Christoph Schnauß: War nun gestern Feiertag?

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War nun gestern Feiertag?

Christoph Schnauß
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        HeikoE
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    konkreter Fall vom Tisch

    Chräcker Heller
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      bernd
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        Tom
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        Chräcker Heller
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          bernd
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            Tom
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            Chräcker Heller
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              bernd
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                Tom
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                  Chräcker Heller
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                    Guter Witz das...

                    Tom
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                      Chräcker Heller
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                        Tom
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                          Chräcker Heller
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                            Tom
                            1. 0
                              Chräcker Heller
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                Chräcker Heller
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                  bernd
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              Matzberger Marcus
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                Chräcker Heller
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                  Matzberger Marcus
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                    Chräcker Heller
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        Mathias Bigge
    2. 0
      Wilhelm Turtschan
  8. 0

    Feiertage bleiben, Wochenenden werden abgeschafft

    Tom
  9. 0
    Orlando

hallo Forum,

in allen Nachrichtensendungen geht es jetzt rund, der Herr Eichel (dessen Job ich trotz deutlich höherer Monatseinkünfte nicht haben mag) wird gar als Vaterlandsverräter beschimpft ...

Ich habs, ehrlich gesagt, gar nicht (mehr) gemerkt, daß da ein Feiertag gewesen sein könnte. Irgendwie emotional berührt hätte mich dieser Feiertag eh nicht, obwohl ich sein "Thema" an 365 Tagen pro Jahr feiern könnte. Aber er fällt in eine Zeit, in der ich sowieso neidisch auf die Bayern schaue, weil es da einen Feiertag "Alerheiligen" gibt, von dem ich als Sohn eines evangelischen Pfarrers eh nie begriffen habe, wozu der gut ist. nd da gibts noch mehr Feiertage, von denen keiner mehr genau weiß, warum und wieso ...

Sollte man nicht erst einmal daran gehen, in allen Bundesländern dieselbe Anzahl an Feiertagen vorzuschreiben und sich danach darüber unterhalten, welchen man eventuell für alle noch dazutun könnte? Und wenn wir schon dabei sind:wieso haben in manchen Bundesländern die Schulkinder drei Wochen Frühjahrsferien im Februar, und in anderen haben sie gerader mal ein verlängertes Wochenende?

Um nochmal auf den "Tag der deutschen Einheit" zurückzukommen: ich halte es schon für richtig, an das Datum zu erinnern. Aber wer weiß schon noch so genau, was am 3. November (und in welchem Jahr) passiert ist, und was am 9. November (und in welchem Jahr), und warum es in der DDR den 7. Oktober als staatlichen Feiertag gab? Brauchen wir denn überhaupt solche "Feiertage" (an denen die Männer eh nix andres tun, als sich vollaufen zu lassen und abends ihre Frauen irgendwie zu gebrauchen, wovon die Frauen in der Regel ganz und gar nix haben), um ein irgendwie rudimentäres Bewußtsein einer einheitlichen Nation zu beschwören?

Ich meine, wir brauchen das nicht. Wir brauchen auch weder einen "Mänenrtag" noch einen
"Frauentag". Ich meine aber auch, daß das Argument der Volkswirtschaftlichkeit, das der Herr Eichel nun einmal gebrauchen muß, so ziemlich das ungeeignetste Argument ist, wenn man diesen "Feiertag" abschaffen möchte.

Naja. Der einzige Feiertag, den ich niemals abschaffen würde, ist der Buß- und Bettag  -  aber der ist nun leider noch nicht einmal ein offizieller Feiertag im ganzen Land.

Wie seht ihr das?

Grüße aus Berlin

Christoph S.

  1. Hallo Christoph,

    es stößt mir sauer auf, so etwas zu lesen.

    So soll der 3.Oktober zukünftig am ersten Oktoberwochenende zelebriert werden. Soweit, so gut; doch was kommt als nächstes?

    Weihnachten nur noch am vorletztem Wochenende im Dezember?
    Neujahr wird auch nur gefeiert, wenn es auf einen Sonntag fällt?

    Feiertage in katholischen Bundesländern dürfen nur noch von ausgewiesenen Katholiken wahrgenommen werden?

    Ferien werden vereinheitlicht; es wird alles gleich gestaltet; juchu; wir haben wieder Arbeitsplätze, lasst uns eine Mauer bauen.

    Sorry; wir beschweren uns uns über Einschnitte in den Menschenrechten in den USA; doch was ist was ist denn gerade bei uns los?

    Warum sollen WIR, die braven Steuerzahler immer mehr bluten, immer weniger im Geldbeutel zu haben, nur weil ein Herr Eichel SEIN Steuerloch stopfen muss?
    Sind wir nicht schon genug bestraft, 1,21€ für einen Liter Benzin zu zahlen (ohne entsprechenden Steuerausgleich), oder 4,00€ für eine Schachtel Zigaretten zu zahlen?

    Nein, dass kann es nicht sein.

    MfG

    Dark Sider

    1. Hi Dark,

      Herr Eichel SEIN Steuerloch

      scnr

      Viele Grüße
      Mathias Bigge

      1. Hi Mathias,

        du hättest schon

        nur weil ein Herr Eichel SEIN Steuerloch stopfen muss?

        schreiben müssen...

        MfG

        Dark S.

    2. hi,

      es stößt mir sauer auf, so etwas zu lesen.

      Das soll es auch, allerdings wärs mir lieber, der Effekt träte bei mindestens 20 Millionen auf (verfassungsändernde Mehrheit).

      Feiertage in katholischen Bundesländern dürfen nur noch von ausgewiesenen Katholiken wahrgenommen werden?

      Nein. Sie sollten ganz einfach völlig wegfallen. Wer etwas zu feiern findet, kann das ja zum "Feierabend" tun, wozu ist der denn da? Außerdem weiß bei "Feierabend" jeder, was das bedeutet, aber in der Auffassung, was ein "Feiertag" sein soll, gibt es offenbar erhebliche Unterschiede

      Ferien werden vereinheitlicht; es wird alles gleich gestaltet; juchu; wir haben wieder Arbeitsplätze, lasst uns eine Mauer bauen.

      Ganz im Gegenteil: wenn es einheitliche Ferienregelungen gäbe, gäbe es deutlich weniger "Mauern".

      Sind wir nicht schon genug bestraft, 1,21€ für einen Liter Benzin zu zahlen (ohne entsprechenden Steuerausgleich),

      Aus diesem "wir" falle ich heraus, weil mein Fahrrad nun einmal benzinfrei betrieben wird.

      oder 4,00€ für eine Schachtel Zigaretten

      Aus diesem "wir" falle ich ebenfalls heraus, weil meine Marke 4,15 Euro kostet ...

      Grüße aus Berlin

      Christoph S.

    3. Morgen.

      So soll der 3.Oktober zukünftig am ersten Oktoberwochenende zelebriert werden. Soweit, so gut; doch was kommt als nächstes?

      Wiederaufbau der Mauer am 04.10. und Verlegung des Nationalfeiertages auf dieses Datum, damit wäre die Verlegung des 3.10. obsolet und jede weitere Diskussion unnötig.

      Weihnachten nur noch am vorletztem Wochenende im Dezember?

      Konsequenterweise müsste Heiligabend dann Freitag sein, sonst müsste man ja den zweiten Weihnachtsfeiertag abschaffen. Und Freitag ist normaler Arbeitstag, die, die davon am meisten betroffen wären, müssen freitags eh nur bis 13:00 Uhr arbeiten.

      Neujahr wird auch nur gefeiert, wenn es auf einen Sonntag fällt?

      Ja, lasst uns einen neuen Kalender einführen!

      Feiertage in katholischen Bundesländern dürfen nur noch von ausgewiesenen Katholiken wahrgenommen werden?

      Natürlich, oder haben andere an diesen Tagen was zu feiern?

      Sorry; wir beschweren uns uns über Einschnitte in den Menschenrechten in den USA; doch was ist was ist denn gerade bei uns los?

      Ja, Feiertage sind ein Menschenrecht, wer braucht schon ein Recht auf Leben oder Freiheit? Und überhaupt, was geht uns das Elend im Gefängnis von Guantanamo Bay an, Hauptsache, man lässt uns unsere Feiertage!

      Warum sollen WIR, die braven Steuerzahler immer mehr bluten, immer weniger im Geldbeutel zu haben, nur weil ein Herr Eichel SEIN Steuerloch stopfen muss?

      Weil ein Steuerloch nur durch von braven Steuerzahlern gezahlte Steuern zu stopfen ist?

      Freundschaft!
      Siechfred

      PS: Vorsicht, plakative Ironie!

      --
      Nichts ist schwerer einzureißen als die Mauer in den Köpfen.
    4. Hi,

      Warum sollen WIR, die braven Steuerzahler immer mehr bluten, immer weniger im Geldbeutel zu haben, nur weil ein Herr Eichel SEIN Steuerloch stopfen muss?
      Sind wir nicht schon genug bestraft, 1,21€ für einen Liter Benzin zu zahlen (ohne entsprechenden Steuerausgleich), oder 4,00€ für eine Schachtel Zigaretten zu zahlen?

      1. Wer zwingt dich, zu rauchen?

      2. Schon mal überlegt, dass das nicht das Steuerloch des Herrn Eichel ist, sondern UNSER ALLER Steuerloch? Schon mal überlegt, dass mit den Steuern, die wir zahlen, ich sag mal ganz allgemein "Dinge" bezahlt werden, die wir alle nutzen? Deine Rechnung greift zu kurz. Der Herr Eichel saniert sich mit Steuererhöhungen oder wegfallenden Feiertagen nicht sein privates Portemonnaie. Es geht hier um den Staatshaushalt, und "der Staat", das sind wir alle, die deutsche Bevölkerung. (Dass die Steuereinnahmen mit Sicherheit nicht immer sinnvoll ausgegeben werden - wie z.B. für die Subventionierung des Tabakanbaus in Deutschland, aber auch viele andere Schildbürgerstreiche - sei dabei jetzt mal außen vor. Das ist nämlich ein anderes Problem, was zweifelsohne DRINGEND angegangen werden muss.)

      Schönen Feiertag noch! ;-)
      O'Brien

      --
      Frank und Buster: "Heya, wir sind hier um zu helfen!"
      1. Hi O'Brien,

        1. Wer zwingt dich, zu rauchen?

        Es war ja auch in der Nachkriegszeit für kleine Leute nicht möglich, zu rauchen oder ein Auto zu fahren. Warum solllte das jetzt anders sein?

        Steuern, die wir zahlen ...
        "Dinge", die wir alle nutzen...

        Es wäre interessant genauer zu wissen wer "wir" ist.

        "der Staat", das sind wir alle, die deutsche Bevölkerung

        Manchmal könnte das Gefühl entstehen, dass nicht alle gleichermaßen das Recht haben, sich zu den diversen "wirs" zu rechnen.

        Viele Grüße
        Mathias Bigge

        1. Hallo Mathias.

          Es war ja auch in der Nachkriegszeit für kleine Leute nicht möglich, zu rauchen oder ein Auto zu fahren. Warum solllte das jetzt anders sein?

          Weil keine Nachkriegszeit ist? Naja, vielleicht eine "Nach-dem-Irakkriegs"-Zeit.

          Steuern, die wir zahlen ...
          "Dinge", die wir alle nutzen...
          Es wäre interessant genauer zu wissen wer "wir" ist.

          "Wir" ist in der Tat sehr allgemein gehalten, es kommt natürlich darauf an, wie du die "Wirs" gruppierst und in welche Gruppe du dich einordnest. Aber es gibt schon Dinge, die von dem überwiegenden Anteil der Bevölkerung genutzt werden, z.B.:

          • öffentliche Einrichtungen
          • öffentliche Straßen und Plätze
          • den ÖPNV sowie die Bahn

          Freundschaft!
          Siechfred

          --
          Nichts ist schwerer einzureißen als die Mauer in den Köpfen.
          1. Hi,

            Es war ja auch in der Nachkriegszeit für kleine Leute nicht möglich, zu rauchen oder ein Auto zu fahren. Warum solllte das jetzt anders sein?

            Weil keine Nachkriegszeit ist? Naja, vielleicht eine "Nach-dem-Irakkriegs"-Zeit.

            nach dem Krieg ist vor dem Krieg.   ;-)

            Gruss,
            Ludger

          2. Moin,

            "Wir" ist in der Tat sehr allgemein gehalten, es kommt natürlich darauf an, wie du die "Wirs" gruppierst und in welche Gruppe du dich einordnest...

            Jawoll, das ist einer der Gründe warum es mit Deutschland bergab geht. Es gibt kein richtiges "Wir" mehr.

            MfG
            MarkX.

            1. Hallo MarkX.

              "Wir" ist in der Tat sehr allgemein gehalten, es kommt natürlich darauf an, wie du die "Wirs" gruppierst und in welche Gruppe du dich einordnest...
              Jawoll, das ist einer der Gründe warum es mit Deutschland bergab geht. Es gibt kein richtiges "Wir" mehr.

              Ich spreche nicht von "wir" im Sinne eines Zusammengehörigkeitsgefühls, sondern von "wir" im Sinne von Bevölkerungsgruppen.

