Hallo.
Du kannst ein Kleinkind beschäftigen, indem du ihm einen beliebigen Gegenstand in die Hand drückst.
[...]
Das mag stimmen, wobei ich den ersten Satz nur bedingt nachvollziehen kann ;)
Okay, Leidgeprüfte mögen den Satz bitte gnädig überlesen.
Allerdings ist auch hier die Frage, welcher Arbeitgeber sich die Mühe solch spitzfindiger Analysen der Wortwahl in einem Zeugnis macht.
Das sehe ich ein wenig anders, weswegen ich ja auch daruaf hingewiesen hatte, unter welchen Umständen ich eine solche Formulierung als Hinweis verstehe: Wer sich die Mühe macht, ein Arbeitszeugnis in den anderen Punkten förmlich lehrbuchmäßig aufzusetzen, wird in aller Regel auch diese Formulierung entsprechend wählen.
Zunächst weiß niemand, wer das Zeugnis verfasst hat und ob der Verfasser Ahnung von diesen versteckten Botschaften hatte, die hier in diesem Thread angesprochen wurden.
Wenn ein Zeugnis mehr oder minder offensichtlich von einem Laien verfasst worden ist, was ja auch oft genug der Fall ist, kommen derlei Finessen ja gar nicht zu Zug.
Worauf also soll sich ein Zeugnisleser verlassen? Er kann schlecht beim Aussteller nachfragen, wie er was gemeint hat.
Oh doch. Ich habe schon Anrufe erhalten, ob dies oder das denn tatsächlich so zu verstehen sei. Dass ich dies selbst noch nicht tun musste, liegt wohl daran, dass ich den Anrufern bisher in ihrer Interpretation stets Recht geben konnte.
Da bleibt ihm nur sein gesunder Menschenverstand und ein gerüttelt Maß an Menschenkenntnis. Ob jemand für einen Job geeignet ist, lässt sich m.E. grundsätzlich nicht an einem Arbeitszeugnis erkennen.
Da sind wir uns sicher einig. Aber manche Aussagen disqualifizieren einen Bewerber eben recht schnell: Diebstahl, Trunksucht, sexuelle Übergriffe etc., aber eben auch offensichtiche Inkompetenz, Faulheit etc.
Konsequenz aus meiner Sicht:
Ein Zeugnis ist gut und schön, wenn es eindeutig ist, ich werde es jedoch nicht auf verklausulierte Botschaften hin untersuchen. Ein Zeugnis ist eines von vielen Kriterien für die Vorauswahl von Bewerbern, nicht mehr. Ich denke, dass die Bedeutung von Arbeitszeugnissen zumeist überschätzt wird.
Ja, die meisten Bewerbungen sind ja auch schon so schlecht, dass man gar nicht weiterblättern muss.
MfG, at