Hallo Chraecker,
Und das Internet? Über das kann ich auch gut Daten austauschen, die kein Hypertext sind.
Natuerlich. Aber ich hab ja auch vom HTML-orientierten Web geredet und nicht vom ganzen Internet. Uebers Internet insgesamt kannst du auch telefonieren und Tele-Operationen durchfuehren.
ich kann die vernetzten Computer (und das web) auch gut nutzen, um Seiten anzubieten, die sich nicht wie "gute Hypertexte" verhalten, wie ein paar meiner "Projekte".
Auch das ist richtig. Sequentieller Text ist eine potentielle Teilmenge von Hypertext ("eine einzige Texteinheit"), und DHTML ist schon fast wieder so was wie Flash - naemlich RichMedia, und als solches aber auch eine potentielle Teilmenge von Hypertext, da integrierbar. Zum Glueck ist HTML ja so offen, dass man nicht gezwungen ist, aus jedem Projekt einen "typischen" Hypertext zu machen.
Mag sein, daß sich das Internet und das Web aus einem anderen Gedanken heraus sich entwickelt hat, aber es gibt keine allgemeingültige Defintionsgewalt, wofür heute das Internet und/oder Web da zu sein hat, und wofür nicht.
Das sieht Tim Berners Lee, der Gruender des Web, eigentlich genauso. Er hat immer wieder betont, dass das Web nicht fuer ein bestimmtes Dateiformat gedacht sei, oder nur bestimmte Formate darin zugelassen sein sollten. Das verkennen naemlich auch viele der W3C-Spec-Anbieter. Aber nichtsdestotrotz hat genau der gleiche Tim Berners Lee gesehen, dass eine Notwendigkeit bestand, um aus dem Web mehr zu machen als eine Summe von File-Servern. Deshalb "erfand" er jene schlichte Brot- und Buttersprache HTML, mit der alle Browser zurecht kommen sollten, und die das direkte Anzeigen und Vernetzen beliebiger Information erlauben sollte. Und genau das ist der Mehrwert des Web gegenueber etwa FTP.
viele Gruesse
Stefan Muenz