              Freundschaft!
              Siechfred

              --
              Nichts ist schwerer einzureißen als die Mauer in den Köpfen.
              1. Moin,

                Ich spreche nicht von "wir" im Sinne eines Zusammengehörigkeitsgefühls, sondern von "wir" im Sinne von Bevölkerungsgruppen.

                Achso. Dann mach ich hier die Gruppe der 1977 geborenen Markusse auf. :-)

                MfG
                MarkX.

                1. Hallo MarkX.

                  Achso. Dann mach ich hier die Gruppe der 1977 geborenen Markusse auf. :-)

                  Nun, ob das zielführend ist ... oder haben 77er Markusse besondere Bedürfnisse, die 77er Christophs nicht haben?

                  ;-)

                  Freundschaft!
                  Siechfred

                  --
                  Nichts ist schwerer einzureißen als die Mauer in den Köpfen.
                2. Ich spreche nicht von "wir" im Sinne eines Zusammengehörigkeitsgefühls, sondern von "wir" im Sinne von Bevölkerungsgruppen.

                  Achso. Dann mach ich hier die Gruppe der 1977 geborenen Markusse auf. :-)

                  Aha, die nutzen alle das gleiche Haus in dem du auch wohnst und fahren jeden morgen die gleiche Strasse zur Arbeit und es fließt auch deren Scheiße durch den Abwasserkanal vor deinem Haus, alle waren auf der gleichen Schule und alle haben die gleiche Ausbildung .....

                  Wir - sind die Nutzer der Resourcen und Dienstleistungen unserer Umgebung oder auch die die Gesetze und Vorschriften zu befolgen haben die die von einem kleinen teil gewählten Vertreter aufstellen.

                  Da gibt es sicher viel zu kritisieren dran, aber das wir "wir" und nicht eine diffusse Masse (wie z.b. "die Islamisten") sind, die konkreten Rechten und Pflichten unterliegen die wir alle gemeinsam haben, läßt sich nur schwer weg diskutieren.

                  Struppi.

                  1. Moin,

                    Wir - sind die Nutzer der Resourcen und Dienstleistungen unserer Umgebung oder auch die die Gesetze und Vorschriften zu befolgen haben die die von einem kleinen teil gewählten Vertreter aufstellen.

                    nach _Deiner_ Definition vielleicht.

                    Da gibt es sicher viel zu kritisieren dran, aber das wir "wir" und nicht eine diffusse Masse (wie z.b. "die Islamisten") sind, die konkreten Rechten und Pflichten unterliegen die wir alle gemeinsam haben, läßt sich nur schwer weg diskutieren.

                    Die Diskussion ist doch völlig sinnlos. Warum kann "wir" nicht _auch_ eine diffuse Masse sein? "Wir" sind Fußballweltmeister hieß es 1990. "Wir" sind wiedervereint hieß es im gleichen Jahr.

                    MfG
                    MarkX.

                    1. Hi,

                      Die Diskussion ist doch völlig sinnlos. Warum kann "wir" nicht _auch_ eine diffuse Masse sein? "Wir" sind Fußballweltmeister hieß es 1990. "Wir" sind wiedervereint hieß es im gleichen Jahr.

                      weil der letzte Krieg verloren ging und grausame Verbrechen begangen worden sind. Darum haben wir z.B. auch keinen Nationalfeiertag, sondern einen Tag der Erinnerung. Und das mit dem Wir-Gefuehl wurde den Stammtischen ueberlassen, jeder, der was auf sich haelt, vermeidet Bekenntnisse zum "wir", also zur Identitaet der Deutschen. M.E. eine Form von Dummheit, die aber offensiv und in die Ecke stellend verbeitet wird.

                      Gruss,
                      Ludger

                      --
                      "Die SPD im Aufwind?"
                      1. Moin,

                        weil der letzte Krieg verloren ging und grausame Verbrechen begangen worden sind. Darum haben wir z.B. auch keinen Nationalfeiertag, sondern einen Tag der Erinnerung. Und das mit dem Wir-Gefuehl wurde den Stammtischen ueberlassen, jeder, der was auf sich haelt, vermeidet Bekenntnisse zum "wir", also zur Identitaet der Deutschen. M.E. eine Form von Dummheit, die aber offensiv und in die Ecke stellend verbeitet wird.

                        Der Grund dafür ist simpel: Die Deutschen neigen aus irgendeinem Grund dazu _alles_ bis ins Extreme zu treiben, eben auch Schuldgefühle, die bis zur Selbstgeißelung getrieben werden. Im Ausland wird das oft belächelt und die Leute schütteln den Kopf darüber.

                        MfG
                        MarkX.

                        1. Hi,

                          Der Grund dafür ist simpel: Die Deutschen neigen aus irgendeinem Grund dazu _alles_ bis ins Extreme zu treiben, eben auch Schuldgefühle, die bis zur Selbstgeißelung getrieben werden. Im Ausland wird das oft belächelt und die Leute schütteln den Kopf darüber.

                          ich finde das gar nicht so lustig und bezweifle dass darueber im Ausland nur der Kopf geschuettelt wird. Es ist schlimm: wenn die Deutschen sich nicht normal verhalten und nun (zumindest seit 1970 selbst beobachtet ;-) auf Selbstgeisselung machen, dann kann das doch nichts Gutes bedeuten? Die sind also immer noch nicht OK, wird man vielleicht sagen?

                          Gruss,
                          Ludger

                          --
                          "Die SPD im Aufwind?"
                          1. Hi,

                            ich finde das gar nicht so lustig und bezweifle dass darueber im Ausland nur der Kopf geschuettelt wird. Es ist schlimm: wenn die Deutschen sich nicht normal verhalten und nun (zumindest seit 1970 selbst beobachtet ;-) auf Selbstgeisselung machen, dann kann das doch nichts Gutes bedeuten? Die sind also immer noch nicht OK, wird man vielleicht sagen?

                            Das bedeutet wirklich nichts Gutes. Das "deutsche Naturell" hat etwas Selbstzerstörerisches. Aber die deutsche Jammerei hat auch etwas Gutes: es ist eine treibende Kraft für Veränderungen. Die ständige Unzufriedenheit (auch jedes einzelnen) treibt uns voran. Wenn die Selbstzerstörung vollendet ist, kann etwas Neues auf der verbrannten (geistigen) Erde entstehen.

                            MfG
                            MarkX.

                    2. Wir - sind die Nutzer der Resourcen und Dienstleistungen unserer Umgebung oder auch die die Gesetze und Vorschriften zu befolgen haben die die von einem kleinen teil gewählten Vertreter aufstellen.

                      nach _Deiner_ Definition vielleicht.

                      Es ging nicht um Definitionen, sondern um den Kontext des Themas.

                      Da gibt es sicher viel zu kritisieren dran, aber das wir "wir" und nicht eine diffusse Masse (wie z.b. "die Islamisten") sind, die konkreten Rechten und Pflichten unterliegen die wir alle gemeinsam haben, läßt sich nur schwer weg diskutieren.

                      Die Diskussion ist doch völlig sinnlos. Warum kann "wir" nicht _auch_ eine diffuse Masse sein? "Wir" sind Fußballweltmeister hieß es 1990. "Wir" sind wiedervereint hieß es im gleichen Jahr.

                      Wieso bin ich Fußballweltmeister?

                      eure Diskussion ist sinnlos. Wir sind die Menschen die hier Leben und das was ihr anprangert (es gibt kein wir Gefühl) ist sehr wohl vorhanden. Wenn ich das Gefühl vermittelt bekomme das ich dazu gehöre, dann bin ich bin Mainzer.

                      Ihr klagt über mangelten Wir Gefühl und greift gleichzeitig die Menschen die hier leben, arbeiten und Familie haben an (Ludger mit seinen Pauschalbehauptungen über Moslemische Menschen z.b. ). Ich soll dazugehören und fühle eigentlich nur das das was "meine Führer" machen nicht für mich und meine Nachbarn gut ist, sondern für eine kleine Gruppe derer die hier wohnen. Und wenn man das anprangert ist man ganz schnell diffamiert - ein Volksverräter - der nicht an die deutsche Wirtschaft denkt. Während gleichzeitig "die Wirtschaft", die die Politik meint, zehntausenden Menschen die hier Leben arbeiten (wollen) und Familien haben in den Arsch treten.

                      Und das ihr das Gedenken an eine historisch einmalige Glanzleistung als Selbstgeißelung betrachtet hilft natürlich ungemein dazu beizutragen, das wir wir sind.

                      Ob darüber im Ausland gelächtelt wird dürfte keine Rolle spielen, den sie zahlen ja unseren Wohlstand, immerhin sind wir Exportweltmeister. Insofern seh ich kein Problem damit ab und zu mal an die Fehler unserer Vorfahren zu denken

                      Aber auch an die Leistungen gerade auch in kultureller Hinsicht. Glücklicherwiese haben viele Menschen hier (wenn auch oft unbewußt) Kant, Lessing oder auch Goethe in sich, um das, was ihr als eine Art Miesmacherei darstellt, als Fortschritt zu begreifen, der dazu führt dass Dinge die lange Zeit die Geschichte der (europäischen) Menschheit, sich nicht ständig wiederholen. Gut das es so ist.

                      Struppi.

                      1. Hi,

                        Wieso bin ich Fußballweltmeister?

                        letztes Mal sind wirs nicht geworden. Aber 1954, 1974 und 1990 waren wirs.   ;-)

                        eure Diskussion ist sinnlos.

                        Nein, leider absolut notwendig.

                        Ihr klagt über mangelten Wir Gefühl und greift gleichzeitig die Menschen die hier leben, arbeiten und Familie haben an (Ludger mit seinen Pauschalbehauptungen über Moslemische Menschen z.b. ).

                        Es ist nur natuerlich als Mitglied einer Gruppe andere Gruppen zu kritisieren. Und diese Kritik faellt nicht immer guenstuig aus.

                        Und das ihr das Gedenken an eine historisch einmalige Glanzleistung als Selbstgeißelung betrachtet hilft natürlich ungemein dazu beizutragen, das wir wir sind.

                        Positiv kann ichs nun mal nicht sehen. Sind das irgendwelche Minderwertigkeitskomplexe oder was ist das?

                        Ob darüber im Ausland gelächtelt wird dürfte keine Rolle spielen, den sie zahlen ja unseren Wohlstand, immerhin sind wir Exportweltmeister. Insofern seh ich kein Problem damit ab und zu mal an die Fehler unserer Vorfahren zu denken

                        Aber nicht, wenn es zum Beispiel um aktuelle politische Probleme geht, oder? Das Denken sollte eher ein Gedenken an die historische Verantwortung sein. Nicht ein "Vorsicht, wir muessen aufpassen, dass es uns morgen wieder passiert", das waere dann eine Deformierung der Nachkommen (und Immigranten, oder sind die ausgeschlossen?).

                        Aber auch an die Leistungen gerade auch in kultureller Hinsicht. Glücklicherwiese haben viele Menschen hier (wenn auch oft unbewußt) Kant, Lessing oder auch Goethe in sich, um das, was ihr als eine Art Miesmacherei darstellt, als Fortschritt zu begreifen, der dazu führt dass Dinge die lange Zeit die Geschichte der (europäischen) Menschheit, sich nicht ständig wiederholen. Gut das es so ist.

                        Es steht ja die These im Raum, dass der Deutsche immer noch nicht mit seinen Problemen fertiggeworden ist, was sich am zwanghaften Distanzieren von diesem und jenem festmachen laesst. Sollte die genannte These nutzbar sein, besteht Therapiebedarf.

                        Gruss,
                        Ludger

                        --
                        "Was wuerde wohl die Queen dazu sagen?"
                      2. Moin,

                        Es ging nicht um Definitionen, sondern um den Kontext des Themas.

                        Dann habe ich den Kontext anders interpretiert als Du.

                        Wieso bin ich Fußballweltmeister?

                        Du bist nicht Fußballweltmeister, in der Hinsicht, daß Du in der Nationalmannschaft mitgespielt hast. Das ist mir auch klar. Trotzdem war der Ausspruch und das Gefühl "Wir sind Weltmeister" sehr wohl vorhanden, zumindest wenn ich mein Umfeld hier als halbwegs repräsentativ annehmen darf.

                        eure Diskussion ist sinnlos. Wir sind die Menschen die hier Leben und das was ihr anprangert (es gibt kein wir Gefühl) ist sehr wohl vorhanden. Wenn ich das Gefühl vermittelt bekomme das ich dazu gehöre, dann bin ich bin Mainzer.

                        Ist doch schön, wenn es so ist. Ich wäre froh wenn ich mich hinsichtlich des fehlenden Wir-Gefühls irren würde.

