Naja, Moment: Die Fehlstromschaltung greift bei (Fehlern an) Geräten mit dem gelbgrünen Schutzleiter. Diese kleinen Stecknetzteile jedoch sind ohne Schuko.
Nein, der FI-Schalter greift, sollte der Strom, der in den geschützten Stromkreis (hier: das Haus) auf einem Draht (Phase, vulgo Plus) reingeht, auf dem anderen Draht (Null, vulgo Minus) nicht wieder rauskommen. Strom kann schließlich auch auf anderen Wege entweichen als nur durch Null- und gelb-grünen Schutzleiter, beispielsweise durch das Badewannenwasser oder die Heizungsrohre.
Exakt und ausschließlich für diesen Fall ist der Fehl(er)stromschalter da - fehlt Strom, wird abgeschaltet.
Der gelb-grüne Schutzleiter dient hingegen dazu, einen echten Kurzschluss zu erzeugen, also die althergebrachte 10/16-Ampere-Sicherung ansprechen zu lassen, sollte ein stromführender Draht einmal das Metallgehäuse eines Gerätes berühren. Der Schutzleiter ist mit dem Gehäuse verbunden und führt hinter der Haussicherung gen Erde, in älteren Installationen kann er auch direkt in der Steckdose mit dem Nulleiter verbunden sein. Der Effekt ist also der gleiche als wenn man die beiden Löcher in der Steckdose mit einem Draht verbindet.
Wie hier aber bereits angesprochen wurde: Diese Haussicherungen retten kein Gerät davor, in Flammen aufzugehen; dazu ist die von ihnen ermöglichte Leistung viel zu hoch. Insofern sind sie für das hier angesprochene Problem relativ irrelevant.
Auf jeden Fall habe ich schon erlebt, dass sich ein solches Netzteil sang~ und klanglos verabschiedet hat, ohne Rauch~ und Brandentwicklung. Aber ob das immer so ist...?
Viele Trafos (ich meine das Bauteil im Netzteil) besitzen eine Temperatursicherung im Eingangskreis, können also nicht allzu sehr überhitzen. Die Grenztemperatur liegt in der Regel zwischen 80°C und 120°C.
Nichtsdestotrotz sollte man elektrische Gerätschaften immer in Griffweite haben, sorgsam behandeln und nur dann in/hinter Möbeln verbauen, wenn sie das Möbelzeichen (doppeltes M, wenn ich mich recht entsinne) tragen.