Hi volker,
Du hast Recht, die Mehrheit der Menschen interessiert sich nicht für die Feinheiten und Grobheiten der EU-Entwicklung, obwohl sie wissen, dass es sie massiv betrifft. Ich gehöre auch zu denen, die diese Entwicklung eher aus der Ferne beobachten, weil es ein undurchsichtiges Gestrüpp von Gesetzen und Regelungen ist, das kaum noch durchschaubar ist.
mal ehrlich: was glaubst du welcher prozentsatz der bevölkerung weiss welche bedeutung die eu-verfassung hat, geschweige denn hat einen entwurf derselben gelesen hat (ich übrigens auch nicht um es vorweg zu nehmen)?
Da hast Du also Recht, was aber bedauerlich ist. Ich denke, die große Ideen der EU sind begrüßenswert und erfolgreich:
- Abbau von Grenzen in Europa
- friedliche Zusammenarbeit der Nationen
- Entwicklung eines großen Wirtschaftsraumes mit großer Freizügigkeit für seine Bewohner
Aber es gibt auch Probleme und Fragen:
- Wie kann ein derartig großes politisches Gebilde demokratisch organisiert werden?
- Wie können Organisationen der Mitbestimmung und demokratische Institutionen mit der Internationalisierung Schritt halten, ohne dass alles nur noch aus der Sicht weniger großer Unternehmen gestaltet wird?
- Wie kann verhindert werden, dass sich die Angleichung der sozialen und öknomischen Standards immer nur nach unten vollzieht, also eine massive Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation der Menschen in Deutschland.
Ein gutes und richtiges Signal wäre aus meiner SIcht eine breite öffentliche Disksuiion der EU-Verfassung mit dem Ziel einer VOlksabstimmung. Dann könnte auch vielleicht die Frage, wie unsere Interessen im Rahmen der EU gewährleistet werden könnten, zum Thema werden, nicht nur die Interessen von VW, RWE, Siemens & Co.
Viele Grüße
Mathias Bigge