<meta>-Tags - haben sie noch einen Sinn?
Kai Lahmann
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hi
nachdem ich eben wieder einmal über ein Posting gestolpert bin, wo jemand den Sinn von <meta>-Angaben nicht verstanden hatte, stellt sich mir langsam die Frage nach dem Sinn dieser Angaben. In der Praxis werden sie ja nur dazu verwendet, um "cool" zu sein. Suchmaschinen geben auf diese Angaben ob einer verschwindend geringen brauchbarkeit schon lange nichts mehr - und Tipps, wie "bitte alle Keywords nochmal unsichtbar auf der Seite wiederholen" werden daran sicherlich nichts ändern. Haben <meta>-Tags heute überhaupt noch eine Existenzberechtigung? (Insbesondere die keywords und description), oder sind diese Angaben nur Relikte aus einer Zeit, als es im Internet noch nicht darum ging auf eine sinnlose Seite möglichst viele Besucher zu treiben, sondern um Informationen..?
Grüße aus Bleckede
Kai
hi
nachdem ich eben wieder einmal über ein Posting gestolpert bin, wo jemand den Sinn von <meta>-Angaben nicht verstanden hatte, stellt sich mir langsam die Frage nach dem Sinn dieser Angaben. In der Praxis werden sie ja nur dazu verwendet, um "cool" zu sein. Suchmaschinen geben auf diese Angaben ob einer verschwindend geringen brauchbarkeit schon lange nichts mehr - und Tipps, wie "bitte alle Keywords nochmal unsichtbar auf der Seite wiederholen" werden daran sicherlich nichts ändern. Haben <meta>-Tags heute überhaupt noch eine Existenzberechtigung? (Insbesondere die keywords und description), oder sind diese Angaben nur Relikte aus einer Zeit, als es im Internet noch nicht darum ging auf eine sinnlose Seite möglichst viele Besucher zu treiben, sondern um Informationen..?
Grüße aus Bleckede
Kai
der wirkliche nutzen von meta-angaben wie keywords & description wird von suchmaschinen heute primär im zusammenhang mit der restlichen dokumenten-struktur gesehen. das heißt sind in den meta-angaben keywords enthalten die sich aber kaum mehr im text wiederfinden so sind diese bedeutungslos. ergibt sich aber eine direkter zusammenhang zum restlichen dokumenteninhalt so kann man bei den 'leading five' search-engines schon zu guten platzierungen kommen.
unsinnige lösungen wie doorway oder gateway pages, search engine spoofing etc. sind meines erachtens zeitverschwendung ...
:: markus
Hallo,
ich würde der Bedeutung der <meta>-Tags zunächst ein langsam wachsendes Potential zutrauen, da die von dir erwähnten Entwicklungen schon einige Jahre auf dem Buckel haben.
Ist die Frage ob oder wann die m.E. sowieso fragwürdige Suchmaschine Google die Tags irgendwann in der Wertung wiederentdeckt, Metasuchmaschinen crwalen ja wohl hoffentlich noch. Nachdem auch der Seiteninhalt schon seine Inflation hinter sich hat und auch die Bewertung von Links und das Ranking die Suchergebnisse zumindest bei meinen Recherchen eher verflacht hat, wäre die Wiederentdeckung der Metatags ja mal was..
Grüsse
Cyx23
Tach auch,
Haben <meta>-Tags heute überhaupt noch eine Existenzberechtigung? (Insbesondere die keywords und description), oder sind diese Angaben nur Relikte aus einer Zeit, als es im Internet noch nicht darum ging auf eine sinnlose Seite möglichst viele Besucher zu treiben, sondern um Informationen..?
Zumindest die Description halte ich schon fuer wichtig, auch in Zeiten von Google. Selbst Google benutzt die naemlich, zumindest sowie die Seite ueber DMOZ auch ins Google Directory gelangt ist. Dann wird die ausgelesen und mit angezeigt. Eine gute Description kann dann meiner Meinung nach schon hilfreich sein.
Gruss,
Armin
Hallo, Armin,
Haben <meta>-Tags heute überhaupt noch eine Existenzberechtigung?
Zumindest die Description halte ich schon fuer wichtig, auch in Zeiten von Google. Selbst Google benutzt die naemlich, zumindest sowie die Seite ueber DMOZ auch ins Google Directory gelangt ist. Dann wird die ausgelesen und mit angezeigt.
Jein. Früher habe ich auch diese Erfahrung gemacht, dass Google/DMOZ die meta description übernimmt. Nachdem ich aber selbst mehrere Seiten im Open Directory habe, scheint es anders zu sein, die Beschreibungstexte werden von den jeweiligen Editoren eingesetzt bzw. können beim Eintragen vorgeschlagen werden (siehe bspw. http://dmoz.org/cgi-bin/add.cgi?where=Kids_and_Teens/Games).
