Michael Schröpl: philosophisches Geplänkel (1)

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Hi uepselon,

Es gibt auch Leute die stecken Dinge die sie nicht verstehen in eine spirituelle Schublade, obwohl es evtl. eine logische rationale erklärung gibt.

äh - ja, es gibt auch irgendwelche Leute, die irgendwas (gemäß Deinem subjektiven Wertesystem) verkehrt machen (und damit womöglich sogar glücklich sind, wie ungeheuerlich). So what?

Ich rede ja auch vom Wesentlichen, was ich aber vielmehr Zeigen wollte, ist dieser ständige Wechsel der Interessen. Heute ist die Ölpest in Spanien aktuell, gestern wars BSE, etc... man verliert auch wichtige und wesentliche Sachen aus den Augen!!
Das Problem an Deiner Aussage ist, daß mal wieder Du alleine versuchst, zu definieren, was wichtig und wesentlich ist.
Mag sein, aber du wirst mir wohl zustimmen, das Umweltkatastrophen und Krankheiten wesentliche Dinge sind, über die man gar nicht oft genug nachdenken kann.

Man kann über alles "genug" und sogar "zuviel" nachdenken, wenn man anderes dabei vernachlässigt - beispielsweise, zu atmen. Deine Aussage beinhaltete eine durch das Komma verbundene AND-Kombination zweier Teil-Aussagen, von denen ich einer widerspreche - und damit der gesamten Behauptung.
Also: Nein, ich stimme Dir nicht zu - und schon gar nicht, wenn Du schon wieder implizit Dein persönliches Wertesystem als "das einzig Wahre" in den Raum stellst.
(Das war Schlamperei von Deiner Seite - Du hättest diese beiden Aussagen besser nicht miteinander verknüpfen sollen, wenn sie eine derartig unterschiedliche Akzeptanz bei mir hervorrufen.)

Und gerade die Fähigkeit, seine Verarbeitungskapazität schnell und übergangslos anderen Einsatzbereichen zuzuordnen, ist eine der wesentlichen Stärken des Menschen: Sie erlaubt ihm, in überraschenden Situationen seine Intelligenz überhaupt erst einzusetzen (während die meisten anderen Tiere in solchen Situationen lediglich instinktiv reagieren können, also ein begrenztes und kaum erweiterbares Spektrum an Handlungsmöglichkeiten besitzen).
Wer sagt das ein Tier nicht viel intelliegnter ist als wir selbst (ich hoffe ich pauschalisiere jetzt nicht wieder).

Die jeweilige Definition von Intelligenz sagt das - also das verwendete Axiomensystem. Außerdem ist Dir offenbar entgangen, daß ich den Mensch explizit zu den Tieren gezählt habe (Du grenzt ihn von diesen aus).

Eine Katze z.B. finde ich eines der intelligentesten Tiere. Sie bekommt ohne großen Aufwand das was sie braucht und sucht für sich das Richtige. Sei es Futter, Schlafplatz etc.

Und was hat das mit Intelligenz zu tun (im Gegensatzu zu Lebenstüchtigkeit)?

"Der deutsche Schüler" existiert nicht. Hör doch endlich auf mit diesen Verallgemeinerungen, wenn Du ernst genommen werden willst.
Bitte, dann schreibe ich halt "eine relativ große Zahl von Schülern in Industrieländern mit Hang zum Konsumwahn".

Schon besser - nicht aber gut genug, weil diese "relativ große" Zahl eben immer noch eine Zahl ist, die Du bitte schön erst mal belegen solltest. Solange Du das nicht tust, bleibt Deine Behauptung eben eine Behauptung, nicht mehr.

Kinder in ärmeren Nationen, schätzen die Möglichkeit in die Schule zu gehen eher als Kinder hier. So schelcht das Fernsehen auch sein mag, aber in einigen Dokus sieht man begeisterte Kinder aus Afrika etc. die mit hingabe lernen und sich weiterbilden.
In unseren Schulen, freuen sich die KInder wenn Sie nicht in die Schule müssen. Ich war früher auch nciht anders, aber inzwischen sollte man die Selbstverständlichkeit der Schulbildung in Deustchland etwas mehr zu Herzen nehmen.

Das Intresse für Neues und Lernintresse ist in Afrika höher.
In welcher Einheit mißt Du "Interesse"?
Es gibt Dinge die nimmt man einfach wahr, es gibt da keinen Festen Wert den man auf anhieb nennen kann, ich bin nicht allmächtig.

Wenn Du eine Behauptung über die relative Größe zweier numerischer Werte aufstellst, dann solltest Du das Meßverfahren dieser Zahlen belegen können. Ansonsten ist der Wert Deiner Behauptung ziemlich gering.

