Thread angesprochen wurden. Worauf also soll sich ein Zeugnisleser verlassen? Er kann schlecht beim Aussteller nachfragen, wie er was gemeint hat. Da bleibt ihm nur sein gesunder Menschenverstand und ein gerüttelt Maß an Menschenkenntnis. Ob jemand für einen Job geeignet ist, lässt sich m.E. grundsätzlich nicht an einem Arbeitszeugnis erkennen.

              Konsequenz aus meiner Sicht:
              Ein Zeugnis ist gut und schön, wenn es eindeutig ist, ich werde es jedoch nicht auf verklausulierte Botschaften hin untersuchen. Ein Zeugnis ist eines von vielen Kriterien für die Vorauswahl von Bewerbern, nicht mehr. Ich denke, dass die Bedeutung von Arbeitszeugnissen zumeist überschätzt wird.

              Freundschaft!
              Siechfred

              1. Hallo.

                Du kannst ein Kleinkind beschäftigen, indem du ihm einen beliebigen Gegenstand in die Hand drückst.

                [...]

                Das mag stimmen, wobei ich den ersten Satz nur bedingt nachvollziehen kann ;)

                Okay, Leidgeprüfte mögen den Satz bitte gnädig überlesen.

                Allerdings ist auch hier die Frage, welcher Arbeitgeber sich die Mühe solch spitzfindiger Analysen der Wortwahl in einem Zeugnis macht.

                Das sehe ich ein wenig anders, weswegen ich ja auch daruaf hingewiesen hatte, unter welchen Umständen ich eine solche Formulierung als Hinweis verstehe: Wer sich die Mühe macht, ein Arbeitszeugnis in den anderen Punkten förmlich lehrbuchmäßig aufzusetzen, wird in aller Regel auch diese Formulierung entsprechend wählen.

                Zunächst weiß niemand, wer das Zeugnis verfasst hat und ob der Verfasser Ahnung von diesen versteckten Botschaften hatte, die hier in diesem Thread angesprochen wurden.

                Wenn ein Zeugnis mehr oder minder offensichtlich von einem Laien verfasst worden ist, was ja auch oft genug der Fall ist, kommen derlei Finessen ja gar nicht zu Zug.

                Worauf also soll sich ein Zeugnisleser verlassen? Er kann schlecht beim Aussteller nachfragen, wie er was gemeint hat.

                Oh doch. Ich habe schon Anrufe erhalten, ob dies oder das denn tatsächlich so zu verstehen sei. Dass ich dies selbst noch nicht tun musste, liegt wohl daran, dass ich den Anrufern bisher in ihrer Interpretation stets Recht geben konnte.

                Da bleibt ihm nur sein gesunder Menschenverstand und ein gerüttelt Maß an Menschenkenntnis. Ob jemand für einen Job geeignet ist, lässt sich m.E. grundsätzlich nicht an einem Arbeitszeugnis erkennen.

                Da sind wir uns sicher einig. Aber manche Aussagen disqualifizieren einen Bewerber eben recht schnell: Diebstahl, Trunksucht, sexuelle Übergriffe etc., aber eben auch offensichtiche Inkompetenz, Faulheit etc.

                Konsequenz aus meiner Sicht:
                Ein Zeugnis ist gut und schön, wenn es eindeutig ist, ich werde es jedoch nicht auf verklausulierte Botschaften hin untersuchen. Ein Zeugnis ist eines von vielen Kriterien für die Vorauswahl von Bewerbern, nicht mehr. Ich denke, dass die Bedeutung von Arbeitszeugnissen zumeist überschätzt wird.

                Ja, die meisten Bewerbungen sind ja auch schon so schlecht, dass man gar nicht weiterblättern muss.
                MfG, at

                1. Hallo at.

                  Wer sich die Mühe macht, ein Arbeitszeugnis in den anderen Punkten förmlich lehrbuchmäßig aufzusetzen, wird in aller Regel auch diese Formulierung entsprechend wählen.

