Sven Rautenberg: Die Inflation der .de-Domains

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Aloha, Michael!

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Ich habe irgendwie in Erinnerung, daß das Problem "eigentlich" gar nicht
die absolut verfügbare Bandbreite ist, sondern eine "intelligente" (ggf.
prioritätsbezogene) Zuordnung der Bandbreite.
Haben denn beispielsweise HTTP und FTP dieselbe Priorität auf TCP/IP-
Ebene? Ich vermute, ja - und das ist IMHO schlecht (aber vermutlich
erlaubt TCP/IP nicht mehr?).

Du willst "Quality of Service" (QoS). Das gibts schon, ist aber in den Routern meist noch nicht implementiert bzw. aktiviert. Und es ist auch nicht unbedingt das, was du wirklich willst.

Das Problem mangelnder Bandbreite entsteht ja immer dann, wenn ein Router mehr Datenpakete erhält, als er durch die zu benutzende Leitung absetzen kann. Das bedeutet: Er verwirft irgendwelche Pakete (die dadurch natürlich noch einmal gesendet werden müssen). Mit QoS kann man dem Router Vorgaben machen, welche Pakete er eher wegwerfen soll.

Sowas ist natürlich im ersten Augenblick eine feine Sache. Die wirklich wichtigen Real-Time-Streamings kommen immer durch, danach läuft HTTP, FTP kriegt eine eher geringe Priorität, und ganz unwichtig ist Mail.

Du glaubst aber doch nicht im Ernst, dass sich Leute zurückhalten werden, ihren Datenverkehr mit höchster Priorität zu senden, wenn sie auch nur irgendeine Chance haben, dieses zu erreichen.

Anstatt die QoS-Flags auf Korrektheit zu kontrollieren wird einfach alles in einen Topf geworfen, und gut ist. Gleiches Recht für alle.

- Sven Rautenberg