Hallo,
ich behaupte mal, zwischen schweizern und deutschen gibt es keine
so grundlegenden genetischen oder psychischen unterschiede, dass
die deutschen den umgang mit direkter demokratie nicht auch
erlernen könnten.
das kann gut sein. Aber wenn "wir Deutschen" etwas mehr "Mitbestimmung" lernen wollen (also auch das sich intesive beschäftigen mit schwierigen Themen) dann doch nicht einfach mal so mit einer EU-Verfassung, wo die meisten (meiner Wenigkeit inklusive) die diesbezügliche gesammte politische Entwicklung bis zum heutigen Tage nur eher am rande mitbekommen hat. (und zwar aus Deisinteresse, und nicht, weil wir uns nicht damit beschäftigen durften....)
Nicht das "abstimmen" müssen wir lernen, sondern gleichzeitig das beschäftigen (und landesweit diskutieren und "in den Medien halten") über Fragen und Themen, die ich mir zur Zeit kaum wirklich zwischen den jetzigen Fernsehangeboten und Stammtischgesprächen vorstellen kann. Aber wer weiß? nur: jetzt mal eben, weil es so schön populistisch past, rasch über die EU-Verfassung landesweit abstimmen zu lassen würde ich für keinen guten Einstieg in einen lernprozeß für mehr "basisdemokratie" halten.
wenn er anstatt eines "aufhängers" hier gleich seine gesammelten
vorstellungen zu den nötigen veränderungen geschrieben hätte, gäbe
es vermutlich noch viel mehr antworten a la "dummes geschwätz".
zwischen "Aufhängerpostingmässiger Verdichtung" und "Stammtischmässigem rumgepolterer" sehe ich eine Bandbreite, und das Ausgangsposting tendiert für mich nicht zum erstem Pol.
Chräcker