                  Da leuchtet ein, allerdings weißt du nicht mit Sicherheit, ob es sich um ein lehrbuchmäßig aufgesetztes Zeugnis handelt oder nur um eines, in dem eine Lehrbuchformulierung verwendet wurde, ohne zu wissen, dass man diese auch negativ verstehen könnte.

                  Wenn ein Zeugnis mehr oder minder offensichtlich von einem Laien verfasst worden ist, was ja auch oft genug der Fall ist, kommen derlei Finessen ja gar nicht zu Zug.

                  Eben, genau das ist der Punkt: woher weiß ich, dass es so ist bzw. dass es nicht so ist.

                  Ja, die meisten Bewerbungen sind ja auch schon so schlecht, dass man gar nicht weiterblättern muss.

                  So ist es: äußere Form des Bewerbungsschreibens, Formulierung, Rechtschreibung und Grammatik etc. Nicht umsonst sind Arbeitszeugnisse - egal ob gute oder nicht so gute - in Bewerbungsmappen zumeist nach ganz hinten geheftet.

                  Freundschaft!
                  Siechfred

    2. Hi at,

      Ohne Kenntnis der Rahmendaten -- also Tätigkeiten, Verantwortlichkeiten, Dauer der Beschäftigung -- sowie des genauen Wortlautes sowie gegebenenfalls sogar des gesamten Schriftstückes ist dies nicht zu klären.

      Ok, es ist Praktikumszeugnis (Dauer 20 Wochen) für ein Pflichtpraktikum im Rahmen meines Studiums. Es wurde ein von der Hochschule vorgegebenes Standardformular verwendet (da gibt's z.B. ein Feld fuer die Matrikelnr.).

      Die Beschäftigung ging bis Ende November, das Zeugnis ist aber von Mitte Februar (also 2,5 Monate zu spaet) - einfach deshalb, weil ich da noch gearbeitet habe (bis Ende April, also weitere 2,5 Monate), und das Zeugnis erst zu diesem Termin von der Hochschule verlangt wurde (ja, stimmt, haette mich auch selbst frueher drum kuemmern koennen!).

      Der extra vorhandene Abschnitt ueber evntl. Fehlzeiten ist leer.

      Dann kommt der Text (wie schon geschrieben):
      "XYZ identifizierte sich mit seinen Aufgaben und zeigte guten Einsatz über die übliche Arbeitszeit hinaus.
      Die gestellten hohen fachlichen Anforderungen hat er erfüllt und vermochte es, seine Fachkenntnisse mit Erfolg anzuwenden.
      Seine Aufgaben erledigte er mit Sorgfalt und Genauigkeit stets zu unserer vollsten Zufriedenheit.
      Sein Verhalten zu Vorgesetzten und Kollegen war stets einwandfrei."

      Am Ende:

      • Ort,
      • Datum,
      • "Unterschrift des Ausbildungsbeauftragten" (steht aber nicht in Druckschrift da, wer das namentlich ist),
      • offizieller Stempel der Firma (dafuer war auch ein extra Formularfeld vorhanden)

      Also, falls dir dazu noch was einfaellt, wuerde ich das natuerlich gerne hoeren!

      Ich bin hier uebrigens nicht, um hier meinen Lebenslauf zu optimieren oder aus irgendwelchen komischen Gruenden. Ich moechte einfach nur wissen, was da drin steht!
      :-)
      Und wenn ich das bisher recht verstanden habe, ist das Zeugnis gut bis befriedigend, richtig?

      A.

      1. Hallo.

        Ok, es ist Praktikumszeugnis (Dauer 20 Wochen) für ein Pflichtpraktikum im Rahmen meines Studiums. Es wurde ein von der Hochschule vorgegebenes Standardformular verwendet (da gibt's z.B. ein Feld fuer die Matrikelnr.).

