Hi,
(Die Forumssoftware ärgert mich, die meint doch glatt, ich wäre zu langatmig! ;-)
Dort, wo das Programm angeboten wird, befindet sich von Anfang an ein klarer Hinweis darauf, daß es ggf. rechtliche Probleme geben kann.
Ich ging mit voller Absicht nicht auf rechtliche Fragen ein, das ist ja sogar unter Juristen umstritten, ob so ein Hinweis ausreicht. Da ich es also nicht mit Bestimmtheit sagen kann und es in Deutschland ja auch keinen vollständigen Haftungsausschluß gibt, mußte ich Deinen Hinweis ignorieren.
Genauso, wie ich Dein Programm nicht geprüft habe, oder gar den Code angefordert, denn darum ging es hier nicht, das hätte den Rahmen einerseits vollkommen gesprengt und andererseits das Thema zu sehr eingeschränkt.
Nun sei doch mal realistisch.
Ja, das bin ich, denn ich haber erkannt, das man ohne aktiv zu werden nichts erreicht und werde aktiv. Z.B. mit meinen Postings/Mails/Gesprächen/Papers/Beruflich/usw.
[...] Mal ganz abgesehen davon, daß dann auch die Entwicklungsumgebung fehlen dürfte. Was nutzt z. B. der ganze Code, wenn die Objekte/Klassen fehlen?
Da sprichst Du ein wichtiges Problem an, das mittlerweile chronisch ist. Zu Anfang war bei jedem OS ein Compiler mit allem Zubehör dabei (Über die Qualität derselben läßt sich natürlich trefflich streiten und das wurde auch und das war auch ein recht wichtiger Grund für die Entwicklung des LCC), das ist heute nicht mehr so. Gibt es bei Windows überhaupt noch den Assembler: debug.exe in der Defaultinstallation?
Das zieht ja schon Kreise bis hin zu Linux-Distributionen. Mir kam zu Ohren, das es bei einer großen Distribution in der Defaultinstallation keinen Compiler mehr gibt. Ob das stimmt kann ich aber nicht nachprüfen, ich hänge bei den Dingern immer mindestens ein Jahr hinterher ;-)
Deshalb aber auch meine Definition von "Quellen", das da alles zum Bauen beschrieben oder drin ist.
Was Du beschreibst ist aber auch bei OpenSource bekannt und schimpft sich dann "Dependency Hell". Ist dort aber zumindest auflösbar.
Es ging also und geht heute noch. Warum geht das bei anderen nicht? Absicht?
BTW: bei alten Röhrenradios und auch noch eine Zeitlang bei den Transistorgeräten und Fernsehern lag stets ein Schaltplan dabei. Beim altem Röhrenradio direkt auf der Rückwand. Warum? Der normale Anwender konnte damit nichts anfangen, den interessierte nur die Funktion. Warum also trotzdem?
Ja, aber da kannst Du noch so sehr predigen, es wird trotzdem gemacht, und zwar unabhängig davon, ob die Quellen verfügbar sind oder nicht.
Es wäre schön, wenn tatsächlich bei sowas automatisch der Hammer fallen würde, aber das tut es ja leider viel zu selten. Einen Virus/Wurm/Trojaner/Sonst zu verbreiten sollte zumindest eine Ordnungswidrigkeit darstellen. Sagen wir mal: 30 EUR?
Und wenn dann ein Programm Sicherheitslücken bietet oder vorsätzlich Schäden verursacht, wird das sicher auch bekannt und geahndet werden.
Seit wann und wo?
Woher willst Du das wissen, das dem so ist?
Aber wenn Du die Quellen hast, kannst Du das nachprüfen.
Es gibt da z. B. eine Planungssoftware, die weit mehr in das System eingreift, als SysKontrolle.
Warum? Wer hat da derart schlampig programmiert? Was hat eine reine Anwendungssoftware mit dem System zu schaffen?
Und genau hier ist der Punkt, wo ich sage, daß Du einfach verkomplizierst.
Also: ich halte meinen Standpunkt für _sehr_ einfach ;-)
Nehmen wir mal folgendes Szenario an (was natürlich erfunden ist ;-)):
Ich biete auf meinen Seiten irgendein Programm an, nehmen wir mal als Beispiel ein Spiel. Der Anwender lädt es herunter, findet es gut und spielt. Daß das Spiel im Hintergrund einen Mail-Server installiert und fleißig Daten an mich sendet, bekommt der Anwender natürlich nicht mit - es ist doch nur ein Spiel.
