Hello,
Zeugnisse arbeiten immer mit korresponierenden Angaben, wenn es sich nicht um die Satandard-Flosklen "stets zu unserer vollsten Zufriedenheit" handelt.
Du musst also die beiden Sätze im Zusammenhang sehen:
XYZ identifizierte sich mit seinen Aufgaben und zeigt guten Einsatz
über die übliche Arbeitszeit hinaus.
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Seine Aufgaben erledigte er mit Sorgfalt und Genauigkeit stets zu unserer vollsten Zufriedenheit
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Über die übliche Arbeitszeit hinaus könnte darauf hindeuten, dass Du entweder verlangte oder aber notwendige Überstunden gemacht hast. Zweiteres bedeutet eben, dass Du etwas bummelig oder umständlich warst, aber dies durchaus selbstverantwortlich wieder gerade gerückt hast.
Dieser Hinweis wird an anderer Stelle wieder aufgegriffen, und ebnfalls wieder positiv formuliert, bestätigt. Es hat sich also nicht um eingeforderte Überstunden gehandelt, sondern Du hast eben einfach mehr Zeit als andere benötigt. Überleg mal ganz nüchtern, ob das sein kann.
Wie lang ist das Zeugnis?
Das ist alles gewesen.
Die Länge des Zeugnisses ist auch ein Hinweis für die Arbeitsqualität. Je kürzer, desto weniger bist du dem laden wert gewesen. Bei mittlerer Führungsebene sollte der Text gerade so auf eine Seite passen, oder wenn wirklich nicht korresponierede Teile Platz benötigen (wegen irgendwelcher Spezialkenntnisse, die man Dir bescheinigen will) auch 1 1/2 Seiten. Aber nicht mehr. Dann wäre das schon wieder Überzeichnung.
Da man in Deinem Zeugnis nicht näher auf Deine Aufgaben und gurten Ideen eingeht, wird Dir alles in Allem also eine mittelmäßige Leistung bescheinigt, es sei denn, Du hast nur Hilfsarbeiten gemacht.
Ein Zeugnis sollte immer enthalten, was Dein Aufgabenbereich war und wie der sich ggf. durch Deine Leistung verändert (verbessert, vergrößert, "verwichtigt") hat.
Harzliche Grüße aus http://www.annerschbarrich.de
Tom
Fortschritt entsteht nur durch die Auseinandersetzung der Kreativen
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