        Ach so. Dann vergiss das Zeugnis einfach. Solltest du später _außerhalb_ der Hochschule ein Zeugnis benötigen, verfasse den Text nach den hier gewonnenen Erkenntnissen selbst oder beauftrage jemanden, der sich damit auskennt. Diesen Text legst du dann gemeinsam mit der freundlichen Bitte um ein neues Zeugnis unter Berufung auf deinen vorher informierten dortigen Betreuer vor.
        MfG, at

  6. Hallo,

    diese Verklausulierung ist doch - soweit ich das verstanden habe - nur noetig, um explizite Benachteiligungen des Arbeitnehmers zu vermeiden. Richtig?

    Heisst das nicht auch, dass man einem hervorragenden Arbeitnehmer trotzdem ein "normales" Zeugnis ausstellen darf? In Prosa, in deutscher Sprache, etc.?

    Ein normales Zeugnis wird ja manchen Leuten - z.B. http://markus-giesler.com/ - nicht unbedingt gerecht.

    A.

    1. Hallo.

      diese Verklausulierung ist doch - soweit ich das verstanden habe - nur noetig, um explizite Benachteiligungen des Arbeitnehmers zu vermeiden. Richtig?

      Nein, sie setzt einen Standard zur Wiedererkennbarkeit bestimmter Phrasen. Nicht mehr, nicht weniger.

      Heisst das nicht auch, dass man einem hervorragenden Arbeitnehmer trotzdem ein "normales" Zeugnis ausstellen darf? In Prosa, in deutscher Sprache, etc.?

      Der Arbeitgeber darf im Prinzip schreiben, was und iwe er will -- sofern der Arbeitnehmer damit einverstanden ist oder dies nach Ermessen der entsprechenden Rechtsprechung sein müsste.

      Ein normales Zeugnis wird ja manchen Leuten - z.B. http://markus-giesler.com/ - nicht unbedingt gerecht.

      Doch, wird es. Es unterscheiden sich lediglich die Tätig- und Verantwortlichkeiten. Dass ab einer gewissen Reputation keine Zeugnisse mehr gefragt sind, ist ein anderes Thema.
      MfG, at

  7. Hasllo

    XYZ identifizierte sich mit seinen Aufgaben und zeigt guten Einsatz über die übliche Arbeitszeit hinaus.

    Das ist ein ausreichend bis mangelhaft, bedeutet sinngemäss er braucht zu lange für gestellte Aufgaben.

    Die gestellten hohen fachlichen Anforderungen hat er erfüllt und vermochte es, seine Fachkenntnisse mit Erfolg anzuwenden.

    Ein befriedigend, da hier nix von "zum wohle der Firma steht, sinngemäss er hatte Kenntnisse, aber nicht die welche die Firma benötigte.

    Seine Aufgaben erledigte er mit Sorgfalt und Genauigkeit stets zu unserer vollsten Zufriedenheit.

    Das ist schon besser, fast ein gut.

    Sein Verhalten zu Vorgesetzten und Kollegen war stets einwandfrei.

    Ein befriedigend

    Anmerkung: Der Schlußsatz fehlt, Das ich negativ und verschlechter gesamtes Zeugnis in allen Bereichen um eine Note.

    mfg

    Das Schmunzelmonster

    1. Hallo.
      Könntest deine Notengebung kurz erläutern. Mir leuchtet sie nämlich nicht so recht ein.
      MfG, at

      1. Hallo

        Könntest deine Notengebung kurz erläutern. Mir leuchtet sie nämlich nicht so recht ein.

        »»

        Also im Detail:

        XYZ identifizierte sich mit seinen Aufgaben und zeigt guten Einsatz über die übliche Arbeitszeit hinaus.

        Das ist ein ausreichend bis mangelhaft, bedeutet sinngemäss er braucht zu lange für gestellte Aufgaben.

        Das "identifizierte sich mit seinen Aufgaben" ist so zu lesen
        das er zwar versuchte die Ihm gestellten Aufgaben zu lösen, dieses aber nicht oder fast nie gelang.