Ich bin dann jetzt für das Gegenszenario zuständig? Gut:
Wäre das Spiel OpenSource würden solche Schweinerein je nach Beliebtheitsgrad schnell rauskommen bzw hat man ja stets selber die Möglichkeit zur Kontrolle. Nutzt man sie nicht: selber Schuld.
[...] (VBA kann ziemlich viel ;-))
Und warum hat eine Applikationsmacrosprache überhaupt Zugang zum System?
Aber ich schweife ab, 'tschuldigung.
Dann hat der Anwender irgendwelche Probleme mit dem PC und sucht Sicherheitstools. Er findet im Internet auch solche Programme. Da das aber die Sicherheit betrifft, wird er sich sicher erstmal schlau machen, ob die Tools auch etwas taugen.
Kann er das denn überhaupt?
Closed-Source ist nicht wirklich kontrollierbar, hier kann er es nicht.
OpenSource ist kontrollierbar, hier kann er es.
In welchem der drei Fälle ist es wohl beser, wenn man sich mehr mit den Hintergründen beschäftigt?
Bei allen.
Im dritten Fall wird es der User eher von sich aus machen, als in den ersten beiden Fällen. Und wo gibt es bei Spiele-Downloads den Code dazu?
Bei so kleinen Spielchen oft genug, das es fast schon normal ist.
Es gibt zumindest fast alles schon als OpenSource Variante.
Warum auch immer, aber das ist ja nicht das Thema.
Oder ein anderes Beispel: Das Sammeln von Bildschirmschonern ist ja ein verbreitetes Hobby. Wo aber steht auf den Downloadseiten, daß es sich dabei um nichts anderes als exe-Dateien handelt? Und wo wird da der Code angeboten?
Bei meinen Bildschirmschonern z.B. Bei _allen_.
Insbesonderes bei Windows ist das Ausführen unbekannter ausführbarer Dateien nicht geboten, da es dort keine Möglichkeit gibt, eine Sandbox zu erstellen. (Zumindest nicht mit Bordmitteln)
Wer's trotzdem tut ist sich des Risikos bewußt (Das man sowas nicht tut ist mittlerweile als Allgemeingut anzunehmen. Unwissenheit kann hier nicht mehr als Entschuldigung gelten) und bei Unglücken selber schuld.
Und noch eine Sache: Daß Persönliche Firewalls, ob nun Zone Alarm oder Kerio oder ... oder wie sie alle heißen, im Normalfall den PC unsicherer machen, ist ja bekannt.
Im Idealfall neutral, aber der Idealfall ist nur theoretisch zu erreichen. Ist ja auch egal: _schützen_ können sie in keinem Fall.
BTW: die gleiche Argumentationskette, die dazu führt, das PFW nichts nutzen, eher schaden auf Dein eigenes Programm angewandt führen zum gleichem Ergebnis. Nur so mal nebenbei ;-)
»»[...] http://www.excel-vba.de/dateien/pfwweg.exe. Traust Du Dich, diese Datei aufzurufen? ;-)
Klar, denn ich habe ja auch die Möglichkeit, mir eine Sandbox einzurichten. Ich kenne aber auch die Risiken und weiß zudem noch, wie ich denen zu begegnen habe.
Es sind meist die kleinen Progrämmchen, die einem das Leben erleichtern. Nur als Beipiele für wirklich nützliche kleine Helferlein:
- etwas, das den Text aus Worddateien zieht.
- etwas, das Excel-Dateien in HTML-Tabellen wandelt
- etwas, das PDF-Dateien zusammenfügen kann.
- eine deutsche Übersetzung
- ein Stück fehlender Dokumentation.
- etwas das tausende von GIF-Dateien in PNG umwandelt.
Ja, aber jedes dieser Tools kann im Hintergrund mehr anrichten, als ein offen deklariertes Sicherheitstool.
Zu jedem gibt es die Quellen, man kann alles nachprüfen.
Ein paar kleine Stichpunkte:
- Trojaner
- Backdoors
- Hijacker
- ...
