Hi!
Hätte man die Wahl, vor jeder Fahrt betrunken zu sein oder nicht, würde der Vergleich stimmen. Man hat aber nur die Wahl, im betrunkenen Zustand Auto zu fahren oder es zu lassen. Das ist eher vergleichbar damit, mit einem (fremden) Rechner ins Internet zu gehen, obwohl dort nur der IE installiert ist.
Man hat durchaus die Wahl wenn man besoffen ist. Entweder man geht das Risiko ein und fährt besoffen (IE), oder man sucht sich 'ne Alternative: Taxi (Mozilla) oder ÖPNV (Opera).
Welche finanziellen Vorteile bietet die Benutzung des IE?
Frag Bill! Oder siehe nächste Antwort. (Ok eher uninteresant für den IE Nutzer).
oder ungeschützten Sex auf dem Strassenstrich in Dubi hat:
Welche besondere Befriedigung verschafft einem die Benutzung des IE?
Frag mal einen Dialer!
Nee, sorry, das hat alles ganz andere Qualitäten. Mich interessieren die Gründe, die _für_ den IE sprechen, bzw. die bei einem Menschen zur Entscheidung führen, den IE anstatt dessen Alternativen zu benutzen. "Mirdochegal" ist in meinen Augen kein Grund.
Gewöhnung. Eine für viele anscheinend bessere Usability. Und Unkenntnis. Wenn nicht schon gegenüber seinen Sicherheitslücken, so doch wenigstens gegenüber den Alternativen. Wenn ich noch nie von etwas anderem gehört habe, dann benutze ich auch nix anderes. (Und selbst wenn ich sie kenne und getestet habe, kann ich immernoch abwägen, ob ich wechsle oder nicht wechsle. Frag mal die immernoch vertretene Gattung der Netscape4-Anbeter, obwohl das Teil objektiv betrachtet bereits dem IE4 unterlegen ist.)
"Ich gehe das Risiko ein, weil ich es für gering genug halte." - Im wirklichen Leben [tm] tut man das nur, wenn man einen Vorteil darin sieht. Sei es nun Nervenkitzel (benutzt man wirklich einen unsicheren Browser, _weil_ er ein Risiko darstellt?), monEtärer Vorteil, weil man besser abspritzt oder sonstwas.
Man geht ständig Risiken ein im wirklichen Leben [tm]. Das Heben eines Kasten Biers kann zu einem Bandscheibenvorfall führen, das Bewegen im Verkehr birgt die Gefahr schwer verletzt oder getötet zu werden, für ein Konzertbesuch gilt das gleiche, bereits eine Gasleitung in der eigenen Wohnung ist nicht ohne, wenn ich abends ins Bett gehe kann ich am nächsten Morgen verschlafen und zu spät zur Arbeit kommen, jegliche Art menschlicher Interaktion, auch indirekt über diesen elektronischen Weg, bietet einen ganzen Sack voll Risiken.
Aber was ist ein Risiko, bzw. wie ist seine Höhe einzuschätzen? Ein Risiko ist (Achtung: angelehnt an die Definition aus der Arbeitswissenschaft) das Verhältnis aus Eintrittswahrscheinlichkeit eines Ergeinisses und seinem Schadenspotential. Die Höhe des Risikos ist der Wert dieses Verhältnisses.
Klassisches Beispiel: Atomkraftwerk. Das Ereignis mit dem höchsten Schadenspotential ist der GAU. Seine Eintrittswahrscheinlichtkeit ist extrem gering. Belegen wir diese Werte mal mit Zahlen, ist das Betriebsrisiko recht gering. Eintrittswahrscheinlichkeit SEHR klein (gegen 0) / Schadenspotential SEHR groß (gegen eine Endlich große Zahl) = Risiko SEHR gering (gegen 0)
Sicher trifft dies auch nur zu, weil in den letzten 50 Jahren fleissig Risikominimierung betrieben wurde, und zwar auf Seiten der Eintrittswahrscheinlichkeit (und auch nicht unbedingt in der Ukraine).
All diese Dinge greifen aber IMHO bei der Wahl einer Software nicht; zumindest nicht wenn diese genauso viel kostet wie diverse Alternativen, nämlich gar nichts.
Mein IE4 auf meinem Win95 war da schon immer drauf. Die Beschaffung einer neueren Version oder gar ein mir völlig unbekannter Browser kostet mich etwas, mindestens Zeit, ohne Flat auch Geld. Und dann das Umgewöhnen ... da find ich doch wieder nüscht. Und wo sind beim Netscape7 die verdammten Favoriten, und der sieht ja grässlich aus, ganz anders als der IE, und wieso kann ich nicht direkt mit Rechtsklick über einem Bild selbiges als Desktophintegrund einstellen. Ach ne, da bleib ich lieber bei dem was ich kenne (nunja, was der Bauer nicht kennt ...).
Gruß Herbalizer