                        Ihr klagt über mangelten Wir Gefühl und greift gleichzeitig die Menschen die hier leben, arbeiten und Familie haben an (Ludger mit seinen Pauschalbehauptungen über Moslemische Menschen z.b. ). Ich soll dazugehören und fühle eigentlich nur das das was "meine Führer" machen nicht für mich und meine Nachbarn gut ist, sondern für eine kleine Gruppe derer die hier wohnen. Und wenn man das anprangert ist man ganz schnell diffamiert - ein Volksverräter - der nicht an die deutsche Wirtschaft denkt. Während gleichzeitig "die Wirtschaft", die die Politik meint, zehntausenden Menschen die hier Leben arbeiten (wollen) und Familien haben in den Arsch treten.

                        Du hast mich offensichtlich vollkommen falsch verstanden. Ich niemanden angegriffen, schon gar keine Moslems! Ich habe auch nicht behauptet, daß das was "Deine Führer" tun, gut ist. Außerdem habe ich nicht gesagt, Du sollst an die deutsche Wirtschaft denken. Ich würde z.B. im Moment niemals ein deutsches Auto kaufen solange die schlechter und teurer sind als japanische Autos.

                        Und das ihr das Gedenken an eine historisch einmalige Glanzleistung als Selbstgeißelung betrachtet hilft natürlich ungemein dazu beizutragen, das wir wir sind.

                        In dem Maße und in der Art wie das Gedenken an die Vergangenheit stattfindet _ist_ es Selbstgeißelung.

                        Ob darüber im Ausland gelächtelt wird dürfte keine Rolle spielen, den sie zahlen ja unseren Wohlstand, immerhin sind wir Exportweltmeister. Insofern seh ich kein Problem damit ab und zu mal an die Fehler unserer Vorfahren zu denken

                        Eine absurde Argumentation. Sollen wir dankbar sein, daß das Ausland unsere Produkte kauft und quasi als Gegenleistung ab und zu an die Fehler unserer Vorfahren denken? Da sehe ich beim besten Willen keinen Zusammenhang.

                        Aber auch an die Leistungen gerade auch in kultureller Hinsicht. Glücklicherwiese haben viele Menschen hier (wenn auch oft unbewußt) Kant, Lessing oder auch Goethe in sich, um das, was ihr als eine Art Miesmacherei darstellt, als Fortschritt zu begreifen, der dazu führt dass Dinge die lange Zeit die Geschichte der (europäischen) Menschheit, sich nicht ständig wiederholen. Gut das es so ist.

                        Manchmal frage ich mich wie Goethe das heutige Deutschland gefallen würde. Der winzige Teil Goethe in mir ist manchmal ganz schön entsetzt...

                        MfG
                        MarkX.

                        1. Es ging nicht um Definitionen, sondern um den Kontext des Themas.

                          Dann habe ich den Kontext anders interpretiert als Du.

                          Der Kontext war: https://forum.selfhtml.org/?t=93815&m=567068 und die zwei folgenden Postings.

                          Wieso bin ich Fußballweltmeister?

                          Du bist nicht Fußballweltmeister, in der Hinsicht, daß Du in der Nationalmannschaft mitgespielt hast. Das ist mir auch klar. Trotzdem war der Ausspruch und das Gefühl "Wir sind Weltmeister" sehr wohl vorhanden, zumindest wenn ich mein Umfeld hier als halbwegs repräsentativ annehmen darf.

                          Ich vermute mal (wenn ich mich in meinem Umfeld umschaue) dass es ca. 80% der deutschen Scheißegal ist wer Fußballweltmeister ist. Das in dem Falle, wo die Nationalmannschaft es wird, ein Teil ausrastet liegt wohl an einem fehlendem Selbstwertgefühl. Für mich ist diese Art des "Wir Gefühls" ähnlich wie das was erzeugt wurde zu Kaisers oder Führeres Zeiten.

                          Wir sind stolz auf uns weil um uns herum alles zusammen bricht und kaum Dinge gibt auf die der Einzelne mit Stolz blicken kann.

                          Ich bin z.b. Stolz auf unsere hohen Löhne und das was die Gewerkschaften in den 50er, 60er und 70er für die Menschen die arbeiten erreicht haben. Das hat ALLEN die hier Leben geholfen (sogar denen die darüber jammern), während mein (und vermutlich auch dein) Nutzen einer Fußballweltmeisterschaft doch eher gering ist.

                          Du hast mich offensichtlich vollkommen falsch verstanden. Ich niemanden angegriffen, schon gar keine Moslems! Ich habe auch nicht behauptet, daß das was "Deine Führer" tun, gut ist. Außerdem habe ich nicht gesagt, Du sollst an die deutsche Wirtschaft denken. Ich würde z.B. im Moment niemals ein deutsches Auto kaufen solange die schlechter und teurer sind als japanische Autos.

                          Ich dachte du hattest die Moslemdiskussion verfolgt - betrifft eher Ludger. Und das mit der dt. Wirtschaft betrifft unsere (Wirtschaft und Politik) "Elite". Das war falsch formuliert, da es tatsächlich nicht dich oder eure Diskussion betrifft. Sorry, meinte ich nicht so.

                          Und das ihr das Gedenken an eine historisch einmalige Glanzleistung als Selbstgeißelung betrachtet hilft natürlich ungemein dazu beizutragen, das wir wir sind.

                          In dem Maße und in der Art wie das Gedenken an die Vergangenheit stattfindet _ist_ es Selbstgeißelung.

                          Das ist das was mich so wundert. In was für einen Maße den?
                          Das Problem daran ist doch, dass das was zwischen 33 und 45 passiert ist, immer noch tagtäglich irgendwo auf der Welt passiert, nur wir waren darin die besten und gründlichsten. eine deutsche Tugend - Gründlichkeit.
                          Das ist unsere - die deutsche - Erfahrung, die wir anderen weiter geben können. Find ich gut!
                          Wenn dir das zuviel ist, schau dich um wo überall Menschen aus nationaler Überheblichkeit maskraiert werden, ich denke das die Erfahrung die auch wir aus der deutschen Überheblickeit gewonnen haben, evtl. helfen kann über nationale oder auch ethnische Konflikten hinweg zu kommen. Das Juden hier in Deutschland leben können und wollen wäre sicher für Serben im Kosovo ein Ziel.

                          Ob darüber im Ausland gelächtelt wird dürfte keine Rolle spielen, den sie zahlen ja unseren Wohlstand, immerhin sind wir Exportweltmeister. Insofern seh ich kein Problem damit ab und zu mal an die Fehler unserer Vorfahren zu denken

                          Eine absurde Argumentation. Sollen wir dankbar sein, daß das Ausland unsere Produkte kauft und quasi als Gegenleistung ab und zu an die Fehler unserer Vorfahren denken? Da sehe ich beim besten Willen keinen Zusammenhang.

                          Ihr (du und Lude) habt das - im Ausland wird über uns gelächelt - so hingestellt als ob der Deutsche, das deutsche, im Ausland nur daraus besteht wie er seiner Opfer gedenkt. Tatsache ist aber das wir hier in diesem Staat relativ erfolgreich sind, sowohl Wirtschaftlich, als auch was Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz. Das es immer erfolgreichere Modelle in einzelnen Teilaspekte gibt oder andere Völksgemeinschaften sich bessere Führer wählen ist unumstritten, aber im grossen und ganzen seh ich nicht, wo man sich vom Ausland belächtelt fühlen sollte. Und ich bin mir sicher das es viel Menschen gibt die das Nachkriegsdeutschland bewundern und deren Aufarbeitung des 2.WW Kriegs, es gibt viele Länder wo das heute noch nicht geschehen ist.

                          Ist euer Anliegen das man über die Grausamkeiten seiner Väter hinweg sehen sollte, wie in vielen anderen Staaten auch?

                          Struppi.

                          1. Moin nochmal,

                            wir sind jetzt an dem Punkt wo uns unsere Weltanschauung trennt und nicht mehr eine vernünftige Argumentation.
                            Das ist durchaus nicht negativ gemeint. Die Welt wäre recht farblos, wenn alle die gleiche Einstellung hätten. :-)

                            MfG
                            MarkX.

                            1. wir sind jetzt an dem Punkt wo uns unsere Weltanschauung trennt und nicht mehr eine vernünftige Argumentation.

                              Naja, hätte mich gewundert wenn es nicht so wäre.

                              Mir ist nur nicht so klar was denn diese "extremen Schuldgefühle" von denen hier postuliert wird sind. Ich sehe das nicht im gegenteil, man bekommt immer nur mit wenn darüber gejammert wird, das zuviel an die toten gedacht wird, ohne das erkennbar ist warum und wo das zuviel sein sollte. Es sei denn ihr gerne das wir wieder alle die 3. Strofe des Deutschlandliedes singen dürfen?

                              Struppi.

                              1. Moin nochmal,

                                Naja, hätte mich gewundert wenn es nicht so wäre.

                                Warum?

                                Mir ist nur nicht so klar was denn diese "extremen Schuldgefühle" von denen hier postuliert wird sind. Ich sehe das nicht im gegenteil, man bekommt immer nur mit wenn darüber gejammert wird, das zuviel an die toten gedacht wird, ohne das erkennbar ist warum und wo das zuviel sein sollte. Es sei denn ihr gerne das wir wieder alle die 3. Strofe des Deutschlandliedes singen dürfen?

                                Das man singen darf was man will, dafür bin ich allemal.
                                Was die Schuldgefühle anbetrifft: mir ist ebenfalls nicht so richtig klar was die sind. Deshalb ja auch die Debatte über deren Sinn.

                                Daß an die Toten gedacht wird halte ich doch gar nicht für schlimm. Ich übernehme aber keine Verantwortung für deren Ableben.

                                MfG
                                MarkX.

                                1. Das man singen darf was man will, dafür bin ich allemal.

                                  Ich auch, kommt aber daruaf an wo.

                                  Was die Schuldgefühle anbetrifft: mir ist ebenfalls nicht so richtig klar was die sind. Deshalb ja auch die Debatte über deren Sinn.

                                  Daß an die Toten gedacht wird halte ich doch gar nicht für schlimm. Ich übernehme aber keine Verantwortung für deren Ableben.

                                  Du sollst auch nicht, sondern wir.

                                  Struppi.

                                  1. Hi,

                                    Ich auch, kommt aber daruaf an wo.

                                    Wieso? Warum soll man nicht überall das singen dürfen was man will?

                                    Daß an die Toten gedacht wird halte ich doch gar nicht für schlimm. Ich übernehme aber keine Verantwortung für deren Ableben.

                                    Du sollst auch nicht, sondern wir.

                                    Womit wir wieder beim Thema wären: Wer ist in diesem Falle "wir"?

                                    MfG
                                    MarkX.

                                    1. Ich auch, kommt aber daruaf an wo.

                                      Wieso? Warum soll man nicht überall das singen dürfen was man will?

                                      Genau, warum soll man nicht auf die Gräber von 50 Millionen pissen dürfen -

                                      Deutschland Deutschland über alles über alles in der Welt.

                                      Daß an die Toten gedacht wird halte ich doch gar nicht für schlimm. Ich übernehme aber keine Verantwortung für deren Ableben.

                                      Du sollst auch nicht, sondern wir.

                                      Womit wir wieder beim Thema wären: Wer ist in diesem Falle "wir"?

                                      Alle, die davon betroffen sind.
                                      Und wenn du kein persönliche Verantwortung tragen willst, so sollte es wenigstens der Staat, der die Menschen repräsentiert aus deren Mitte die Verbrecher kamen, tun.
                                      Ich und du können tatsächlich wenig tun um irgendein Verbrechen das im 3. Reich geschah zu sühnen, aber dafür zu sorgen das diese nicht vergessen werden kann niemanden schaden, denn selbst wenn dir die Russen oder Juden egal wären, gelitten haben auch viele deutsche darunter.

                                      Struppi.

                                      1. Hi,

                                        Wieso? Warum soll man nicht überall das singen dürfen was man will?

                                        Genau, warum soll man nicht auf die Gräber von 50 Millionen pissen dürfen -

                                        Deutschland Deutschland über alles über alles in der Welt.

                                        Das eine hat mit dem anderen nicht das geringste zu tun.

                                        Womit wir wieder beim Thema wären: Wer ist in diesem Falle "wir"?

                                        Alle, die davon betroffen sind.
                                        Und wenn du kein persönliche Verantwortung tragen willst, so sollte es wenigstens der Staat, der die Menschen repräsentiert aus deren Mitte die Verbrecher kamen, tun.

                                        Der Staat repräsentiert die Menschen, die in ihm Leben. Das ist richtig. Da müßte aber erstmal untersucht werden, ob tatsächlich die Mehrheit Verantwortung für den zweiten Weltkrieg übernehmen will. Ehrlich gesagt würde es mich überraschen, denn die Mehrheit hat nicht das geringste damit zu tun, weil es lange vor deren Geburt war.

                                        Ich und du können tatsächlich wenig tun um irgendein Verbrechen das im 3. Reich geschah zu sühnen, aber dafür zu sorgen das diese nicht vergessen werden kann niemanden schaden, denn selbst wenn dir die Russen oder Juden egal wären, gelitten haben auch viele deutsche darunter.

                                        Warum _sollten_ Du oder ich irgendetwas sühnen? Das ist doch lächerlich. Es waren bei weitem nicht alles Verbrecher im Dritten Reich. Selbst von den Wehrmachtssoldaten waren nur ganz wenige an Verbrechen beteiligt. Genau wie nur wenige US-Soldaten an den Folterungen in Abu Ghraib beteiligt waren. Müssen jetzt alle Amerikaner dafür sühnen, daß dort gefoltert wurde?

