Michael Schröpl: Die Inflation der .de-Domains

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Hallo Sven,

Du willst "Quality of Service" (QoS).

ah - schön. Sofort merken. Danke.

Du glaubst aber doch nicht im Ernst, dass sich Leute zurückhalten
werden, ihren Datenverkehr mit höchster Priorität zu senden, wenn sie
auch nur irgendeine Chance haben, dieses zu erreichen.

Die sollten sie eben nicht haben - die Priorität sollte an das Protokoll
der oberen Ebene gebunden sein (HTTP, FTP etc.), ggf. noch an andere
Parameter. Nicht aber an einen Willensentscheidung des Anwenders.
(Bei der Bundespost gibt es ja auch nur normale und Eilbriefe und nicht
"Ich bin wichtiger als alles andere".)

Anstatt die QoS-Flags auf Korrektheit zu kontrollieren wird einfach
alles in einen Topf geworfen, und gut ist. Gleiches Recht für alle.

Na, da wäre mir eine Prioritätenvergabe "kleine Pakete vor großen" lieber.
Wobei ich natürlich nicht TCP/IP-Pakete meine, sondern die Pakete der
oberen Ebene. Ich möchte durchaus einen HTTP-Download von 2 KB gegenüber
einem FTP-Download von 2 MB priorisieren, und wieso nicht auch eine Mail
von 200 Bytes gegenüber einer mit einem WinWord-Attachment?
Das würde möglicherweise eine Disziplinierung der Anwender bewirken,
die durch Aufklärung alleine nicht zu bewirken wäre ... wie man ja auch
am verschwindend geringen Einsatz von "Content-Encoding: gzip" bei HTTP-
Angeboten erkennen kann.

Viele Grüße
      Michael