hi
In der modernen Wissenschaft muss eine Theorie verifiziert werden, um anerkannt zu werden, nicht umgekehrt.
Das mit dem Verifizieren (wörtlich: "wahr machen") ist allerdings nicht so einfach. Für Hypothese, dass in Deutschland der Klapperstorch die Kinder bringt, spricht z.B. die recht gut gesicherte Korrelation zwischen dem Rückgang der Geburtenzahl und dem Rückgang der Störche. Trotzdem ...
Nach diesem Muster werden leider viele "wissenschaftliche" Arbeiten veröffentlicht, insbesondere, wenn es um Krebsrisiko oder Heilwirkungen so etwas geht; noch abenteuerlicher ist es in den Wirtschaftswissenschaften. - Eine andere abzulehnende Art des "Verfizierens" ist, einem Guru für das Fachgebiet einfach zu glauben.
ja, wie recht du hast...
Nur "Open Source", d.h. das zur Verfügungstellen und Nachprüfbarkeit von Meßergebnissen für jedermann, sowie die Möglichkeit und Freiheit, dies mit alten und neuen Hypothesen zu vergleichen, kann bessere Modelle liefern, die dann ggf. allgemein anerkannt werden und zur technischen Weitertentwicklung genutzt werden können.
deswegen: Linux! (oder: warum der apache 60% der webserver ausmacht...)
Wenn die Technik dann nicht klappt, muß es jederzeit erlaubt sein, auch an den Modellen zu zweifeln, und nicht nur an der korrekten ingenieurmäßigen Anwendung.
absolut, keine theorie ist für ewigkeiten aufgestellt, sondern nur, bis eine bessere kommt. (Das gilt IMO auch z.B. für die Relativitätstheorie, die von manchen ja als nonplusultra angesehen wird...)
Die "Wahrheit" ist etwas anderes. Wir können sie erahnen, wenn wir ein Gefühl für die Gesamtheit der brauchbaren Modelle und ihre Grenzen haben (z.B. für die Form der Erde).
"Die Wahrheit ist die reinste Form der _eigenen_ Wahrnehmung. Was für mich wahr ist kann jemand anderes als absolut unzutreffend analysieren. Global gesehen gibt es also keine Wahrheit, sondern lediglich fragmetierte Verifikationen. [...]"
Stephen Hawking
Fabian