                                        MfG
                                        MarkX.

                                        1. Hi,

                                          Der Staat repräsentiert die Menschen, die in ihm Leben. Das ist richtig. Da müßte aber erstmal untersucht werden, ob tatsächlich die Mehrheit Verantwortung für den zweiten Weltkrieg übernehmen will. Ehrlich gesagt würde es mich überraschen, denn die Mehrheit hat nicht das geringste damit zu tun, weil es lange vor deren Geburt war.

                                          nun, der Staat ist m.E. nicht einfach nur eine Repraesentation der aktuellen Bevoelkerung. Seine Gesetzgebung und seine System beispielsweise sind ueber Generationen hinweg auf- und ausgebaut worden. Insofern stelle ich mir den Staat abstrakt als ein Objekt vor, dass beispielsweise auch Verantwortung uebernehmen kann oder auch Freundschaften bilden kann (Nein, die Deutsch-franzoesische Freundschaft hatte ich da nicht im Auge, die scheint mir auch etwas kuenstlich zu sein.).

                                          Warum _sollten_ Du oder ich irgendetwas sühnen? Das ist doch lächerlich.

                                          Richtig, das macht der Staat fuer uns, dem wir uns verbunden fuehlen. Da sind dann auch ein paar gemeinsame Werte sicherlich nicht fehl am Platze.

                                          Es waren bei weitem nicht alles Verbrecher im Dritten Reich.

                                          Klar, aber die, die geblieben sind, haben sich m.E. (wenn sie dazu in der Lage waren) mitschuldig gemacht. Wegsehen konnte man naemlich nicht, dafuer ist zuviel passiert.

                                          [...] Müssen jetzt alle Amerikaner dafür sühnen, daß dort gefoltert wurde?

                                          Noeeh, aber der Staat sollte dafuer die Verantwortung uebernehmen, was er aber auch tut. Trotzdem ist das moeglicherweise nicht ganz ausreichend.

                                          Gruss,
                                          Ludger

                                          --
                                          "Die SPD im Aufwind?"
                                        2. Hallo MarkX

                                          Hi,

                                          Wieso? Warum soll man nicht überall das singen dürfen was man will?

                                          Genau, warum soll man nicht auf die Gräber von 50 Millionen pissen dürfen -

                                          Deutschland Deutschland über alles über alles in der Welt.

                                          Das eine hat mit dem anderen nicht das geringste zu tun.

                                          Oh -  als diese Zeilen noch gesungen wurden schon.

                                          Womit wir wieder beim Thema wären: Wer ist in diesem Falle "wir"?

                                          Alle, die davon betroffen sind.
                                          Und wenn du kein persönliche Verantwortung tragen willst, so sollte es wenigstens der Staat, der die Menschen repräsentiert aus deren Mitte die Verbrecher kamen, tun.

                                          Der Staat repräsentiert die Menschen, die in ihm Leben. Das ist richtig. Da müßte aber erstmal untersucht werden, ob tatsächlich die Mehrheit Verantwortung für den zweiten Weltkrieg übernehmen will. Ehrlich gesagt würde es mich überraschen, denn die Mehrheit hat nicht das geringste damit zu tun, weil es lange vor deren Geburt war.

                                          Genau und am Ende waren es fünf Leute die die Verantwortung tragen und sonst keiner und die sind auch schon tot.

                                          Ich und du können tatsächlich wenig tun um irgendein Verbrechen das im 3. Reich geschah zu sühnen, aber dafür zu sorgen das diese nicht vergessen werden kann niemanden schaden, denn selbst wenn dir die Russen oder Juden egal wären, gelitten haben auch viele deutsche darunter.

                                          Warum _sollten_ Du oder ich irgendetwas sühnen? Das ist doch lächerlich. Es waren bei weitem nicht alles Verbrecher im Dritten Reich. Selbst von den Wehrmachtssoldaten waren nur ganz wenige an Verbrechen beteiligt. Genau wie nur wenige US-Soldaten an den Folterungen in Abu Ghraib beteiligt waren. Müssen jetzt alle Amerikaner dafür sühnen, daß dort gefoltert wurde?

                                          Wenn man davon ausgeht, dass diese Soldaten (es waren z.T. noch nicht mal welche) im Auftrag des US amerikanischen volkes handelten, ja. aber ich bezweifle das es so ist, selbst Bush sagt nicht: rottet alle Irakis aus. Aber was der Führer wollte wußte jeder der lesen konnte.

                                          Ob ein Angriffskrieg ein Verbrechen ist, darüber gibt es sicher geteilter Meinung. In meinen war der Überfall auf Polen schon eins, aber auf jeden Fall wurde damit die Grundlage geschaffen das die Ausrottung der Juden durchgeführt werden konnte und das iost die Schuld die die Wehrmacht sich bewußt sein muss.

                                          wie gesagt ich stimme dir zu, du und ich haben keine persönliche Schuld, aber in deutschland laufen immer noch Menschen herum die dank Krieg und Zwangsarbeiter Geld gescheffelt haben und das haben sie immer noch. Solange nicht jeder begreift wie beschissen das war was damals passierte solange darf darüber auch nicht geschwiegen werden. Und wenn anderswo Menschen aus den gleichen niederen Gründen ermordet werden oder Kriege angezettelt werden, können wir sagen, schaut auf unsere Geschichte und was wir davon hatten.
                                          Das ist vermutlich das was du mit Fortschritt meintest.

                                          Struppi.

                                  2. Hi,

                                    Daß an die Toten gedacht wird halte ich doch gar nicht für schlimm. Ich übernehme aber keine Verantwortung für deren Ableben.

                                    Du sollst auch nicht, sondern wir.

                                    genau so sollte es sein. Alledings ist Verantwortung da natuerlich abstrakter zu sehen. Also, wenn hier ein "wir" erlaubt ist, warum nicht auch woanders?

                                    Gruss,
                                    Ludger

                                    --
                                    "Die SPD im Aufwind?"
                                    1. Daß an die Toten gedacht wird halte ich doch gar nicht für schlimm. Ich übernehme aber keine Verantwortung für deren Ableben.

                                      Du sollst auch nicht, sondern wir.

                                      genau so sollte es sein. Alledings ist Verantwortung da natuerlich abstrakter zu sehen. Also, wenn hier ein "wir" erlaubt ist, warum nicht auch woanders?

                                      Ich denke mal das wurde dir doch in der diskussion erklärt. Wir sind ein Staat mit Führern und jeder konnte wissen was Adolf wollte. viele fanden das gut auch wenn bestimmt viele nicht diese Konsequenz gut fanden. Letztlich sassen aber alle in einem Boot.

                                      Du hast von Islamisten oder Moslems gesprochen die sich nicht gegen Terroristen äußern würden, bzw. die einen hang zum morden haben. Und dort ist das wir mehr ein ihr. genau wie deine Symphatien für die R.A.F. sicher nicht gross sind und du dich  dagegen verwehren würdest für deren taten verantwortlich gemacht zu werden obwohl du diesen Menschen gesellschaftlich und kulturell näher stehst als die meisten Moslems (wahrscheinlich fast allen) den Selbstmordattentäter von denen du sprachst.
                                      Und ich bin 100% davon überzeugt das sowas niemand zum Spaß macht - irgendwie klingt das bei solchen allgemeinen Diffamierungen immer durch - denn am Schluss stimmt immer noch der Spruch, wer Hass sät wird Gewalt ernten

                                      Struppi.

                                      1. Hi,

                                        Du hast von Islamisten oder Moslems gesprochen die sich nicht gegen Terroristen äußern würden, bzw. die einen hang zum morden haben.

                                        ich habe festgestellt, dass die meisten Terroristen der Welt Moslems sind und die Bereitschaft der genannten Gruppe sich im Sinne einer gemeinsamen Verantwortung vom Terrorismus zu distanzieren und so positiv Einfluss zu nehmen gering ist.

                                        Und dort ist das wir mehr ein ihr.

                                        Es gibt doch auch Verantwortung von Gruppen oder von Staaten. Diese ist anders (abstrakter) zu sehen, als nur i.p. Schuldfragen. Der Deutsche Staat verhaelt sich doch brauchbar, oder?

                                        genau wie deine Symphatien für die R.A.F. sicher nicht gross sind und du dich  dagegen verwehren würdest für deren taten verantwortlich gemacht zu werden obwohl du diesen Menschen gesellschaftlich und kulturell näher stehst als die meisten Moslems (wahrscheinlich fast allen) den Selbstmordattentäter von denen du sprachst.
                                        Und ich bin 100% davon überzeugt das sowas niemand zum Spaß macht

                                        Es gab schon in den Siebzigern bei uns eine Kultur aus den Taetern Opfer (der Gesellschaft) zu machen. Ich fand das nie sehr toll.

                                        • irgendwie klingt das bei solchen allgemeinen Diffamierungen immer durch - denn am Schluss stimmt immer noch der Spruch, wer Hass sät wird Gewalt ernten

                                        Ich habe ja irgendwie in Erinnerung, dass Du irgendwie aus der Punkszene kommst. Aber dennoch bitte ich Dich noch mal ein wenig drueber nachzudenken. (Punk war ja gar nicht so schlecht.)

                                        Gruss,
                                        Ludger

                                        1. Du hast von Islamisten oder Moslems gesprochen die sich nicht gegen Terroristen äußern würden, bzw. die einen hang zum morden haben.

                                          ich habe festgestellt, dass die meisten Terroristen der Welt Moslems sind und die Bereitschaft der genannten Gruppe sich im Sinne einer gemeinsamen Verantwortung vom Terrorismus zu distanzieren und so positiv Einfluss zu nehmen gering ist.

                                          Das dem nicht so ist wurde dir ja auch schon gesagt, das Beispiel des französchischen Reporters z.b.
                                          Das Problem ist doch das diffuse Gruppen wie Al Quida nicht aus einem Staat kommen und genauso wenig für eine Religionsgemeinschaft stehen, wer soll für diese die Verantwortung übernehmen?

                                          Und dort ist das wir mehr ein ihr.

                                          Es gibt doch auch Verantwortung von Gruppen oder von Staaten. Diese ist anders (abstrakter) zu sehen, als nur i.p. Schuldfragen. Der Deutsche Staat verhaelt sich doch brauchbar, oder?

                                          wie gesagt wer? Afghanistan? Saudi Arabien?
                                          Es gibt ja nicht mal ein Oberhaupt der Moslems du forderst Verantwortung von jemanden den es nicht gibt.

                                          genau wie deine Symphatien für die R.A.F. sicher nicht gross sind und du dich  dagegen verwehren würdest für deren taten verantwortlich gemacht zu werden obwohl du diesen Menschen gesellschaftlich und kulturell näher stehst als die meisten Moslems (wahrscheinlich fast allen) den Selbstmordattentäter von denen du sprachst.
                                          Und ich bin 100% davon überzeugt das sowas niemand zum Spaß macht

                                          Es gab schon in den Siebzigern bei uns eine Kultur aus den Taetern Opfer (der Gesellschaft) zu machen. Ich fand das nie sehr toll.

                                          Davon sprech ich nicht.
                                          Aber wenn deine Familie von einem konkreten Gebilde ausgerottet wurde ist dir wahrscheinlich auch egal ob dich jemand Täter nennt, wenn dir keiner die Hand reicht wirst du deinen Hass nicht überwinden.

                                          Das Problem ist doch das immer die Schuld bei den anderen gesucht wird um die eigenen Morde und Verbrechen zu rechtfertigen. Ich seh z.b. die israelischen Toten und ich seh die palistnänsischen Toten - welche zählen mehr? wer übernimmt die Verantwortung für diese?

                                          • irgendwie klingt das bei solchen allgemeinen Diffamierungen immer durch - denn am Schluss stimmt immer noch der Spruch, wer Hass sät wird Gewalt ernten

                                          Ich habe ja irgendwie in Erinnerung, dass Du irgendwie aus der Punkszene kommst. Aber dennoch bitte ich Dich noch mal ein wenig drueber nachzudenken. (Punk war ja gar nicht so schlecht.)

                                          Wieso war?
                                          und wieso hast du den Eindruck ich denke nicht nach?
                                          Es gibt überall Bewegungen die gegen Terror sind, nur leider werden diese oft nicht gefördert, unterstützt oder wahrgenommen. Sondern die die den Terror fortführen wollen sind die die Geld bekommen und die am Schluss die Macht haben, das ist zum Glück nicht überall so, aber da wo es brennt ist die oft der Fall. dummerweise profitieren aber gerade wir und unsere Rüstungsindustrie sehr von diesen Konflikten, die G3 ist immer noch eine beliebte Waffe. Ich glaube das es viele Menschen auf der welt gibt, die uns deshalb nicht belächeln.

                                          Struppi.

                              2. Hallo,

                                (...) Es sei denn ihr [hättet] gerne das wir wieder alle die 3. Strofe des Deutschlandliedes singen dürfen?

