Hi Alexander,
Die Stromkreise in der Wohnung sind üblicherweise mit 16A abgesichert, seltener auch mit 10A.
Einspruch, ich verweise auf [pref:t=76614&m=441704], Abschnitt Überstromsicherungen. ;-)))
Wenn das kleine Wörtchen "üblicherweise" nicht wäre ...
Klar gibt's auch etwas anderes als 10A und 16A, meistens für "Sonderfälle" wie Nachtspeicheröfen, elektrische Warmwassergeräte, Abwasserpumpen, landwirtschaftliche Geräte, Werbetafeln, usw. Auch E-Herde sind gelegentlich mit 25A abgesichert. Aber ÜBLICH sind eben 10A oder 16A, denn mehr Strom verträgt eine normale Schuko-Steckdose nicht.
Nee, ich denke, du interpretierst da was völlig falsch:
Die Sicherung, oder deren modernerer und treffenderer Name "Leitungsschutzschalter" hat nur einen Zweck, wie der Name schon sagt: Nämlich die Leitung zu schützen. Den angeschlossenen Verbraucher kann sie nie schützen, das ist auch nicht Ihr Hauptzweck. Daraus resultiert, dass, je nach Verlege- und Umweltbedingungen unterschiedliche "Leitungsschutzschalter" zum Einsatz kommen _müssen_, um alle Eventualitäten abdecken zu können. Den Geräteschutz kann nur ein eigens dafür konzipierter Geräteschutzschalter oder auch Motorschutzschalter übernehmen, da diese i.d.R. in Ihrem Auslöseverhalten exakt auf die Geräteerfordernisse abstimmbar sind.
Dies ist der größte Irrglaube im zusammenhang mit dem Begriff "Sicherung".
Entweder mit Schmelzsicherungen (Einweg, geschraubt) oder mit Sicherungsautomaten. Die schalten -- erfahrungsgemäß ;-) -- recht schnell ab, wenn der aufgedruckte Strom für mehr als nur Sekundenbruchteile überschritten wird.
Das hat mit Erfahrung nichts zu tun,
Dir ist der zwinkernde Smily nicht aufgefallen, oder? Ich hab letzte Woche mein Licht ausgeschaltet, indem ich einen alten PC mit auf 115V eingestelltem Netzteil ans 230V-Netz angeschlossen habe. Die Sicherung hat ausgelöst, bevor ich den Kaltgerätestecker bis zum Anschlag reingesteckt hatte.
die Abschaltzeit im Verhältnis zum Abschaltstrom lässt sich exakt berechnen. [...]
Hast ja recht, die Sicherungen lösen nicht zufällig aus, sondern sehr präzise.
Ja, genau deshalb gibt es ja unterschiedliche Auslösewerte für die gleichen Einsatzbedingungen. Leider kann ich dir die extrem unterschiedlichen Auslösekennlinien von Schmelzsicherungen und Leitungsschutzschaltern hier nicht zeigen, da ich die entsprechenden Grafiken nicht zur Verfügung habe, aber alleine die Tatsache, dass bei ein- und denselben Verlegebedingungen(z.B. B) bei Schmelzsicherungen nur mit 12A, bei Leitungsschutzschaltern der Type B,C,D aber mit 16A abgesichert werden darf, sagt sehr viel zum Thema aus.
Schnell mal überschlagen bringen 230V bei 16A eine Leistung von 3.680W, ungefähr so viel wie ein voll eingeschalteter E-Herd.
Öhm ja, noch ein Einspruch. Du vergleichst Äpfel mit Birnen.
Naja, ich übertreibe etwas.
E-Herde sind in der Regel Kraftstromgeräte und haben einen durchschnittlichen Anschlusswert von 7,5 bis 10 kW. Ein E-Herd mit 230V Spannung betrieben, ist in der Regel mit mindesten 3x6mm² angespeist und mit 25A oder höher(35A) abgesichert.
Ich hätte bis vor kurzem eine Ausnahme gehabt: 3 Platten, Backofen, Anschluß an 220V/16A. Jetzt hat das Ding einen neuen Besitzer.
Viel Vergnügen. Wann hat da deine Partnerin zu kochen begonnen? Um 8 Uhr?
Nicht immer. Ich habe auch schon Fälle gesehen, wo Steckernetzteile gebrannt haben.
Mit allen relevanten, nicht gefälschten Prüfzeichen, und ohne Brandbeschleuniger? Dann hast Du da wahrscheinlich RICHTIG viel Energie reingesteckt: Blitzschlag oder Hochspannungslabor.
Nun, ob die Prüfzeichen korrekt waren, liess sich nicht mehr feststellen, aber die Netzteile sind im Alltagsbetrieb draufgegangen, wobei eines tatsächlich gebrannt hat und bei zwei weiteren gravierende Schmelzspuren zu sehen waren. Ich nehme mal an, es war Fernostware.
TÜV-, GS- und CE-Kennzeichen auf dem Typenschild bestätigen die Sicherheit, für Thermosicherungen gibt es ein eigenes Zeichen.
Das CE-Kennzeichen ist imho eine Alibiangelegenheit der EU. Ich würde niemals ein Gerät einsetzen, das nicht zusätzlich ein länderspezifisches Prüpfzeichen (TÜV, GS, VDE, ÖVE..) besitzt, da das CE-Kennzeichen nur den kleinsten gemeinsamen Nenner aller europäischen Normen darstellt und überdies auch oft gefälscht ist.
Dem kann ich nur zustimmen. Zumal das CE-Zeichen meines Wissens nur aussagt, daß der Hersteller der Überzeugung ist, daß Gerät sei sicher. Für die anderen hier genannten Prüfzeichen gibt es verifizierbare Tests.
Nicht ganz, das CE-Zeichen bestätigt(soll bestätigen) die Konformität zu den EU-weit geltenden verbindlichen Richtlinien der Elektrotechnik (CELENEC, etc.)
Gruß
Kurt
Nein, ich beantworte keine Anfragen per e-mail.
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"Wenn wir einmal nicht grausam sind, dann glauben wir gleich, wir seien gut." (Kurt Tucholsky; dt. Schriftsteller u. Satiriker; 1890-1935)
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