        Hier ein:
        löste seine Aufgaben >> aussreichend
        löste Aufgaben zur Zufriedenheit >> befriedigend
        löste Aufgaben zur vollen Zufriedenheit >> gut
        löste Aufgaben zur vollsten Zufriedenheit >> sehr gut

        Das "zeigt guten Einsatz über die übliche Arbeitszeit hinaus."
        bedeutet er bemühte sich zwar, war aber nicht in der Lage Aufgaben in angemessener Zeit zu erfüllen.

        Die gestellten hohen fachlichen Anforderungen hat er erfüllt und vermochte es, seine Fachkenntnisse mit Erfolg anzuwenden.

        Ein befriedigend, da hier nix von "zum wohle der Firma steht, sinngemäss er hatte Kenntnisse, aber nicht die welche die Firma benötigte.

        Bekräftigt die oben getroffene Aussage noch. Bedeutet : Er hat zwar grosses Therotisches wissen , kann dieses aber nicht auf Anforderung portieren.

        Seine Aufgaben erledigte er mit Sorgfalt und Genauigkeit stets zu unserer vollsten Zufriedenheit.

        Das ist schon besser, fast ein gut.

        Das "Sorgfalt und Genauigkeit" wertet hier ab, da es sich wie "Er ist ein peniebler Pedant um nicht zu sagen Korintenkakker" liest.
        Was auch wiederum auf grosse langsamkeit hindeutet.

        Sein Verhalten zu Vorgesetzten und Kollegen war stets einwandfrei.

        Ein befriedigend

        Positiv hier ist das die Vorgesetzten vor den Kollegen stehen.
        Negativ das die Kunden fehlen.

        Anmerkung: Der Schlußsatz fehlt, Das ich negativ und verschlechter gesamtes Zeugnis in allen Bereichen um eine Note.

        Der Schluss ist eigendlich das Wichtigste, da er alle oben getroffenen Ausagen bestärken oder ab adsurdum führen kann.
        Alle oben getroffenen Bewertungen müssen hier bestätigt werden.

        Ein fehlendes >> -1 bis -2 Noten.
        Nur ein *Alles gute für berufliche Zukunft* >> -1 Note
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        mfg

        Das Schmunzelmonster

        1. Hi,

          Positiv hier ist das die Vorgesetzten vor den Kollegen stehen.
          Negativ das die Kunden fehlen.

          Nicht notwendigerweise negativ, das die Kunden fehlen.
          z.B. wenn Kundenkontakt nicht zum Aufgabengebiet gehört ...

          cu,
          Andreas

          --
          MudGuard? Siehe http://www.Mud-Guard.de/
          Fachfragen per E-Mail halte ich für unverschämt und werde entsprechende E-Mails nicht beantworten. Für Fachfragen ist das Forum da.
        2. Hallo.

          Die gestellten hohen fachlichen Anforderungen hat er erfüllt und vermochte es, seine Fachkenntnisse mit Erfolg anzuwenden.

          Ein befriedigend, da hier nix von "zum wohle der Firma steht, sinngemäss er hatte Kenntnisse, aber nicht die welche die Firma benötigte.

          Bekräftigt die oben getroffene Aussage noch. Bedeutet : Er hat zwar grosses Therotisches wissen , kann dieses aber nicht auf Anforderung portieren.

          Doch, er konnte es schließlich "mit Erfolg anwenden", wenn auch nicht mit "großem"/"größtem". Das "zum Wohle der Firma" ist mir bisher nur in Verbindung mit dem verklausulierten Diebstahl begegnet. Da es sich um ein Arbeitszeugnis handelt, ließe sich diese Floskel ja auch überall ohne Mehrwert einbauen.

          Seine Aufgaben erledigte er mit Sorgfalt und Genauigkeit stets zu unserer vollsten Zufriedenheit.

          Das ist schon besser, fast ein gut.

          Das "Sorgfalt und Genauigkeit" wertet hier ab, da es sich wie "Er ist ein peniebler Pedant um nicht zu sagen Korintenkakker" liest.
          Was auch wiederum auf grosse langsamkeit hindeutet.

