Sup!
Hi Bio(diesel),
Grrr...!
Das revolutionäre an HTML ist die Hypertext-Eigenschaft, d.h. die Verknüpfung von verschiedenen Inhalts-Typen wie Text, Grafik etc., sowie die Möglichkeit, Dokumente zu verlinken, mit allen daraus resultierenden Vorteilen, wie z.B. der Möglichkeit, bei schwierigen Wörtern die Erklärung zu verlinken, alle möglichen Beispiele einzubinden, auf die literarischen Quellen der eigenen Arbeit zu verweisen, etc. etc.. Wichtig ist auch die bereits erwähnte Nichtlinearität.
So revolutionär ist es das Verlinken IMHO nicht, gab es etwa derartiges bei Büchern nicht?
Tja, außer so Detektivgeschichten, wo man je nach Laune an zwei(!) verschiedenen Stellen weitermachen darf, und Psychotests, wo man rumspringen muß zwischen Antworten und Fragen, fällt mir da nichts ein.
Und ob es solche Sachen vor 1969 gab, weiß ich auch nicht.
Und, wie gesagt, Links kann man auf Papier ganz schlecht machen, zwar sind Verweise möglich, aber das elektronischen Medium ermöglicht eben den sofortigen Zugriff auf eine unvorstellbar große Menge an Daten in allerkürzester Zeit - wenn Du die "Verweise" in einem Buch hättest, würdest Du mehr Zeit beim Ranschleppen der Bücher und beim Blättern verbringen, als mit Lesen. Von daher machen Links im Sinne des Hypertextes in Büchern gar keinen Sinn. Beim Hypertext ist ja auch das Link-Ziel hinter seiner optischen Repräsentation (Bild, Wort, Programm, Script) verborgen und hindert nicht beim Lesen, wenn man sich für den Link gar nicht interessiert - in einem Buch nehmen Fußnoten und Literaturhinweise eine Menge Platz weg. Beim Hypertext ist die Seite, die man liest, nur eune "Ebene" - die Links und die gestalterischen Elemente sind unabhängig vom Inhalt und liegen quasi auf einer anderen, einer "Meta"-Ebene.
Gruesse,
Bio