                                Aber das dürfen wir doch immer und jederzeit! Und die ersten beiden passen vom Text her eh nicht mehr.

                                Grüße
                                Marcus

                                1. (...) Es sei denn ihr [hättet] gerne das wir wieder alle die 3. Strofe des Deutschlandliedes singen dürfen?

                                  Aber das dürfen wir doch immer und jederzeit! Und die ersten beiden passen vom Text her eh nicht mehr.

                                  Oh Mann, natürlich meinte ich die erste.

                                  Struppi.

                                  1. Hallo,

                                    (...) Es sei denn ihr [hättet] gerne das wir wieder alle die 3. Strofe des Deutschlandliedes singen dürfen?

                                    Aber das dürfen wir doch immer und jederzeit! Und die ersten beiden passen vom Text her eh nicht mehr.

                                    Oh Mann, natürlich meinte ich die erste.

                                    Dachte ich mir, konnte mir den Kommentar aber nicht verkneifen ;-)

                                    Grüße
                                    Marcus

            2. Hi,

              "Wir" ist in der Tat sehr allgemein gehalten, es kommt natürlich darauf an, wie du die "Wirs" gruppierst und in welche Gruppe du dich einordnest...

              Jawoll, das ist einer der Gründe warum es mit Deutschland bergab geht. Es gibt kein richtiges "Wir" mehr.

              Vorsicht, "wir" ist hier im Forum eine unzulaessige Pauschalisierung. Das Verteidigen dieser Ideen wird mit in die Ecke stellen betraft.

              Ansonsten hast Du natuerlich Recht.   ;-)

              Gruss,
              Ludger

              --
              "Wir schaffen das."
          3. Hi Siechfred,

            da habe ich ja eine mächtige Debatte losgetreten. Eigentlich wollte ich nur darauf hinweisen, dass es bei Steuern und staatlichen Leistungen immer schwerer wird, sinnvoll von einem "wir" zu sprechen.

            Man kann das durchaus konkretisieren, etwa danach fragen, wie die Bilanz für die verschiedenen Gruppen aussieht, das Verhältnis von Abgaben und Gegenleistungen. Nur noch ein Drittel der Bevölkerung zahlt in die Sozialsysteme ein und sie werden für das, was sie da aufbringen, nicht einmal nach 30 oder 40 Jahren das eingezahlte Kapital zurückbekommen. Für die meisten Arbeitnehmer stehen Abgaben und Gegenleistungen in einem dramatisch schlechten Verhältnis. Bei den Steuern sieht das auch nicht viel anders aus.

            Ein Beispiel? Da wird jemand nach 30 Jahren arbeitslos:

            • Wieviel hat er in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt?
            • Wieviel erhält er jetzt zurück?
            • Wieso steht er nach kurzer Zeit als Bittsteller vor genau den Behörden, die jahrelang von seinen Beiträgen gelebt haben?
            • Welche Rechte hat er da noch und welche weitgehenden Eingriffe in sein Privatleben muss er hinnehmen?

            Es war ja auch in der Nachkriegszeit für kleine Leute nicht möglich, zu rauchen oder ein Auto zu fahren. Warum solllte das jetzt anders sein?
            Weil keine Nachkriegszeit ist? Naja, vielleicht eine "Nach-dem-Irakkriegs"-Zeit.

            Ironie-Detektor ausgefallen *g*

            "Wir" ist in der Tat sehr allgemein gehalten, es kommt natürlich darauf an, wie du die "Wirs" gruppierst und in welche Gruppe du dich einordnest. Aber es gibt schon Dinge, die von dem überwiegenden Anteil der Bevölkerung genutzt werden, z.B.:

            • öffentliche Einrichtungen
            • öffentliche Straßen und Plätze
            • den ÖPNV sowie die Bahn

            Auch da will mir das "Wir" nicht so recht einleuchten.

            Ich würde zum Beispiel wissen wollen, ob Du den doppelstöckigen Bagger für die Pendler meinst oder die erste Klasse im ICE? Auch bei den öffentlichen Einrichtungen wächst die soziale Differenzierung: Bist Du Chefarztpatient oder von der BKK? Liegst Du mit drei Leuten in einem Hühnerstall oder in einem hellen, komfortablen Einzelzimmer? Zahlt Dir Deine Versicherung die Zahnbehandlung und die neue Brille oder musst Du da selber in die Tasche?

            Viele Grüße
            Mathias Bigge

            1. Hallo Mathias.

              Nur noch ein Drittel der Bevölkerung zahlt in die Sozialsysteme ein und sie werden für das, was sie da aufbringen, nicht einmal nach 30 oder 40 Jahren das eingezahlte Kapital zurückbekommen.

              Das ist systemimmanent: das Sozialsystem basiert nunmal auf dem Solidarprinzip. Dass es so nicht ewig funktioniert, stand m.W.n. bereits in den 70ern fest. Doch damals war es genauso ein Tabuthema wie heute. Es ist nunmal Tradition, dass die Jungen die Alten versorgen und ihrerseits im Alter von den dann Jungen versorgt werden. Den Versorgungsgrad des Jungen bestimmt die wirtschaftliche Lage, wenn er alt ist. Doch die demografische Entwicklung hat dem System einen Strich durch die Rechnung gemacht. Am Ende musste der Staat lenkend eingreifen und hat dies nach meiner Auffassung nicht ganz richtig angepackt: statt in "fetten" Jahren vorzusorgen bzw. endlich den von Wissenschaftlern und Statistikern schon lange geforderten demografischen Faktor einzuführen, haben sie Steuergelder in das System gepumpt, die ja in den Jahren noch sprudelten. Sehenden Auges in die Katastrophe sozusagen. Und dass Reformen in wirtschaftlich flauen Zeiten doppelt so wehtun wie in der Hochkonjunktur, bekommen wir jetzt zu spüren. Eine Erhöhung der SV-Sätze tut dann richtig weh, wenn sie nicht durch eine Steigerung von Lohn und Gehalt kompensiert werden kann.

              Weil keine Nachkriegszeit ist? Naja, vielleicht eine "Nach-dem-Irakkriegs"-Zeit.
              Ironie-Detektor ausgefallen *g*

              Solltest ihn mal reinigen lassen ;-)

              Ich würde zum Beispiel wissen wollen, ob Du den doppelstöckigen Bagger für die Pendler meinst oder die erste Klasse im ICE?

              Sowohl als auch. Weder der eine noch der andere können ohne staatliche Subventionen überleben, die natürlich aus Steuergeldern als die Haupteinnahmequelle des Staates finanziert werden.

              Auch bei den öffentlichen Einrichtungen wächst die soziale Differenzierung: Bist Du Chefarztpatient oder von der BKK? Liegst Du mit drei Leuten in einem Hühnerstall oder in einem hellen, komfortablen Einzelzimmer? Zahlt Dir Deine Versicherung die Zahnbehandlung und die neue Brille oder musst Du da selber in die Tasche?

              <outing>
              Ich bin Chefarztpatient, liege im Einzelzimmer und bekomme für Zahnersatz und Brille mehr als ein Kassenpatient.
              </outing>

              Aber ich zahle dafür einen nach marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten kalkulierten Preis, egal wie alt bzw. in welcher sozialen Lage ich bin, also auch als Arbeitsloser oder als Rentner. Ich erhalte keinen steuerfreien Arbeitgeberzuschuss und müsste als Arbeitnehmer 3500 EUR Brutto verdienen, um nach den geltenden Beitragssätzen den gleichen Beitrag an eine gesetzliche KV zahlen zu müssen. Ich hätte bei diesem Gehalt nach meinen persönlichen Verhältnissen ein Nettoeinkommen von rund 2.200 EUR. Damit wäre ich grundversorgt (KV, PV, RV, AV), mein Kind wäre beitragsfrei mitversichert und ich hätte bereits meinen Steuerobolus entrichtet. Jetzt bin ich aber selbständig. Nehmen wir mal an (was illusorisch ist), ich könnte jeden Monat 3.500 EUR aus der Firma für mich privat abzweigen. Jetzt vorzurechnen, was dem Selbständigen davon übrig bleibt, überlasse ich deiner Fantasie, ich wäre jedoch glücklich, nach Abug der Kosten für eine ähnliche Grundversorgung und Steuern auch nur annähernd 2.200 EUR übrig zu haben.

              Ich weiß, dass dieser Vergleich hinkt, was ich damit ausdrücken will ist, dass der Deutsche immer noch auf sehr hohem Niveau jammert.

              Freundschaft!
              Siechfred

              --
              Nichts ist schwerer einzureißen als die Mauer in den Köpfen.
              1. Hi Siechfred,

                Nur noch ein Drittel der Bevölkerung zahlt in die Sozialsysteme ein und sie werden für das, was sie da aufbringen, nicht einmal nach 30 oder 40 Jahren das eingezahlte Kapital zurückbekommen.
                Das ist systemimmanent: das Sozialsystem basiert nunmal auf dem Solidarprinzip.

                Nur zum Teil beruht die Situation auf demographischen und systemischen Gegebenheiten. Wesentlich erscheint mir, dass die Tatsache, dass immer weniger Leute aufgrund politischer Entscheidungen in die Systeme einzahlen.

                Doch die demografische Entwicklung hat dem System einen Strich durch die Rechnung gemacht.

                Schau Dir mal die aktuelle Bevölkerungspyramide an:
                http://www.destatis.de/basis/d/bevoe/bevoegra2.php
                Die demographische Problematik rollt erst auf uns zu, zur Zeit ist es geradezu optimal, wenn man berücksichtigt, dass die größte Bevölkerungsgruppe zur Zeit die Arbeitnehmer stellt. Wir haben aber jetzt schon die genannten Probleme.

                Bist Du Chefarztpatient oder von der BKK?
                Ich bin Chefarztpatient...

                Mir ging es nicht um individuelle Vorwürfe...

                Aber ich zahle dafür einen nach marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten kalkulierten Preis, egal wie alt bzw. in welcher sozialen Lage ich bin, also auch als Arbeitsloser oder als Rentner.

                Diese Frage können wir wohl kaum ausdiskutieren, aber die Frage, warum die privaten Versicherung eine deutliche Mehrleistung billiger anbieten können als die gesetzlichen Kassen, finde ich interessant. Man müsste, um das zu klären:

                • die Finanzierung einzelner Bereiche des Gesundheitssystem untersuchen, etwa prüfen, wie sich die Finanzierung eines städtischen Krankenhauses darstellt;
                • die gesetzlichen Gegebenheiten untersuchen, die den Ersatzkassen aufbürdet, alle Problemfälle aufzunehmen, während sich die privaten davon entlasten;
                • die gesetzlichen Gegebenheiten hinterfragen, die die Position der privaten Versicherungen stärkt, etwa das faktische Konkurrenzverbot.

                Ich weiß, dass dieser Vergleich hinkt, was ich damit ausdrücken will ist, dass der Deutsche immer noch auf sehr hohem Niveau jammert.

                "Der Deutsche", womit wir wieder beim "wir" wären. Die Gesellschaft driftet auseinander und ich gehöre zur Zeit zu dem Teil, der finanziell nicht jammern muss. Aber die Angst vor der Deklassierung wächst und ich finde zu Recht. Fast jeder Arbeitnehmer leidet unter dem Druck, dass die Sicherheitszone zwischen Beschäftigung und Sozialhilfe drastisch verkleinert wird, dass man kaum noch kalkulieren kann, längerfristig etwas aufzubauen und dass man als Sozialfall den Systemen immer drastisch ausgeliefert ist.

                Nicht dass ich falsch verstanden werde: Es kann nicht angehen, dass Millionen am sozialen Tropf hängen. Das ist in vieler Hinsicht ein zentrales Problem unserer Gesellschaft. Und bei der Lösung dieses Problems ist es durchaus richtig und wünschenswert, Druck auf die auszuüben, die mit einem Konstrukt aus Sozialleistungen und Schwarzarbeit der Gemeinschaft auf der Tasche liegen, vor allem auch auf die Firmen, die ind diesem Bereich unterwegs sind. Dabei halte ich aber das konkrete Vorgehen für falsch und undifferenziert.

                Viele Grüße
                Mathias Bigge

                1. Hallo Mathias.

                  Nur zum Teil beruht die Situation auf demographischen und systemischen Gegebenheiten. Wesentlich erscheint mir, dass die Tatsache, dass immer weniger Leute aufgrund politischer Entscheidungen in die Systeme einzahlen.

                  Das sind auch systembedingte Gegebenheiten. Wäre rechtzeitig vorgesorgt worden, wäre das Problem der Mindereinzahlungen verkraftbar, da es genügend Reserven gibt. Btw, die Pensionsrücklage für Bundesbeamte wurde rechtzeitig aufgefüllt, die Pensionen sind sicher. Warum aber konnte man dies nicht auch mit den Rentenkassen tun?

                  Bist Du Chefarztpatient oder von der BKK?
                  Ich bin Chefarztpatient...
                  Mir ging es nicht um individuelle Vorwürfe...