          Dennoch sind die Aufgaben "stets zu unserer vollsten Zufriedenheit" erfüllt worden. Besser geht dieser Teil nicht. Die Langsamkeit und mangelnde Flexibilität scheinen dem keinen Abbruch getan zu haben.

          Sein Verhalten zu Vorgesetzten und Kollegen war stets einwandfrei.

          Ein befriedigend

          Positiv hier ist das die Vorgesetzten vor den Kollegen stehen.
          Negativ das die Kunden fehlen.

          ... wenn er denn Kontakt zu diesen hatte.

          Anmerkung: Der Schlußsatz fehlt, Das ich negativ und verschlechter gesamtes Zeugnis in allen Bereichen um eine Note.

          Der Schluss ist eigendlich das Wichtigste, da er alle oben getroffenen Ausagen bestärken oder ab adsurdum führen kann.
          Alle oben getroffenen Bewertungen müssen hier bestätigt werden.

          Ein fehlendes >> -1 bis -2 Noten.
          Nur ein *Alles gute für berufliche Zukunft* >> -1 Note
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          Bei einem Praktikumszeugnis ist der Ausdruck des Bedauerns mienes Wissens mindestens unüblich.
          MfG, at

          1. Hallo.

            Die gestellten hohen fachlichen Anforderungen hat er erfüllt und vermochte es, seine Fachkenntnisse mit Erfolg anzuwenden.

            Ein befriedigend, da hier nix von "zum wohle der Firma steht, sinngemäss er hatte Kenntnisse, aber nicht die welche die Firma benötigte.

            Bekräftigt die oben getroffene Aussage noch. Bedeutet : Er hat zwar grosses Therotisches wissen , kann dieses aber nicht auf Anforderung portieren.

            Doch, er konnte es schließlich "mit Erfolg anwenden", wenn auch nicht mit "großem"/"größtem". Das "zum Wohle der Firma" ist mir bisher nur in Verbindung mit dem verklausulierten Diebstahl begegnet. Da es sich um ein Arbeitszeugnis handelt, ließe sich diese Floskel ja auch überall ohne Mehrwert einbauen.

            Er konnte SEINE Fackenntnisse mit erfolg anwenden. Könnte ja sein , Ludger mags verzeihen, das ER ein genialer Schachspieler war :-))

            Seine Aufgaben erledigte er mit Sorgfalt und Genauigkeit stets zu unserer vollsten Zufriedenheit.

            Das ist schon besser, fast ein gut.

            Das "Sorgfalt und Genauigkeit" wertet hier ab, da es sich wie "Er ist ein peniebler Pedant um nicht zu sagen Korintenkakker" liest.
            Was auch wiederum auf grosse langsamkeit hindeutet.

            Dennoch sind die Aufgaben "stets zu unserer vollsten Zufriedenheit" erfüllt worden. Besser geht dieser Teil nicht. Die Langsamkeit und mangelnde Flexibilität scheinen dem keinen Abbruch getan zu haben.

            Tja hier waren die Aufgaben wohl schon runter geschraubt. So in der Art: zum Pausenbrot holen konnte man IHN gebrauchen , wenn man Ihn früh genug losschickte :-))

            Sein Verhalten zu Vorgesetzten und Kollegen war stets einwandfrei.

            Ein befriedigend

            Positiv hier ist das die Vorgesetzten vor den Kollegen stehen.
            Negativ das die Kunden fehlen.

            ... wenn er denn Kontakt zu diesen hatte.

            »»

            Das ist hier unerheblich, es gehört rein, ins besondere da Tätigkeitsbeschreibung fehlt.

            Anmerkung: Der Schlußsatz fehlt, Das ich negativ und verschlechter gesamtes Zeugnis in allen Bereichen um eine Note.

            Der Schluss ist eigendlich das Wichtigste, da er alle oben getroffenen Ausagen bestärken oder ab adsurdum führen kann.
            Alle oben getroffenen Bewertungen müssen hier bestätigt werden.

