Alles was nicht belebt ist und sich selbst überlassen wird zerfällt. Erklären lässt sich das tatsächlich mit dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik (jedes sich selbst überlassene System strebt zeitlich einer maximalen Unordnung zu), dem auch wir uns nicht enziehen können. Auf die belebte Natur trifft das allerdings nur in Grenzen zu. Schau dir unser Ökosystem an, schau dir die vielen Funktionsweisen deines Körpers an, überleg dir, was für technische Maßnahmen wir treffen um uns vor einem Zuwachs von "Unordnung" in unserer Umgebung zu schützen.
Auch die belebte Natur gehorcht voll und ganz den 2. Hauptsatz.
Dieser besagt nämlich, dass die Unordnung (Entropie) in einem
_abgeschlossenen_ System stets das Maximum anstrebt. Ein Lebewesen ist
kein abgeschlossenes System sondern im thermischen und sonstigen
Kontakt mit seiner Außenwelt. Alles, was im Lebewesen an Ordnung
erzeugt wird, geht auf Kosten von umso stärkerer Entropievermehrung
in der Umgebung.
Würdest Du einen Menschen oder ein sonstiges Lebewesen in einen
thermisch isolierten Kasten sperren, könnte man den Kasten mit
Inhalt als abgeschlossenes System bezeichnen.
In diesem Kasten nimmt die Unordnung mit der Zeit garantiert
zu (auf unappetitliche Details möchte ich hier verzichten...)!
Insgesamt denke ich nicht, dass man mit dem Begriff der Entropie
das Leben oder Sterben verstehen kann.
MfG
Andreas