Hi Sven,
Es ist nämlich unheimlich nervenaufreibend, wenn
man dem Frager erst in fünf oder sechs Frage-
Antwort-Spielchen aus der Nase pulen muß, was er
denn eigentlich will, und was er selbst kann, was
er schon versucht hat, um das Problem selbst zu
lösen, und wo man sich die Sache mal ansehen kann.
_das_ würde ich nicht unterschreiben.
Denn wenn Du recht hättest, würdest Du damit im Klartext verlangen, daß nur noch fachlich kompetente Fragesteller eine berechtigte Hoffnung auf eine Antwort haben. Und das fände ich nun wirklich gefährlich!
Deshalb formuliere ich es mal anders:
Wer nicht in der Lage ist, sein Problem in einem Rutsch vollständig zu beschreiben (und das sind die meisten Fragesteller nicht! Wie sollten sie auch - sie haben ja in den meisten Fällen nicht Informatik studiert oder eine vergleichbare Ausbildung genossen; das ist nicht überheblich gemeint, sondern meine tägliche Erfahrung aus knapp 20 Berufsjahren), muß sich dessen _bewußt_ sein, daß er damit sowohl mehr Aufwand bei der Beantwortung verursacht als auch mehr Zeit bis zur Lösung brauchen wird.
Das ist auch gar nichts Schlimmes - der Thread wird dann halt etwas länger, und der Fragesteller muß etwas mehr Geduld mitbringen.
Zur Belohnung für diese Geduld lernt er dabei auch mehr - nämlich, wie man vollständige Problemanalysen macht - und seine nächste Frage wird er meistens schon sorgfältiger formulieren (und dabei ggf. schon vor dem Absenden des Postings auf zusätzliche Ideen kommen, was er noch probieren könnte ...).
Solange dem Fragesteller _das_ klar ist, darf seine Frage gerne beliebig unvollständig formuliert sein.
Erst wenn er dann "rumnölt", weil wir nicht seine Gedanken lesen können, hat er etwas verkehrt gemacht. Und _das_ hat Klaus nun ziemlich vehement hingekriegt ...
Viele Grüße
Michael