            Ein fehlendes >> -1 bis -2 Noten.
            Nur ein *Alles gute für berufliche Zukunft* >> -1 Note
            Ein wir bedauern diesen Mitarbeiter zu verlieren >> neutral
            Ein wir bedauern sehr diesen Mitarbeiter zu verlieren >> +1 Note
            Ein wir bedauern ausserordentlich diesen Mitarbeiter zu verlieren >> +2 Noten

            Bei einem Praktikumszeugnis ist der Ausdruck des Bedauerns mienes Wissens mindestens unüblich.

            Wo steht was für Zeugnis das ist ??

            Meiner bescheidenen Meinung nach ist dieses Zeugnis eine Frechheit.
            Nicht von Profi geschrieben und in sich derat wiedersprüchlich das eigendlich nicht ernst zu nehmen ist. Wenn ich das in einer ansonsten erwägenswerten Bewerbung finden würde, wäre meine Reaktion "Nachfrage beim Aussteller um zu erfahren ob der überhaupt wusste was er da zu Papier gebracht hat".

            mfg

            Das Schmunzelmonster

            1. Hallo.

              Er konnte SEINE Fackenntnisse mit erfolg anwenden. Könnte ja sein , Ludger mags verzeihen, das ER ein genialer Schachspieler war :-))

              Eine solche Interpretation ist mir zwar noch nie untergekommen, aber das macht sie ja nur noch origineller.

              Dennoch sind die Aufgaben "stets zu unserer vollsten Zufriedenheit" erfüllt worden. Besser geht dieser Teil nicht. Die Langsamkeit und mangelnde Flexibilität scheinen dem keinen Abbruch getan zu haben.

              Tja hier waren die Aufgaben wohl schon runter geschraubt. So in der Art: zum Pausenbrot holen konnte man IHN gebrauchen , wenn man Ihn früh genug losschickte :-))

              Die Tätig- und Verantwortlichkeiten gehen ja leider nicht aus dem Text hervor. Soweit ich weiß, sind sie auch tatsächlich nicht im Zeignis angeführt worden.

              Positiv hier ist das die Vorgesetzten vor den Kollegen stehen.
              Negativ das die Kunden fehlen.

              ... wenn er denn Kontakt zu diesen hatte.
              »»

              Das ist hier unerheblich, es gehört rein, ins besondere da Tätigkeitsbeschreibung fehlt.

              Ich bitte dich! Auf das Fehlen der Kunden etc. hatte ich als erstes hingewiesen -- aber eben unter Berücksichtigung, dass der Kundenkontakt schon Bestandteil der Tätigkeit gewesen sein müsste. Dass man die Vorgesetzten oder Kollegen auch dann nicht aus der Aufzählung nimmt, wenn der Arbeitgeber der einzige seines Arbeitgebers war, liegt ja auch nur daran, dass der Arbeitgeber dann beides in Personalunion darstellt.

              Wo steht was für Zeugnis das ist ??

              Meiner bescheidenen Meinung nach ist dieses Zeugnis eine Frechheit.

              Ja, da stimme ich dir zu. Insbesondere die Tätigkeit muss aufgeführt sein. Das Fehlen dieses Punktes ist auch bei Laien kaum verzeihlich.

              Nicht von Profi geschrieben und in sich derat wiedersprüchlich das eigendlich nicht ernst zu nehmen ist. Wenn ich das in einer ansonsten erwägenswerten Bewerbung finden würde, wäre meine Reaktion "Nachfrage beim Aussteller um zu erfahren ob der überhaupt wusste was er da zu Papier gebracht hat".

              Ich würde nicht nachfragen. Aber der Bewerber hätte dennoch keine Chance, wenn er selbst noch nicht einmal bemerkt, dass die Tätigkeiten nicht aufgeführt sind. Soviel zumindest sollte man doch erwarten können.
              MfG, at