                  Ich habe es auch nicht so aufgefasst :-)

                  Diese Frage können wir wohl kaum ausdiskutieren, aber die Frage, warum die privaten Versicherung eine deutliche Mehrleistung billiger anbieten können als die gesetzlichen Kassen, finde ich interessant.

                  Weil sie zunächst einen einkommensunabhängigen Beitrag kalkulieren. Weil sie keine Nichtbeitragszahler versorgen müssen. Nur zwei Beispiele, die mir auf die Schnelle einfallen.

                  "Der Deutsche", womit wir wieder beim "wir" wären. Die Gesellschaft driftet auseinander und ich gehöre zur Zeit zu dem Teil, der finanziell nicht jammern muss. Aber die Angst vor der Deklassierung wächst und ich finde zu Recht.

                  Deklassierung wie du es meinst fängt in den Köpfen an. Und zwar auf beiden Seiten.

                  Fast jeder Arbeitnehmer leidet unter dem Druck, dass die Sicherheitszone zwischen Beschäftigung und Sozialhilfe drastisch verkleinert wird, dass man kaum noch kalkulieren kann, längerfristig etwas aufzubauen und dass man als Sozialfall den Systemen immer drastisch ausgeliefert ist.

                  Ich bin der Meinung, dass das Sozialsystem trotz aller Härten immer noch die Meisten auffangen kann, um ihnen zumindest ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Leider spielen hier die Medien eine sehr unrühmliche Rolle, denn präsentiert werden immer die Extrembeispiele, die dem unbedarften Betrachter/Leser suggerieren, dass diese repräsentativ für die Masse sind. Doch diesen Beweis ist mir bislang noch jeder, den ich fragte, schuldig geblieben. Nicht missverstehen, wenn dem so wäre, bin ich der Letzte, der seine Meinung nicht revidieren würde.

                  Nicht dass ich falsch verstanden werde: Es kann nicht angehen, dass Millionen am sozialen Tropf hängen.

                  Full ACK.

                  Das ist in vieler Hinsicht ein zentrales Problem unserer Gesellschaft. Und bei der Lösung dieses Problems ist es durchaus richtig und wünschenswert, Druck auf die auszuüben, die mit einem Konstrukt aus Sozialleistungen und Schwarzarbeit der Gemeinschaft auf der Tasche liegen, vor allem auch auf die Firmen, die ind diesem Bereich unterwegs sind.

                  Dem ist nichts hinzuzufügen.

                  Dabei halte ich aber das konkrete Vorgehen für falsch und undifferenziert.

                  Das mag so stimmen, das Problem ist jedoch, dass es keine Alternativvorschläge gab, jedenfalls sind mir außer "Bürgerversicherung" und "Kopfpauschale" (mein Unwort des Jahres) keine bekannt. Und dass weder die eine noch die andere wirklich zum Umbau des Systems taugen, zeigt doch die dazu entbrannte Diskussion recht anschaulich, wie ich finde.

                  Freundschaft!
                  Siechfred

                  --
                  Nichts ist schwerer einzureißen als die Mauer in den Köpfen.
                  1. Hi Siechfred,

                    Ich bin der Meinung, dass das Sozialsystem trotz aller Härten immer noch die Meisten auffangen kann, um ihnen zumindest ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.

                    Das steht außer Frage: Zum Überleben reicht die Sozialhilfe. Dennoch finde ich den simplen Standardfall, dass jemand etwa durch eine Insolvenz mit 50 arbeitslos wird und nach 30 Jahren, in denen er brav seine Beiträge abgeliefert hat, nach den neuen Gesetzen innerhalb kurzer Zeit auf Sozialhilfeniveau gebombt wird, als schreiende Ungerechtigkeit. Überhaupt verschlechtert sich tendenziell das Verhältnis zwischen eingezahlten Beiträgen und Gegenleistungen so dramatisch, dass ich  die Abgaben eher als Arbeitnehmersteuer denn als Versicherung bezeichnen möchte.

                    Das mag so stimmen, das Problem ist jedoch, dass es keine Alternativvorschläge gab, jedenfalls sind mir außer "Bürgerversicherung" und "Kopfpauschale" (mein Unwort des Jahres) keine bekannt.

                    Auch das halte ich für eine dramtaische Fehlentwicklung. Dass keine Partei eine Alternative bis zur Serienreife entwickelt fördert die Radikalisierung. Von welcher Partei soll sich heute ein älterer Arbeitsloser oder jemand, der  von Sozialhilfe abhängig ist, repräsentiert fühlen. Ich habe hier schon einmal ein Posting geschrieben, dass die Sozialhilfeempfänger ein wenig aufgeschlüsselt hat. Es sind viele dabei, die ohne eigenes Verschulden in diese Abhängigkeit geraten sind, etwa alleinerziehende Mütter oder DDR-Rentner, vor allem aber immer mehr Kinder.

                    Alle Versuche der letzten zwanzig Jahre, das Problem der Arbeitslosigkeit in den Griff zu bekommen, sind erbärmlich gescheitert. Jetzt haben sich die bestens versorgten Berufspolitiker entschlossen, es mal mit Druck auf die Leistungsempfänger zu versuchen. Aber liegt hier wirklich eine wesentliche Ursache?

                    Mir scheinen zentrale Probleme die Rationalisierung zu sein und der Mangel an Wachstum. Mein erster Lösungsansatz wäre eine gerechtere Verteilung der vorhandenen Arbeit, ich wäre auch bereit, dafür auf einen Teil meines Einkommens zu verzichten.

                    Viele Grüße
                    Mathias Bigge

                    1. Hi, Matthias,

                      Das steht außer Frage: Zum Überleben reicht die Sozialhilfe. Dennoch finde ich den simplen Standardfall, dass jemand etwa durch eine Insolvenz mit 50 arbeitslos wird und nach 30 Jahren, in denen er brav seine Beiträge abgeliefert hat, nach den neuen Gesetzen innerhalb kurzer Zeit auf Sozialhilfeniveau gebombt wird, als schreiende Ungerechtigkeit.

                      was bedeutet fuer Dich eigentlich Gerechtigkeit?

                      Ich persoenlich finde es absolut OK, dass ein Fuenfzigjaehriger nachdem er in eine zwoelfmonatige Arbeitslosengeldphase (vielleicht 75% vom letzten Nettogehalt?) gebombt worden ist, dann auf "Arbeitslosengeld II" gebombt wird. Soll man dem noch mehr reinwerfen? Hat der sich in den unterstellten dreissig Jahren als Beitragszahler (wenns mal wirklich so gewesen ist) vielleicht 5 oder 10 Jahre Arbeitslosengeld verdient? Was soll die Arbeitslosenversicherung denn noch alles leisten?

                      Gruss,
                      Ludger

                      --
                      "Hilfe, ich wurde ins zwoelfmonatige Arbeitslosengeld gebombt!"
                      1. Hi Ludger,

                        Ich persoenlich finde es absolut OK, dass ein Fuenfzigjaehriger nachdem er in eine zwoelfmonatige Arbeitslosengeldphase (vielleicht 75% vom letzten Nettogehalt?) gebombt worden ist, dann auf "Arbeitslosengeld II" gebombt wird. Soll man dem noch mehr reinwerfen? Hat der sich in den unterstellten dreissig Jahren als Beitragszahler (wenns mal wirklich so gewesen ist) vielleicht 5 oder 10 Jahre Arbeitslosengeld verdient? Was soll die Arbeitslosenversicherung denn noch alles leisten?

                        Da trennen uns einige Auffassungen doch sehr deutlich *g*

                        Ach ja, nicht jammern kommen, wenn Du mal nicht auf der Gewinnerseite bist!

                        Viele Grüße
                        Mathias Bigge

                        1. Hi,

                          Ach ja, nicht jammern kommen, wenn Du mal nicht auf der Gewinnerseite bist!

                          also, ich habe ja mal 11,5 Monate Arbeitslosengeld kassiert. War eine schoene Zeit. Habe viel gejoggt und auch viel Zeit fuer andere gehabt.

                          Gruss,
                          Ludger

        2. Hello,

          1. Wer zwingt dich, zu rauchen?
            Es war ja auch in der Nachkriegszeit für kleine Leute nicht möglich, zu rauchen oder ein Auto zu fahren. Warum solllte das jetzt anders sein?

          Na hör mal!
          Ich bin 1,80m. das ist doch nicht klein, sondern normal. Und ich rauche nicht und habe auch kein Auto mehr. Ich fahr Rad und Ski und Bus... Und surfe (im Internet).

          Harzliche Grüße aus http://www.annerschbarrich.de

          Tom

          --
          Fortschritt entsteht nur durch die Auseinandersetzung der Kreativen
          Nur selber lernen macht schlau
    5. Moin,

      So soll der 3.Oktober zukünftig am ersten Oktoberwochenende zelebriert werden.

      Warum auch nicht. Wer behauptet, er kann sich an dem patriotischen Feiertag nur erfreuen, wenn er möglichst in der Woche liegt und arbeitsfrei ist, der soll bitte schön nicht von vaterlosen Gesellen reden, sondern sich an die eigene lange Nase fassen und die naheliegende Wahrheit rauslassen: er will einen Tag frei haben. Warum auch nicht? Es ist ja nichts unredliches, weniger Arbeitstage haben zu wollen. Aber dann auch bitte ehrlich dazu stehen. Dies aber mit dem Manten des Patriotismusses zu kaschieren, ist unaufrichtig und ziemt sich nicht für eine "guten Deutschen".

      Der 3. Oktober wurde seinerzeit doch ziemlich wahllos aus mehreren denkbaren Tagen ausgewählt. Und er war sicher eine schlechte Wahl. Ich wette, das die wenigstens Deutschen wissen, was am 3. Oktober 1990 denn genau passierte. Warum auch? Es war der Tag des _formalen_ Abschlusses eines Prozesses, der voll an emphatischen Tagen war. Aber keiner dieser Tage (oder einer der alten Vorgängerrepubliken) wurde es. Nein, ein allenfalls rechtlich interessantes Datum wurde erwählt. Na toll. Genauso gut hätte man als Datum den Tag der Veröffentlichung des Einheitsvertrages im Bundesgesetzblatt nehmen können. Das Datum an sich ist also ohne gefühlvolle Erinnerung. Kein einprägsames Bild kommt einem ins Gedächtnis, wenn wir wir an das Datum denken.
      Nehmen wir also hin, was so ist, wie es ist: Es gibt in Deutschland halt kein singuläres Datum, das als Feiertag festzuhalten lohnenswert wäre. Das unterscheidet uns von anderen. Und wenn Deutschen nach Patriotismus zumute ist, dann verordnen sie sich einen ereignis-öden Kalendertag. So denken kann nur ein Volk, das Müll trennt, Dosen-Maut liebt und Plastik-Joghurtbecher spült. Auch das unterscheidet uns von anderen.

      Diese vaterlandslosen katholischen Christdemokraten gehen mir da noch meisten auf den Sack. Dieselben Leute, die noch vor einigen Jahren meinten, man könne die Pflegeversicherung prima finanzieren, wenn man nur einen freien Tag abschaffe (In SH ist seitdem der Buß - und Bettag kein arbeitsfreier Tag mehr) heucheln doch jetzt nur Krokodilstränen.

      Weihnachten nur noch am vorletztem Wochenende im Dezember?

      Find ich gut und ausreichend. Christliche Werte sind in unserer Republik eh rapide am Sinken. Der bekennende gläubige Christ sollte in D mittlerweile eine Minderheit darstellen. Das sollte sich mittelfristig auch in unserer Feiertagskultur widerspiegeln. Alles andere wäre Selbstbetrug. Religiös betrachtet, ist der Geburt des Heiland sowieso ziemlich uninteressant. Der Verdacht liegt nah, dass die frühe Kirche hier nur heidnische Feste okkupierte. Karfreitag (wenigstens für bekennende Reformierte wie mich) oder Pfingsten sind wichtige kirchlicher Feiertage. Die sollten reichen. Wer mehr religiöse Feiertage haben oder die existierenden Tage erhalten will, der sollte nicht beim Christentum stehen bleiben, sondern auch die muslimische Gruppen in Deutschland berücksichtigen: Ramadan muss ein Feiertagzeit sein - wenigstens von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang.

      Feiertage in katholischen Bundesländern dürfen nur noch von ausgewiesenen Katholiken wahrgenommen werden?

      Das wäre ehrlich. Die Kirche würde sich freuen. Das garantiert Mitglieder.

      Ferien werden vereinheitlicht; es wird alles gleich gestaltet;

      So wie in Frankreich und vielen anderen stolzen Nationen? Kannst Du mir bitte das Drohpotential einheitlicher Ferien erläutern?

      Sorry; wir beschweren uns uns über Einschnitte in den Menschenrechten in den USA; doch was ist was ist denn gerade bei uns los?

      Das glaub ich jetzt nicht. Du meinst, die Feiertagsdebatte hat menschrechtsverletzenden Charakter?