Auch in der Übersetzung/Dokumentation?
Ja, ich weiß natürlich, was Du meinst, ich konnt' nur nicht widerstehen ;-)
Wenn Du möchtest, schreibe ich Dir gern ein kleines Add-In für Excel. Schreibe ruhig dazu, was Du möchtest/brauchst.
Nun, zuerst einmal: Excel.
Auch ein Unkraut braucht für gewöhnlich erstmal einen Grund, um zu blühen ;-)
Ich garantiere Dir aber, daß das Add-In mehr Schaden anrichtet, als ein vermeintliches Sicherheitstool.
Klar, wenn die Macrosprache tief in's System eindringen darf, kann die auch viel Mist bauen. Ist damit aber nach meiner Definition ebenfalls ein Sicherheitsprogramm. Tut nur nicht so.
Womit verdienen Softwareschmieden ihr Geld? Mit Software, klar. Das heißt aber auch, mit Ideen, die _vermeintlich_ einzigartig sind. Was wäre, wenn man dann den Code freigibt? Nur mal so zum Nachdenken.
Tja, wenn ihr Geschäftsmodell darauf beschränkt ist, gehen sie Pleite.
Aber das ist auch dem Dümmstem klar, deshalb meine Frage: worauf möchtest Du hinaus? Mit Closed-Source-Software läßt sich in absehbarer Zeit kaum noch Geld machen, das haben schon viele erkannt und ändern ihr Geschäftsmodell entsprechend. Wer das verpennt, geht eben pleite. Schade um die Angestellten, die dann auf der Straße sitzen, weil das Management den unseligen Schlaf der Ungerechten schlief.
Aber Gottseidank ensteht ja bei sowas nie ein vollständiges Vakuum, der Bedarf wird nur umverteilt. Noch mehr Glück dabei: die ehemaligen Angestellten bekommen zum Teil neue Jobs, da das neue Geschäftsmodell fast die gleichen Fähigkeiten braucht. Wenn die Stellen nicht gleich ganz nach Indien wandern. Aber das wären sie ja eh.
Deshalb bewegen wir uns in ganz verschiedenen Regionen und werden hier wahrscheinlich keine Einigung erzielen.
Das wäre zwar erfreulich, ist aber keineswegs Ziel.
Nein, ist es (Achtung: Füllwort) eigentlich nicht. Aber es gibt halt einen großen Unterschied zwischen Theorie und Praxis.
Dann laß uns was dagegen tun. Ich bin da schon fleißig ("Fleißig? Ha!"
"Ruhe in den hinteren Reihen!")
dabei, was ist mit Dir?
An einem trübem Samstag nach all zu langer Arbeitswoche geschrieben. Bitte mir alle Ungereimtheiten, grammatikalischen Fehler und orthographischen Unzulänglichkeiten nachzusehen. Zumindest soweit möglich.
OK, dann bitte ich auch darum. Nach einer Woche, in der es mir (gesundheitlich) sehr dreckig ging ;-)
Aber jetzt grinst er wieder, dann ist's ja gut ;-)
Und nebenbei: Hätte ich gewußt, daß mein Posting solch ein Aufsehen Deinerseits erregt ... ;-)
Aufsehen? Nein, das nun nicht.
Es war nur gerade günstig und ich habe die Gelegenheit beim Schopfe ergriffen. Außerdem kann ich immer noch nicht nachvollziehen, warum ausgerechnet der Umstand, das irgendjemand aus Deinem Code etwas Übles basteln könnte, dazu führt, das Du den Code nicht freigibst.
Ich hatte ja allerhand goldene Brücken gebaut, selbst der Umstand, das jemand "aus Prinzip" den Code nicht rausgibt kann ich als guten Grund akzeptieren. Nein, wirklich: ein "Näää, ich mag nicht!" würde bei mir nur ein Schulterzucken:"Na, dann eben nicht." hervorgerufen haben, noch nicht einmal ein Posting.
Wie gesagt, viele Gründe kann es geben, nur den einen, den Deinen, den verstehe ich nicht.
PS Kommende Woche bin ich kaum am PC - nur so für alle Fälle :-)
Möchtest Du tauschen? Ich würde sogar noch eine Kasten Bier zusätzlich beilegen ;-)
so short
Christoph Zurnieden