Hallo, TomIRL!
Wie willst Du einer Argumentation folgen wenn du noch nicht einmal die Ausgangsbedingungen akzeptierst.
gegenfrage: wie willst du zu sinnvollen aussagen über ein gesamtsystem kommen, wenn du nicht alle auswirkungen eines eingriffs bis zuende denkst?
und ich sehe auch dass Deine Lösung, 1. nicht realisierbar sind, weil wir nicht "Bau mir eine heile Welt spielen können", d.h. wir müßen mit dem leben was wir hier haben.
was haben wir hier, das uns daran hindern sollte, diese lösung zu realisieren?
übersehen, oder hast du keine fakten zu nennen?
- Die Modelle gescheitert sind und sich überlebt haben."
was heist "gescheitert"?
sind sie ökonomisch zusammengebrochen?
ja
wie hat sich das geäussert?
daten, fakten, zahlen?
haben sie kriege ausgelöst?
Auch wenn auch eher selten..
daten, fakten, zahlen?
krieg gegen:
von:
bis:
sieger:
sind die menschen verhungert?
ja klar..
und diese verhungernden menschen haben das geld für die grössten sakralbauten gespendet, die in der europäischen geschichte entstanden sind?
daten, fakten, zahlen?
hat es aufstände/bürgerkrieg/revolutionen gegeben?
Das ist ne Definitionsfrage.
du weichst aus. gab es gewalttätige auseinandersetzungen, abgesehen vom kampf gegen die piraten (vitalienbrüder, später likedeeler unter klaus störtebeker) ?
und zum schluss die vielleicht interessanteste frage:
würdest du bitte mal mit eigenen worten die theorie des freigeldsystems beschreiben?
Nein würde ich nicht, im Gegensatz zu Dir habe ich die Dokumente der Gegenseite gelesen, ich finde es zudem müssig über ein Modell zu reden welches in einer sehr kleine überschaubaren Zelle nämlich der Hanse leidlich funktioniert hatte, aber primär die Aufgabe hatte das Monopol der Hanse im Ostseeraum zu sichern.
"leidlich funktioniert hatte" ???
was denn nun?
hat funktioniert, oder hat nicht funktioniert?
dieses "leidlich funktionierende" system war in der lage, weit mehr städte entstehen zu lassen, als in der geschichte der menschheit je wieder gebaut wurden?

Ich will zunächst folgendes sicherstellen...
Gehst Du mit mir konform, dass es andere Produktionsfaktoren als Arbeit gibt?
ja
Gehst Du auch mit mir konform, wenn ich sage, dass der andere Produktionsfaktor nämlich die Produktionsmittel ebenfalls eine beträchtlichen Anteil an der Gewinnerzielung eines Unternehmens haben?
ja.
ändert das irgend etwas daran, dass gewinne nur entstehen können, wenn vorher lohn gezahlt wurde?
Gehst Du ebenfalls mit mir konform, das Arbeitsplätze nur dann entstehen, wenn das Wachstum höher ist als die Arbeitsproduktivität?
nein.
auch bei verteilung der arbeit auf mehr menschen entstehen arbeitsplätze. für wen dabei welche folgen entstehen, darüber sind wir garantiert zutiefst unterschiedlicher meinung.
zunehmend werden produktionskapazitäten durch einkauf neuer maschinen und automatisierung aufgestockt. folge: weitere entlassungen.
Hälst du ein Einkommen von 34 000 EUR für hoch. (So ganz allgemein meinte ich, ist das also viel Geld oder wenig Geld?)
unter welchen ausgangsbedingungen? (rente, inflation, gesundheitskosten, etc.) für welche arbeit?
freundl. Grüsse aus Berlin, Raik