Zumindest sind die Beschreibungen bei DMOZ zum einen anders als meine (vorhandene) meta description und zum anderen teilweise sogar anders als mein Vorschlag bei der Seitenanmeldung.
Eine gute Description kann dann meiner Meinung nach schon hilfreich sein.
Das sowieso, Metadaten (meta- und link-Element, Dublin Core etc.) sind imho auch unabhängig davon nötig, ob die großen Suchmaschinen diese momentan für ihr Ranking benutzen. Insofern teile ich emus Meinung.
Grüße,
Mathias
Tach auch,
Jein. Früher habe ich auch diese Erfahrung gemacht, dass Google/DMOZ die meta description übernimmt. Nachdem ich aber selbst mehrere Seiten im Open Directory habe, scheint es anders zu sein, die Beschreibungstexte werden von den jeweiligen Editoren eingesetzt bzw. können beim Eintragen vorgeschlagen werden. Zumindest sind die Beschreibungen bei DMOZ zum einen anders als meine (vorhandene) meta description und zum anderen teilweise sogar anders als mein Vorschlag bei der Seitenanmeldung.
Interessant, das war mir noch gar nicht aufgefallen. Aber nach einer schnellen Ueberpruefung meiner Seiten scheinst Du Recht zu haben. Das muss sich wohl geaendert haben. Leider kann ich auf den Google Seiten dazu nichts finden, ich meine ich haette irgendwo mal was zu dem Thema gelesen.
Das sowieso, Metadaten (meta- und link-Element, Dublin Core etc.) sind imho auch unabhängig davon nötig, ob die großen Suchmaschinen diese momentan für ihr Ranking benutzen. Insofern teile ich emus Meinung.
Na, dann sind wir ja alle ziemlich einer Meinung. Und wenn Mozilla die Link-Bar (oder wie das Ding noch hiess) wieder einbaut bin ich zumindest bei einigen meiner Seiten bereit.
Gruss,
Armin
hi
nachdem ich eben wieder einmal über ein Posting gestolpert bin, wo jemand den Sinn von <meta>-Angaben nicht verstanden hatte, stellt sich mir langsam die Frage nach dem Sinn dieser Angaben. In der Praxis werden sie ja nur dazu verwendet, um "cool" zu sein. Suchmaschinen geben auf diese Angaben ob einer verschwindend geringen brauchbarkeit schon lange nichts mehr - und Tipps, wie "bitte alle Keywords nochmal unsichtbar auf der Seite wiederholen" werden daran sicherlich nichts ändern. Haben <meta>-Tags heute überhaupt noch eine Existenzberechtigung? (Insbesondere die keywords und description), oder sind diese Angaben nur Relikte aus einer Zeit, als es im Internet noch nicht darum ging auf eine sinnlose Seite möglichst viele Besucher zu treiben, sondern um Informationen..?
ja... die guten alten (sehr alten...) <meta>s ;)
es gibt pro und contra, und ich muss sagen, dass beides bisweilen mal zutrifft. ich allerdings glaube dass den suchmaschinen in zeiten von tripod garnichts anderes übrig bleiben wird, als wieder ihr hauptaugenmerk auf <meta>s zu legen, denn in zeiten von 2.000.000 tripod-seiten (allein im deutschsprachigen raum...) ist es nicht verwunderlich dass bei speziellen suchanfragen sonst schnell nur noch murks rauskommt. da kann aber der robot nichts zu, denn der tut ja wie ihm geheißen und nimmt die seite auseinander (das spricht immerhin für die robot-<meta>, egal was nu in den <meta>s steht oder auch nicht steht.
ich persönlich gebe mir mühe mit metas, man weiß ja nie... ;-)
Fabian
Hi,
nachdem ich eben wieder einmal über ein Posting gestolpert bin, wo jemand den Sinn von <meta>-Angaben nicht verstanden hatte, stellt sich mir langsam die Frage nach dem Sinn dieser Angaben. In der Praxis werden
Gegenargument:
<link>
Seit wieviel Jahren ist es Teil des Standards? Bereits Mosaic unterstuetzte den Link-Tag mehr als der IE es heute gerade mal tut.
Trotzdem zeigen Opera, iCap, Mozilla, Konqueror und co aufeinmal, dass man mit diesen Tag doch mehr tun kann...
Von Stylesheets wollen wir garnichtmal reden.
Ein weiteres Argument pro <meta>: Der Bedarf an Site-Labels für Jugendschutz wächst.
Ciao,
Wolfgang
Hallo Kai,
nachdem ich eben wieder einmal über ein Posting gestolpert bin, wo jemand den Sinn von <meta>-Angaben nicht verstanden hatte, stellt sich mir langsam die Frage nach dem Sinn dieser Angaben.