Und nein, "man" nimmt nicht einfach irgendwelche Dinge wahr - auch Wahrnehmung ist wiederum subjektiv. Du kannst entweder etwas subjektiv wahrnehmen und damit zufrieden sein - dann kann ich mit Dir darüber nicht diskutieren, weil meine subjektive Wahrnehmung von der Deinen abweicht. Oder Du kannst etwas objektiv belegen (unter gemeinsamer Anerkennung eines Axiomensystems), dann können wir uns argumentativ auf denselben Sachverhalt beziehen, weil wir dann _wissen_, daß es derselbe Sachverhalt ist. Du versuchst ständig, beides zu mischen - das funktioniert so aber nicht.

Würden wir über HTML diskutieren, dann müßten wir ja auch vorher festlegen, was wir meinen - ob den W3C-Standard oder irgendwas Proprietäres, welche Version in welcher Ausbaustufe (Transitional/Strict etc.) und so weiter. Daß Du selbst glaubst, zu wissen, was Du gemeint hast, mag für Deinen Seelenfrieden ausreichen - fur eine Diskussion reicht es im Allgemeinen nicht.

Und Deine Erlebnisse sind natürlich statistisch relevant und alle anderen sind unwichtig? Genau das meine ich mit "egozentrisch".
Sind sie nicht, aber meine Eindrücke sprechen für sich.

Was soll das für eine Aussage sein? Ich kann dieser Floskel keine Information entnehmen.

Willst du etwa behaupten das die Mehrheit der "deutschen" Schüler gern zur Schule geht und sich freut etwas zu lernen.

Ich will behaupten, daß Du zu keiner wie auch immer gearteten Aussage in der Absolutheit, in der Du es tust, berechtigt bist. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Was hat Intelligenz mit Klugheit zu tun?
Tut mir leid ich bin in solchen Begriffsdefinitionen noch nciht so geschickt wie manch anderer.

Aber das, was Du gerade tust, funktioniert eben nur mit sauber definierten Begriffen.

Wir können nicht miteinander kommunizieren, wenn wir nicht dieselbe Vorstellung von der Bedeutung der verwendeten Worte haben. Wenn Du "philosophieren" willst - und das behauptest Du ja - dann mußt Du _jedes_ Wort auf die Goldwaage legen. Finde ich jedenfalls.

Man könnte eine Statistik aufstellen, in der die Top Models mit den besten Wissenschaftlern verglichen werden.
Ich verstehe nicht, was Du hier sagen willst.
Es gibt tendenziell weniger Schöne+Schlaue Menschen als Schön+Dumm oder NichtSoSchön+Schlau. Sonst wären durch induktion alle Wissenschaftler automatisch Top-Models.

Ja, und? Welche Relevanz hat diese triviale Aussage für die laufende Diskussion?
Abgesehen davon, daß ich das fehlende Meßverfahren für den Begriff "schön" von Dir einklage - und zwar ein objektives Meßverfahren, bitte schön ...

Ich sehe ein erhebliches Problem im Umgang mit dem Begriff "Wahrheit" auf Deiner Seite - Du betrachtest vieles als objektive Wahrheit, was ich Dir bestenfalls als subjektive Meinung durchgehen lasse.
Hab mich stellenweise auch etwas ungeschickt ausgedrückt.

Deshalb versuche ich ja, diese "Stellen" aufzuzeigen und zu hinterfragen.

Ich halte Deinen Versuch, diese Diskussion zu betreiben, nicht für grundsätzlich verkehrt (auch wenn ich einige Deiner Aussagen für sehr dünn halte), sonst würde ich Dir ja gar nicht antworten. Teilweise verkaufst Du Behauptungen als Wahrheiten; teilweise stellst Du Trivialitäten in den Raum, deren kausalen Zusammenhang zu anderen Diskussionspunkten ich nicht erkennen kann; teilweise ziehst Du Schlüsse, die gemäß der allgemein anerkannten Anwendung von Logik so nicht zulässig sind.
Du gehst mit der Sprache, Deinem Werkzeug in einer solchen Diskussion, etwas lasch um - was ansonsten nicht schlimm wäre, aber genau in einer solchen Diskussion Deine Position massiv unterminiert. Vor allem die Schlüssigkeit Deiner Argumentationstechnik erscheint mir verbesserungswürdig ... laß mal die Finger von einer solchen Breitseite, die Du im Ausgangsposting über Gott und die Welt abgefeuert hast, und konzentriere Dich lieber darauf, aus einer einzigen Detail-Aussage das herauszuholen, was sie bei genauer Betrachtung hergeben könnte. Dann bin ich bei Dir.

Viele Grüße
      Michael

--
T'Pol: I apologize if I acted inappropriately.
V'Lar: Not at all. In fact, your bluntness made me reconsider some of my positions. Much as it has now.
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philosophisches Geplänkel

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    philosophisches Geplänkel (1)

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    Re: philosophisches Geplänkel (Teil I)

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      Re: philosophisches Geplänkel (Teil 2)

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    Epilog zum Geplänkel

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