      Warum sollen WIR, die braven Steuerzahler immer mehr bluten,

      Ökonomisch gesehen ist diese Debatte ehe sinnlos. Ich bin dafür, die Debatte über die Abschaffung des 3. Oktober mit _den_ Argumenten zu führen, die mit dem 3. Oktober zusammenhängen. WER von uns hier feierte denn am 3. Otober Deutschland? In welcher Kommune, in welcher Stadt wurde am 3. Oktober eine Party veranstaltet? er schwenkt an dem Tag Fahnen oder besinnt sich?  Seien wir doch mal ehrlich: Am 3. Oktober müssen ein paar Spitzenpolitiker sich für ein paar Stunden in einer zentralen Feierstunde den Arsch platt sitzen und gut ist. Der Rest meldet sich ab und hat frei.

      Viele Grüße

      Swen Wacker

      1. Hi,

        So soll der 3.Oktober zukünftig am ersten Oktoberwochenende zelebriert werden.
        Warum auch nicht. Wer behauptet, er kann sich an dem patriotischen Feiertag nur erfreuen, wenn er möglichst in der Woche liegt und arbeitsfrei ist, der soll bitte schön nicht von vaterlosen Gesellen reden, sondern sich an die eigene lange Nase fassen und die naheliegende Wahrheit rauslassen: er will einen Tag frei haben.

        darum geht es zumindest mir nicht. Von mir aus killt man den einen oder anderen kirchlichen Feiertag, vielleicht nicht Ostern, Pfingsten oder Weihnachten, daran habe ich mich ein wenig gewoehnt, aber die anderen Feiertage, warum nicht?

        Warum auch nicht? Es ist ja nichts unredliches, weniger Arbeitstage haben zu wollen. Aber dann auch bitte ehrlich dazu stehen. Dies aber mit dem Manten des Patriotismusses zu kaschieren, ist unaufrichtig und ziemt sich nicht für eine "guten Deutschen".

        Es geht schon ein wenig um die Deutsche Identitaet. Uebrigens habe ich mittlerweile den Verdacht, dass die Sozen den 3.Oktober nur aus taktischen Gruenden ins Visier genommen haben, und zwar damit es der Union leichter faellt der Abschaffung eines kirchlichen Feiertags zuzustimmen. Dann ginge es naemlich im Konsens, also eine taktische Meisterleistung von Gerd.

        Diese vaterlandslosen katholischen Christdemokraten [...]

        Die haben aber noch Werte. Werte, die Dir moeglicherweise ein wenig verlorengegangen sind, oder?

        Weihnachten nur noch am vorletztem Wochenende im Dezember?
        Find ich gut und ausreichend.

        ;-)

        Christliche Werte sind in unserer Republik eh rapide am Sinken. [...]

        Hoert, hoert. Moslemische Werte sind aber im kommen.

        Das glaub ich jetzt nicht. Du meinst, die Feiertagsdebatte hat menschrechtsverletzenden Charakter?

        Definitiv nicht.   :-)

        [...] WER von uns hier feierte denn am 3. Otober Deutschland? [...]

        Immerhin wars ein Feiertag, dessen Sinn ich verstanden habe.

        Gruss,
        Ludger

        --
        "Der Gerd ist doch verdammt schlau."
      2. Hallo,

        Ferien werden vereinheitlicht; es wird alles gleich gestaltet;
        So wie in Frankreich und vielen anderen stolzen Nationen? Kannst Du mir bitte das Drohpotential einheitlicher Ferien erläutern?

        Keine Drohung, aber:
        Zumindest haben gestaffelte Ferienbeginne den Vorteil, dass nicht Alle gleichzeitig in Urlaub fahren und die Autobahnen verstopfen. Für die Betriebe im Fremdenverkehr kommt hinzu, dass die vorhandenen Kapazitäten besser ausgenutzt werden können.

        Außerdem: Warum sollte z.B. Bayern nicht seine Sommerferien später legen als die nördlichen Bundesgebiete, wenn bei uns die Tage etwas später im Jahr auch noch warm sind?

        Grüße
        Marcus

  2. hallo Forum,

    als Vaterlandsverräter beschimpft ...

    »»

    Zu Recht!

    Sollte man nicht erst einmal daran gehen, in allen Bundesländern dieselbe Anzahl an Feiertagen vorzuschreiben und sich danach darüber unterhalten, welchen man eventuell für alle noch dazutun könnte? Und wenn wir schon dabei sind:wieso haben in manchen Bundesländern die Schulkinder drei Wochen Frühjahrsferien im Februar, und in anderen haben sie gerader mal ein verlängertes Wochenende?

    Du willst also die Förderation abschaffen?
    Auf gut deutsch Feiertage sind sache des Bundes und gut ist?
    Nönö so einfacfh wird das nicht, SPD und Grüne haben durch diverse Gesetzgebung die Macht der Länder ohnehin schon stark beschränkt.
    Kurioser Weise sind es die Länder, die die meisten Feiertage haben, deren Wirtschaft am besten dasteht.

    Zu den Osterferien blibt nur anzumerken, dass die Länder die kien OSterferien haben dafür als Ausgleich die Winterferien haben.
    Frag doch mla nin By oder BWB nach Winterferien.
    Bildungspolitik ist ohnehin Ländersache.
    Also ich halte fest, Christoph ist ein Gegner unseres Förderalen Systems.

    Ich meine, wir brauchen das nicht. Wir brauchen auch weder einen "Mänenrtag" noch einen
    "Frauentag". Ich meine aber auch, daß das Argument der Volkswirtschaftlichkeit, das der Herr Eichel nun einmal gebrauchen muß, so ziemlich das ungeeignetste Argument ist, wenn man diesen "Feiertag" abschaffen möchte.

    »»
    Rein rechnerisch bringt ein Feiertag weniger, 0,3% Wachstum warum sollte das Volkswirtschaftlich Unsinn sein?

    Naja. Der einzige Feiertag, den ich niemals abschaffen würde, ist der Buß- und Bettag  -  aber der ist nun leider noch nicht einmal ein offizieller Feiertag im ganzen Land.

    Die ganzen Sachen von Männern die Ihre Frauen gebrauchen, schiebe ich mal einer kurzen Frustsituation deinerseits zu.
    Und warum sollte man woghl ausgerechnet den Buß- und Bettag behalten?

    Viele Grüße aus Berlin, dem Bundesland mit den wenigsten Feiertage bundesweit.
    Jawohl an uns solltet Ihr Euch mal ein Beispiel nehmen.

    TomIRL

    1. habe d'ehre

      Du willst also die Förderation abschaffen?

      Bzgl. Foederalismus in Deutschland gaebe es allerdings Grund zur Diskussion => Stadtstaaten, machtgeile Landesfuersten, (parteiuebergreifende) Blockadepolitik.

      man liest sich
      Wilhelm

      1. habe d'ehre

        Du willst also die Förderation abschaffen?

        Bzgl. Foederalismus in Deutschland gaebe es allerdings Grund zur Diskussion => Stadtstaaten, machtgeile Landesfuersten, (parteiuebergreifende) Blockadepolitik.

        man liest sich
        Wilhelm

        Du hast nicht viel für unseren Staat übrig, oder?

        1. habe d'ehre

          Bzgl. Foederalismus in Deutschland gaebe es allerdings Grund zur Diskussion => Stadtstaaten, machtgeile Landesfuersten, (parteiuebergreifende) Blockadepolitik.

          Du hast nicht viel für unseren Staat übrig, oder?

          Wie kommst Du denn darauf. Ich vertrete lediglich die Meinung, dass bei den Bundeslaendern mal ein paar Refoermchen faellig sind. Warum muessen z.B. Berlin, Hamburg und vor allem Bremen eigene Landesparlamente mit dem entsprechenden kostenintensiven Wasserkopf haben? Ist doch Schwachsinn oder?

          Ausserdem bin ich der Meinung, dass der Einfluss des Bundesrates zu hoch ist, eine Regierung kann doch kaum noch Gesetze vernuenftig auf den Weg bringen weil im Bundesrat immer ein Block sein eigenes Sueppchen kocht. Ich nenne dies destruktiv und ich meine damit keine bestimmte Partei. Die SPD zerstoerte und blockierte bei Kohl und nun tut es die CDU/CSU bei Schroeder. Darunter leidet unser Land auch, es geht nirgendwo etwas vorwaerts.

          man liest sich
          Wilhelm

  3. Moin,

    Brauchen wir denn überhaupt solche "Feiertage" ..., um ein irgendwie rudimentäres Bewußtsein einer einheitlichen Nation zu beschwören?

    Die Leute, die nur ein _rudimentäres_ Bewußtsein einer einheitlichen Nation haben, brauchen natürlich keinen "solchen Feiertag".
    Die Mehrheit der Leute hat hoffentlich noch sehr wohl ein nationales Bewußtsein. Ansonsten können wir unser Land gleich dicht machen.
    Ich schließ zu und mach das Licht aus...

    MfG
    MarkX.

  4. Hi,

    Ich habs, ehrlich gesagt, gar nicht (mehr) gemerkt, daß da ein Feiertag gewesen sein könnte. Irgendwie emotional berührt hätte mich dieser Feiertag eh nicht, obwohl ich sein "Thema" an 365 Tagen pro Jahr feiern könnte. Aber er fällt in eine Zeit, in der ich sowieso neidisch auf die Bayern schaue, weil es da einen Feiertag "Alerheiligen" gibt, von dem ich als Sohn eines evangelischen Pfarrers eh nie begriffen habe, wozu der gut ist. nd da gibts noch mehr Feiertage, von denen keiner mehr genau weiß, warum und wieso ...

    ja, der Feiertag war nicht gestern sondern am 03.10.2004, vermutlich zum letzten Mal. Es soll da die Deutsche Einheit gefeiert werden. Fuer mich ist das ein Feiertag, der mir auch persoenlich etwas bedeutet.

    Und wer arbeitet, weiss natuerlich, wann Feiertage sind.

    Uebrigens ist die Sache mit dem 3.Oktober symptomatisch fuer das Befinden der Deutschen Gesellschaft, fuer den Deutschen Charakter. Werte und so braucht man nicht, denken sich viele bei der SPD und den Gruenen und wohl auch bei den anderen.

    Pragmatismus ohne Nachhaltigkeit ist angesagt. Wie mir scheint, auch bei Dir.

    Gruss,
    Ludger

    --
    "Die SPD im Aufwind?"
  5. Hallo,

    ich habe es bisher nicht mitbekomemn, das ein Feiertag abgeschaft werden soll. Um ehrlich zu sein, kann ich mich überhaubt nicht daran erinnern, das jemals während meines Lebens ein Feiertag abgeschaft wurde. Es wurden freie Tage abgeschaft, aber ein Feiertag ist doch nicht deswegen ein Feiertag weil es ein freier Tag ist? Dann dürften ja bisher eine Menge Bürger schon in unserem Land die Wiederevereinigung weder gedacht noch befeiert haben...

    99% meiner Bekannten sind 99% der Feiertage nur deswegen wichtig, weil sie freie Tage sind, und nicht, weil es dort etwas Gesellschaftsverbindenes zu befeiern gäbe (Außer einen warmen Tag oder viel Schneee etc, das verbindet einen natürlich an einem freien feiertag....).

    Es geht darum, einen freien Tag abzuschaffen, nicht einen Feiertag. Der soll "verlegt" werden, dummerweise nur auf einen eh schon bei manchen, meinentwegen auch den meisten, Bürgern freien Tag. Wenn man nun um die Feier bangt, könnte man ja dann zum Trotz am nun neuen Termin so richtig dem Grund des Tages Respekt zollen und ihn befeiern. Aber wer von uns hat den wirklich diesen Tag so mit allem Drumm und dran (der dann eben einen freien Tag rechtfertigt) befeiert? Ich nicht. Dran gedacht. Das kann ich auch, wenn der Feiertag kein freier Tag ist. Ansonsten habe ich viele Dinge gemacht, die nix mit dem Feiertag, aber was mit einem freien Tag zu tun hatten.

    Ich empfinde deswegen, bei lesende natürlich ausgenommen, die Diskussion um den Feiertag als ziemlich heuchlerisch...

    (Allerheiligen ist übrigens in keinem Bundesland abgeschaft - nur in den meisten Familen. Und sicher nicht, weil es jetzt kein freier Tag mehr ist.)

    Chräcker

    --
    Erinnerungen?
    zu:]
  6. Hallo,
    Irgendwie kommt mir ein Nationalfeiertag ohne festes Datum noch blöder vor als eine Nationalhymne ohne Text.

    Wenn wir den Nationalfeiertag am ersten Sonntag im Oktober begehen würden, gibt es Jahre, wo wir dies (wieder) am 7. Oktober* tun würden. <vbg>

    Ob die sich das gut überlegt haben?
    Gunnar

    *Zur Erinnerung: 1949-10-07 Gründung der DDR

    --
    "Nobody wins unless everybody wins." (Bruce Springsteen)
    1. Hallo,

      Irgendwie kommt mir ein Nationalfeiertag ohne festes Datum noch
      blöder vor als eine Nationalhymne ohne Text.

      Karneval, der rheinische Nationalfeiertag, hat auch kein festes Datum.

      Ostern, immerhin wohl das (mit-) wichtigste Fest dieser kleinen hiesigen Glaubensrichtung Christenheit, hat auch kein festes Datum.

