Hallo Lude,
'Gutmensch' steht natuerlich nicht im Duden; die Nazis kannten das Wort nicht. Gibt's erst seit vielleicht 20 Jahren und dient dazu linke Utopisten und Naivlinge blosszustellen.
ich höre das wort eigendlich immer im zusammenhang mit leuten, die dem redner eine zu soziale ader haben. sowas, wie freiwillige rot-kreuz-helfer und verfechter von "friedlichen" lösungen. (olof palme war auch so einer ...)
und was utopien angeht:
ohne die utopisten würdest du heute noch mit nem knüppel tiere jagen.
und wenn du glaubst, "konservativ" zu sein, bist du auch naiv.
die welt entwickelt sich jeden tag und was gestern noch inovativ und neu war, ist heute schon normal und morgen veraltet. und damit wird aus dem "konservativen" lude ein "reaktionärer", der sich gegen die entwicklung zu stemmen versucht.
weder die steinzeit, noch der feudalismus haben sich von "konservativen" aufhalten lassen und auch das gerede von der "sozialen marktwirtschaft" macht aus dem kapitalismus kein zahmes tier.
so, wie marx geschrieben hat, wird sich der kapitalismus weiterentwickeln hin zu machtkonzentration und monopol. niemand kann das aufhalten und schon deshalb wird die lebens-situation für alle die, die es nicht nach ganz oben geschafft haben irgendwann so unerträglich werden, das sie nach einem ausweg suchen werden. ob man den dann sozialismus/kommunismus oder irgendwie anders nennt, steht auf einem anderen blatt.
auch ein rudolph diesel hat seinen motor nicht an einem tag erfunden. der ist ihm mit sicherheit ein paar mal gehörig um die ohren geflogen und trotzdem kam der tag, an dem er die richtige konstruktion gefunden hatte und das ding lief.
vielleicht gibt es noch 20 "experimente" mit einem neuen gesellschaftsmodell, bis die "richtige mischung" gefunden ist. der kapitalismus wird jedenfalls nicht der weisheit letzter schluss bleiben.
warum wohl wird in der ausbildung für führende positionen in der wirtschaft heute noch marx gelesen und gelehrt?
freundl. grüsse aus berlin, Raik