[...]
Haben <meta>-Tags heute überhaupt noch eine Existenzberechtigung? (Insbesondere die keywords und description), oder sind diese Angaben nur Relikte aus einer Zeit, als es im Internet noch nicht darum ging auf eine sinnlose Seite möglichst viele Besucher zu treiben, sondern um Informationen..?
Ich denke, dass gerade jetzt Meta-Angaben (wieder) interessant werden. Ich hole zwar jetzt aus, wenn ich auf die vielen Bestrebungen und Initiativen die in diesem Zusammenhang existieren hinweise, angefangen bei DublinCore, RDF und RSS über TopicMaps bis hin zum Semantischen Web und zur Web-Ontologie, aber all diese Bestrebungen zielen im Grunde auf die Verwendung von Metadaten, vor allem für die Verarbeitung durch Maschinen, ob Robots oder Spiders, etc.
Gerade die Flut der Informationen macht es notwendig Meta-Angaben zu
verwenden und zu denen gehören auch "keaywords" und "description".
Leider ist es so, dass einige Leute der Meinung sind, sie könnten diese Meta-Angaben nützen um ihre Seiten in Rankingslisten nach oben zu bringen, ohne dass ein entsprechender oder geeigneter Inhalt sich hinter den Meta-Angaben verbirgt. Aber gerade deshalb sollte man sich bemühen, auch diese Meta-Angaben richtig zu nützen. Die Suchmaschinen werten wohl diese Angaben aus, wobei sie auch den Inhalt der Seiten bzw. Dateien mit in die Auswertung beziehen (Google indiziert z.B. Dateien mit der Endung: pdf, asp, jsp, html, shtml, xml, cfml, doc, xls, ppt, rtf, wks, lwp,wri).
Es ist wie immer ein "Spiel", wer ist schneller/geschickter, die
Erfinder von "cloaking" und anderen Techniken, oder die Suchmaschinenbetreiber, mit Indizierungs- und Auswertungstechniken?
Aber auf längere Sicht, tragen auf alle Fälle die "Webmaster" / Webseiten den Sieg davon, die Meta-Angaben nicht nur benützen, sondern richtig nützen.
Grüße
Thomas
Hallo, Thomas,
Gerade die Flut der Informationen macht es notwendig Meta-Angaben zu verwenden [...] Leider ist es so, dass einige Leute der Meinung sind, sie könnten diese Meta-Angaben nützen um ihre Seiten in Rankingslisten nach oben zu bringen, ohne dass ein entsprechender oder geeigneter Inhalt sich hinter den Meta-Angaben verbirgt.
Es ist wie immer ein "Spiel", wer ist schneller/geschickter, die
Erfinder von "cloaking" und anderen Techniken, oder die Suchmaschinenbetreiber, mit Indizierungs- und Auswertungstechniken?
Genau deshalb ist die von dir angesprochene Verarbeitung durch Maschinen nicht der Weisheit letzter Schluss. Bessere Seiten mit einer differenzierten Struktur und hochwertigen Metadaten verbessern die Situation nur einseitig, denn nicht umsonst werden andere Faktoren zu Rate gezogen, welche darüber entscheiden, ob eine Seite gefunden wird (bspw. Linkpopularität). Die Masse der Suchanfragen stellen allgemeinthematische Recherchen dar, bei denen es primär nicht darum geht, ob etwas gefunden wird, sondern darum, dass in den ersten Suchresultaten qualitativ hochwertige (d.h. informative) Seiten liegen. "Bessere Seiten", wie oben beschrieben, würden sich hingegen in erster Linie auf hochspezielle/konkrete Suchrecherchen positiv auswirken, deren Resultate meist Deep Links sind, für die Linkpopularität nur eine hintergründige Rolle spielt.
Die Ranking-Algorithmen können und werden immer getäuscht werden, deshalb setzt man bei Google auf die Synthese der Ergebnisse der AI und den Daten des von Menschen erstellten Verzeichnisses DMOZ/ODP. Während der Spider große Datenmengen durchsucht und mittels PageRank grob auswählt, kann alleinig die von Menschen gemachte Auswahl und Kategorisierung sichere Aussagen über die Qualität der Seite ermöglichen, indem es zusätzlich Metadaten über die Seite bereitstellt, welche für den Benutzer aufschlussreich sind.
Den Unterschied sieht man beispielsweise bei einem Vergleich der Google-Resultate mit den Suchresultaten von Diensten, welche zwar den Google-Index nutzen, jedoch unterschiedliche PageRank-Algorithmen zu verwenden scheinen und vor allem die Ergebnisse nicht mit dem DMOZ abgleichen (zum Beispiel google.yahoo.com).
