molily: Das kompilierte Sicherheitsrisiko, Teil 1701-A

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Hallo, Cheatah,

Nein, keine Zensur, aber messbare Strafen für definierte Straftaten und Ordnungswidrigkeiten

Huch? Gibt es nicht schon genug staatliche Intervention in das Netz? Gibt es auch nur einen Fall, in welchem diese gerechtfertigt war?

Im Fall von Browsersoftware denke ich auch an eine Art TÜV, der idealerweise bereits vor der Veröffentlichung des Programms zum Zuge kommt.

Nein, danke; ich mag es nicht, wenn jemand meint besser zu wissen, was für mich gut ist. Der Kopf ist zum Denken da[tm], daher will ich keine staatlich verordnete Software benutzen und erlaube mir, meine Wahl selbst zu treffen. Ich glaube keinesfalls, dass man mit der Schaffung von Autoritäten das Problem der mangelhaften Software in den Griff bekommt, eher durch die Aufklärung eines jeden.

Oh ja, das wäre mal eine gute Idee. Idealerweise sollte das irgendein vom W3C auserwähltes Gremium oder so sein... damit Microsoft nicht irgendein Schlüsselloch findet, um durchzuschlupfen.

Nein, auch die Verbindung mit einer Open-Source-Kultur, wie das W3C sie darstellt, wäre eine Parteilichkeit.

Diese Parteilichkeit ist richtig und wichtig, dadurch haben sich offene Standards durchgesetzt, welche auch von kommerziellen Unternehmen mitformuliert und mitgetragen werden.
Open Source und Offene Standards sind die Grundlagen der Entwicklung des Netzes und vor allem des World Wide Webs.

Ich würde eine wirklich staatliche Macht[1] bevorzugen, die dann aber mindestens das IETF als wesentlich für die Gesetzesgrundlagen anerkennen sollte.

Das IETF war nie eine bindend legislative Institution, alle Entscheidungen basierten auf freien Vereinbarungen und gegenseitiger Akzeptanz, die sog. "Standards" werden beispielsweise noch heute Request For Comments genannt. Das hat nicht immer dazu geführt, dass sich Offene Standards durchgesetzt haben, aber im Endeffekt ist das die einzige Möglichkeit, eine staatenübergreifende und unabhängige Netzinfratechnik zu schaffen, in welcher es kein diktatorischen Zentralismus oder ein Monopol gibt. ("We reject presidents, kings and voting, we believe in rough consensus and running code." - Dave Clark)

Das W3C zu missachten würde ich nicht mal als kritisch ansehen (man kann niemandem schlechte Qualität verbieten), bei technischen Standards und Sicherheitsaspekten sieht es aber ganz anders aus.

Ich halte nichts davon, die Menschen zu ihrem Glück zu zwingen. Freie Netzbürger haben die Möglichkeit, sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen und sich zu informieren. Deshalb steht es ihnen frei, welche Software sie benutzen, welche Webseiten sie nutzen, welche Produkte sie kaufen et cetera.

Für mich gibt es genug Institutionen, die Vorschriften machen, um die Menschen vor ihrer eigneen Ignoranz zu schützen.

Hier kommt eines der wahrscheinlich größten Probleme zutage: Es existiert kein Staat, der das Recht hätte, diese Aufgabe zu übernehmen;

Wenn es ihn geben würde, hätte er das Recht, das heißt, wäre es gerecht, in das freie und dennoch funktionierende Leben (manche können anscheinend nicht glauben, dass dies möglich ist) des Netzes einzugreifen?

und mehrere (vom Prinzip her: alle) Staaten zu einer einheitlichen Rechtsauffassung und Art der -aufrechterhaltung zu bringen dürfte sich als Lebensaufgabe erweisen.

Das wird es nicht geben, und das ist gut so[tm]. Gemeinschaften haben im wirklichen Leben[tm] genauso wie im Netz unterschiedliche Auffassung, welche sich keinesfalls durch eine Internet-Zentralregierung vereinheitlichen lassen. Bezüglich der Einhaltung von globalen Vereinbarungen setzt ich persönlich vollkommen auf die Selbstverwaltung beziehungsweise -regulierung. Siehe auch: "[...] meistens ist das netzeigene Regelwerk inklusive seiner nicht formal notierten Traditionen sehr viel besser geeignet, mit Netzproblemen fertig zu werden als das juristische Handwerkszeug der Wirklichen Welt." (Kristian Köhntopp).

(Bitte denke nicht, dass ich herbeireden möchte, dass das W3C basisdemokratisch ist, teilweise im Gegenteil. Immerhin lassen sich Petitionen usw. starten und man kommt durch Engagement in die Working Groups.)

Grüße,
Ma-http://www.ccc.de/hackerethics *wink*-thias

--
Geschwisterzwist zwischen Slivovic schlürfenden, spitzen, twistenden und schwitzenden Zwitscherschwestern.
Zwanzig Zwerge zeigen Handstand, zehn im Wandschrank, zehn am Sandstrand.
Kalle Kahlekatzenglatzenkratzer kratzt kahle Katzenglatzen.
Bietet Brunhilde berauschende Brüste, buhlt Bodo brünstig beim Balle.
0 80

Das kompilierte Sicherheitsrisiko, Teil 1701-A

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