Hi Mathias,
erst einmal danke ich dir für die Bereitschaft, in eine ausführliche Diskussion mit mir einzutreten, obwohl dir meine "Patentrezepte" so sehr auf die Nerven gehen. Schade, ich dachte, ich hätte mich besser verständlich machen können, da muss ich wohl noch etwas an meiner Kommunikationsfähigkeit arbeiten. Vielleicht ist es auch besser für mich, einfach mal Dieter Nuhrs Rat zu folgen. Sorry, aber so kamen deine letzten beiden Postings bei mir an, was ich umso trauriger finde, weil ich dich - ohne dich real zu kennen - aufgrund deiner fundierten und überlegten Aussagen sehr schätze und schon einiges von dir gelernt habe. Nein, dies war keine Schleimerei, sondern ernst gemeint.
Trotzdem will ich noch ganz kurz auf einige wenige Punkte eingehen; wenn du keine Lust mehr hast, mir zu antworten, ist's für mich auch in Ordnung. Schon klar, klingt jetzt trotzig, ist aber eher Betroffenheit.
Ein guter Lehrer ist für mich jemand, der auch eingestehen kann, dass er nicht alles weiß, der auch von Schülern etwas lernen kann (was auch für die Schüler eine ganz neue und positive Erfahrung sein kann), ohne dabei sein Gesicht zu verlieren.
Wahr, aber eine Binsenweisheit, oder?
Ist es das? Ich habe Professoren und Übungsleiter kennegelernt, ja sogar einen Lehrer während meiner Schulzeit, die zugeben konnten, dass sie etwas mal _nicht_ wussten. Hat es ihnen geschadet? Anscheinend nicht, denn diese Ehrlichkeit wurde ihnen - nicht nur von mir - hoch angerechnet.
Was die Lehrer beim Roboterwettbewerb angeht, so haben übrigens diejenigen Gruppen, bei denen der Lehrer nur als unterstützender Coach tätig wurde, am besten abgeschnitten.
Bei uns an der Schule heißt die entsprechende Sammlng "Methodenkoffer".
Physisch oder virtuell?
Natürlich erfordert das eine Menge Vorbereitung,
Wozu viele nach einigen Jahren Lehrtätigkeit - aus welchen Gründen auch immer - nicht mehr bereit sind.
Ach wo, es gibt einfach einen konkreten Druck, der die pädagogische Phantasie niederwalzt. Solche Vorurteile bringen genau gar nichts, wenn man unterstellt, dass die Leute einfach keinen Bock haben usw. ist eine weitere Debatte halt sinnlos.
Ich habe hier kein Vorurteil, und ich unterstelle den Lehrkräften nicht das, was du mir unterstellst, dass ich es ihnen unterstelle. Ich sagte extra "aus welchen Gründen auch immer", denn das können durchaus externe Gründe sein. Genauso wie bei uns an der Uni jeder neue Prof, der mit viel Elan an die Arbeit geht, innerhalb weniger Jahre von den Kollegen eingenordet ist und/oder von Verwaltungsvorschriften etc. frustriert vielfach zum "Dienst nach Vorschrift" übergeht.
Birkenbihl
Leider völlig aus dem Zusammenhang gerissen. Ich hatte vermutet, dass du meine Grammatik-Argumentation der guten Frau zuschreiben würdest und habe deswegen vorsorglich dazu geschrieben, dass ich sie nicht übernommen, sondern selbst "entwickelt" habe. Interessant, dass du darauf gar nicht eingegangen bist. Ich jedenfalls werde auch weiterhin intuitiv und nicht nicht nach auswendig gelernten Regeln meine Sätze bauen.
Bis denn,
O'Brien
Frank und Buster: "Heya, wir sind hier um zu helfen!"