Unter diesen Gesichtspunkten ist ein Zusammenspiel zwischen hochentwickelten maschinellen und redaktionellen "Ressourcen" das Patentrezept für eine erfolgreiche Findmaschine. In Anbetracht der Tatsache, dass wohl der Großteil des Webs aus für Suchmaschinen vergleichsweise irrelevanten Informationen besteht - ausgehend von den tatsächlich getätigten Suchanfragen -, erschöpft sich irgendwann der Nutzen, jede noch so unwichtige Seite in ein Verzeichnis aufzunehmen - für diese Seiten sind Metadaten und strukturelle Verbesserungen der Weg zum adäquaten Suchmaschinenrang, sofern denn Informationen vorhanden sind.
Mathias
Hallo Mathias,
Es ist wie immer ein "Spiel", wer ist schneller/geschickter, die Erfinder von "cloaking" und anderen Techniken, oder die Suchmaschinenbetreiber, mit Indizierungs- und Auswertungstechniken?
Genau deshalb ist die von dir angesprochene Verarbeitung durch Maschinen nicht der Weisheit letzter Schluss.
Obwohl ich das ja auch nicht gesagt habe, muss ich die Maschinen ein wenig "verteildigen".
Die von dir geschilderten Szenarien bei den Suchmaschinen sind sicherlich zutreffend, dort reichen alleine die Meta-Angaben nicht aus. Aber die du schon selbst sagst:
"Während der Spider große Datenmengen durchsucht und mittels PageRank grob auswählt, kann alleinig die von Menschen gemachte Auswahl und Kategorisierung sichere Aussagen über die Qualität der Seite ermöglichen, indem es zusätzlich Metadaten über die Seite bereitstellt, welche für den Benutzer aufschlussreich sind."
Auch wenn ich denke, dass wir hier unter von Menschen gemachten Metadaten unterschiedliche Vorgehensweise verstehen, liegt hier der Punkt den ich eigentlich meinte. Nämlich die über die "bloßen" Suchmaschinen hinausgehende Anwedung von Meta-Angaben.
Schon RDF geht über einfache Meta-Angaben wie "description" oder "keywords" hinaus und das ist nur sozusagen der Anfang, denn mit TopcMaps lassen sich ja schon ganze Inhaltsverzeichnisse oder Linkssammlungen bzw. Kataloge wie DMOZ erstellen.
Weiter fürt schon das semantische Web bzw. Webontologie, wo es viel mehr darum geht, dass die Beschreibung von Informationen eher von Maschinen als von Menschen gelesen wird, jedoch mit dem Hintergrund, dass das Endergebniss wieder etwas ergibt, das Menschen den Zugang zu Informationen erleichtert.
Es gibt hierzu einen sehr interessanten Artikel:
http://www.scientificamerican.com/print_version.cfm?articleID=00048144-10D2-1C70-84A9809EC588EF21
Ich möchte dir aber keines Wegs widersprechen, was die sinvolle Mischung von maschinellen und menschlichen Redaktion angeht, lediglich darauf wollte ich hinweisen, dass Meta-Angaben durchaus ihren Sinn haben, wobei diese umso nützlicher sind, je qualitativer diese gemacht werden.
Grüße
Thomas
Hallo!
nachdem ich eben wieder einmal über ein Posting gestolpert bin, wo jemand den Sinn von <meta>-Angaben nicht verstanden hatte, stellt sich mir langsam die Frage nach dem Sinn dieser Angaben.
Beschreibung des Inhalts, der Suchwörter, der Autoren, Vermerke und ein paar technische Angaben - erst in zweiter Linie als Futter für die Suchmaschinen.
In der Praxis werden sie ja nur dazu verwendet, um "cool" zu sein.
Das ist nicht wahr. Eigentlich enttäuscht es mich, diese Frage von dir zu hören - du bist doch so für die Einhaltung der Standards, für die strikte Trennung von Inhalt und Gestaltung und vor allem auch die logische Auszeichnung von Text. Gerade vor dem letzten Aspekt sind die Metaangaben zu betrachten - ähnlich wie die <link>-Angaben.
Dass die Metaangaben durch ihren Missbrauch von der wichtigsten, vermutlich auf kurz oder lang einzig wichtigen Suchmaschine, mittlerweile nicht mehr beachtet werden, heißt nicht, dass sie schlecht wären.
Ich habe mir die Mühe mit den Metaangaben auch deswegen gemacht, um die Richtlinien für WAI AA zu erfüllen.
sind diese Angaben nur Relikte aus einer Zeit, als es im Internet noch nicht darum ging auf eine sinnlose Seite möglichst viele Besucher zu treiben, sondern um Informationen..?
Vielleicht? Sie teilen jedenfalls das Schicksal vieler guter Ideen im Internet - missbraucht, falsch verstanden oder schlicht nicht eingesetzt.
emu
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