      Der Zusammenhang zwischen "festem Datum" und "wichtiger Feiertag" erschliest sich mir nicht ganz, auch wenn man die "Nation" mit ins Spiel nimmt.

      Chräcker

      --
      Erinnerungen?
      zu:]
      1. Hallo,

        Irgendwie kommt mir ein Nationalfeiertag ohne festes Datum noch
        blöder vor als eine Nationalhymne ohne Text.

        Karneval, der rheinische Nationalfeiertag, hat auch kein festes Datum.

        Ostern, immerhin wohl das (mit-) wichtigste Fest dieser kleinen hiesigen Glaubensrichtung Christenheit, hat auch kein festes Datum.

        Der Zusammenhang zwischen "festem Datum" und "wichtiger Feiertag" erschliest sich mir nicht ganz, auch wenn man die "Nation" mit ins Spiel nimmt.

        Chräcker

        Karneval? Das beginnt doch offizielle am 11.11. ist demnach ein festes Datum? Also so ist es bei uns im Frankenland.

  7. Hallo,

    nun ist die Verschiebung des Tag der deutschen Einheit also vom Tisch.  Na da bin ich ja mal gespannt, ob der nächste 3.Oktober auch entsprechend des Aufschreis ob seiner "Streichung" entsprechend vom Volke national gebührend befeiert wird oder es sich doch eher darauf beschränkt, in den Nachrichten den Politikern bei Staatsereignis zu zu sehen bzw in der Zeit schnell noch ein Bier zu holen....

    Chräcker

    --
    Erinnerungen?
    zu:]
    1. Hi,

      Na da bin ich ja mal gespannt, ob der nächste 3.Oktober auch entsprechend des Aufschreis ob seiner "Streichung" entsprechend vom Volke national gebührend befeiert wird

      Wie Hr. Teufel heute treffend sagte "Wir haben sehr wenige Nationalfeiertage".
      Warum sollten wir denn nur kirchliche Sachen
      feiern? Dass es ihn gibt, sagt doch wenig darüber aus, wie ihn
      die Leute feiern. Es gibt auch sehr viele kirchliche Feiertage, aber
      wer weiß schon wie ihn die Leute feiern. Gehst du denn zu Ostern und
      Weihnachten in die Kirche? Zahlst du eigentlich Kirchensteuer? Wenn
      nicht, dann solltest du dich fragen, warum du dann an diesen Tagen
      überhaupt frei hast. Wir brauchen einen Nationalfeiertag, wenn nicht
      den 3. Oktober, dann doch wenigstens den 1. Mai;)

      bernd

      1. Hello,

        Na da bin ich ja mal gespannt, ob der nächste 3.Oktober auch entsprechend des Aufschreis ob seiner "Streichung" entsprechend vom Volke national gebührend befeiert wird

        Wie Hr. Teufel heute treffend sagte "Wir haben sehr wenige Nationalfeiertage".

        Nachdem der 17. Juni auch nicht abgeschafft wurde, sondern nur die nationale Trauer über die Panzer und die Gewalt an diesem Tag beendet wurden, wird wohl auch der 03. Oktober als der Tag nach Kohls Geburtstag nicht abgeschafft werden. Ob allerdings die Feiern an diesem Tag nun endlich _eingeführt_ werden, das liegt noch in den Sternen. Wäre doch auch dumm, wenn auf den 02. Oktober immer gleich der 04. Oktober kommen würde... Der vierte Oktober 1582 ist da aber wirklich so ein bedeutsamer Tag, an dem einige Tage abgeschafft wurden, aber nur für ein Jahr.

        http://www.google.de/search?hl=de&q=04.+Oktober+1582&btnG=Google-Suche&meta=lr%3Dlang_de

        Das hat aber die Welt auch nicht untergehen lassen. Also möchte ich den Umkehrschluss wagen, dass die Einführung zusätzlicher Tage (jeden Monat auf 31 Tage verlängern, einen zusätzlichen Werktag einführen) die Welt auch nicht retten wird. Ganz im Gegenteil. Unsere natürlichen Ressourcen werden durch Bereitstellung eines zusätzliches Arbeitstages nur schneller ausgebeutet und vernichtet.

        Harzliche Grüße aus http://www.annerschbarrich.de

        Tom

        --
        Fortschritt entsteht nur durch die Auseinandersetzung der Kreativen
        Nur selber lernen macht schlau
        1. habe d'ehre

          Unsere natürlichen Ressourcen werden durch Bereitstellung eines zusätzliches Arbeitstages nur schneller ausgebeutet und vernichtet.

          Jau, alle hoeren auf zu arbeiten und das aufziehende Klima- und Ressourcenproblem erledigt sich zu aller Zufriedenheit. Natuerlich auch das Ernaehrungsproblem, niemand baut mehr etwas an - waere ja auch Arbeit. Faszinierende Einstellung.

          Achja, zum Sammeln und Tauschen koennen wir ja Kieselsteine verwenden. Groessere Brocken koennten natuerlich auch dahingehend verwendet werden manchen Leuten mal ein bisschen Nachdenken einzubleuen. ;-)

          man liest sich
          Wilhelm

      2. Hallo,

        da ich kein Christ bin, feiere ich natürlich auch nicht diese Tage. Meinen christlich erzogenen Kindern gegenüber versteck ich zwar immerhin die Ostereier, wird Weihnachten als Familienfest befeiert und St.Martin seinen Respekt gezollt. Das war es aber auch.

        dann solltest du dich fragen, warum du dann an diesen Tagen
        überhaupt frei hast.

        Ich bin Hausmann, da habe ich nie frei. Auch nicht am Wochenende. Meine Frau, die Christin ist, hat dann (und an manchen christlichen Feiertagen) frei. Da finde ich dann endlich mal Zeit, die Hausarbeit was zu schludern und mich meinen Kunden zu widmen.  (Was dann auch nicht "frei von Arbeit" ist....)

        Ich habe nichts gegen den Schutz eines freien Tages einzuwenden. Das aber laustark mit dem Schutz des Feiertages zu begründen, obwohl ja der Feiertag definitiv nicht abgeschaft werden sollte, halte ich für heuchlerisch. Es sollte weder der Feiertag, noch das Freie an diesem Feiertag abgeschaft werden. Der Tag der Deutschen Einheit ist ein freier Feiertag und sollte das auch immer bleiben, da hat niemand was anderes verlangt.

        Es ging nur um die Streichung eines "freien Arbeitstag" - dagegen könnte man, wenn man wollte, was sagen, aber dann sollte man es auch so machen. Und nicht plötzlich den Nationalstolz herbeizitieren, wenn es nur um die Angst ging, einen Tag länger zu arbeiten.

        Chräcker

        --
        Erinnerungen?
        zu:]
        1. Hi,

          es ging mir primär um deine Forderung, diesen Tag dann auch
          gebührend zu feiern und das ist Quatsch.
          Übrigends habe ich Hr. Teufel falsch wieder gegeben. Er sagte nicht,
          dass wir wenige Nationalfeiertage haben sondern, dass wir arm an nationalen
          Symbolen sind. Jetzt kann natürlich so ein 'Symbol' auch
          auf's WE geschoben werden, aber der 3. Oktober ist nunmal der
          "Tag der deutschen Einheit". Es ist absurd darüber zu diskutieren,
          ob man den am Sonntag feiern soll. Man kann vielleicht darüber
          nachdenken, ob der frei sein soll aber wer feiert denn auf Arbeit?
          Da lacht die Welt über das arme Deutschland, wenn die höhren, dass
          wir am Nationalfeiertag Nummer 1 arbeiten gehen.
          Ich möchte aber nochmal auf deine Forderung eingehen. Möchtest du,
          dass wir Paraden machen? Vielleicht mit Raketen auf den Straßen
          rumtukkern und Transparente hoch halten?

          bernd

          1. Hello,

            Ich möchte aber nochmal auf deine Forderung eingehen. Möchtest du,
            dass wir Paraden machen? Vielleicht mit Raketen auf den Straßen
            rumtukkern und Transparente hoch halten?

            Paraden vielleicht, aber solche, die zeigen, dass wir ein friedliches aber trotzdem wehrhaftest (weil intelligentes) Volk geworden sind. Also bitte die Sieger der Schüler-Mathewettbewerbe oder der Jugend-forscht-Aktion usw. auf die Wagen bringen, und nicht die Raketen. Für eine Rakete könnte man auch mindestens 1000 Schüler ausbilden. Lebenslang!

            Harzliche Grüße aus http://www.annerschbarrich.de

            Tom

            --
            Fortschritt entsteht nur durch die Auseinandersetzung der Kreativen
            Nur selber lernen macht schlau
          2. Hallo,

            es ging mir primär um deine Forderung, diesen Tag dann auch
            gebührend zu feiern und das ist Quatsch.

            das hast Du aus dem Zusammenhang gelesen. Es ging mir darum, das jetzt bitte alle, die über den fast Verlust dieses ach so bedeutsamen Tages lamentiert haben, jetzt diesen aber bitte auch entsprechend ihrer gezeigten Verlustängste feiern sollen.

            Symbolen sind. Jetzt kann natürlich so ein 'Symbol' auch
            auf's WE geschoben werden, aber der 3. Oktober ist nunmal der
            "Tag der deutschen Einheit". Es ist absurd darüber zu diskutieren,
            ob man den am Sonntag feiern soll.

            Warum? Ostern wird doch auch immer an einem anderem Datum gefeiert. Da besteht auch kein Bezug mehr zum geschichtlichen Tag. Jaja, der ist sicherlich auch schwer heraus zu finden, was aber der Wichtigkeit des Festes kaum einen Abrruch "tut". Und auch nicht dem Empfinden der "bewusten Befeierer"

            nachdenken, ob der frei sein soll aber wer feiert denn auf Arbeit?

            Der Tag der Deutschen Einheit sollte in keinem Plan auf einen Arbeitstag fallen. Das ist eine glatte Verdrehung.

            Es gibt allerdings eine Menge feiernde Deutsche an Werkstagen. Jeden sonnigen Freitag in den Gärten um unserem herum. An meinem Geburtstag feiere ich auch gerne innerhalb der Woche, ja manchmal arbeite ich dann sogar. Weihnachtsfeiern von Firmen finden auch in der Regel Wochentags statt. Das mag alles nicht soooo bedeutend wie unseren geheiligten nationalen Feiertag "Tag der Deutschen Einheit" sein, aber ich glaube, den meisten unseres Volkes sind diese Tage doch wichtiger. (St.Martin wird auch noch viel von Familien an Arbeitstagen gefeiert....)

            Da lacht die Welt über das arme Deutschland, wenn die höhren, dass
            wir am Nationalfeiertag Nummer 1 arbeiten gehen.

            Das sollten wir nie. Das war nie geplant. Das war nie Absicht. Wo hast Du gelesen, das wir am "Tag der Deutschen Einheit" arbeiten gehen sollten?

            Abgesehen davon, das mir wurscht ist, ob die Welt über "uns" lacht, gehen die Empfindungen, was nun unser nationaler Feiertag Nummer eins ist, doch recht weit auseinander. Aber, damit schliest sich der Kreis ja wieder: ich werde am nächsten "zum Glück ja geretteten 3.Oktober" sicher baff erstaunt auf die vielen nationalen Feiern in meiner Nachbarschaft schauen und mich beschämt zurückziehen...

            Chräcker

            --
            Erinnerungen?
            zu:]
            1. Hi,

              nachdenken, ob der frei sein soll aber wer feiert denn auf Arbeit?

              »»»» Der Tag der Deutschen Einheit sollte in keinem Plan auf einen Arbeitstag fallen. Das ist eine glatte Verdrehung

              Ob mal angedacht war, den Tag der Deutschen Einheit nicht an einem
              Werktag zu feiern, dazu habe ich mich gar nicht geäußert.
              Der Tag der Deutschen Einheit wird jetzt am 3. Oktober gefeiert, dafür
              entfiel der 17. Juni und der 7. Oktober als Nationalfeiertag
              (http://de.wikipedia.org/wiki/Tag_der_Deutschen_Einheit/).
              Ich verstehe nicht ganz, warum du mit irgendwelchen Plänen argumentierst,
              das ist doch völlig belanglos.

              Da lacht die Welt über das arme Deutschland, wenn die höhren, dass
              wir am Nationalfeiertag Nummer 1 arbeiten gehen.

              Das sollten wir nie. Das war nie geplant. Das war nie Absicht. Wo hast Du gelesen, das wir am "Tag der Deutschen Einheit" arbeiten gehen sollten?

              Wo hast du gelesen, dass ich sowas geschrieben habe?
              An keiner Stelle wurde gesagt oder behauptet, dass wir das machen
              oder dass es geplant war.
              Ich habe vorher gesagt, dass man vielleicht darüber nachdenken kann,
              ob der frei sein soll. Reiß bitte die Sätze nicht so auseinander wie
              du es gerade brauchst.

              Abgesehen davon, das mir wurscht ist, ob die Welt über "uns" lacht, gehen die Empfindungen, was nun unser nationaler Feiertag Nummer eins ist, doch recht weit auseinander. Aber, damit schliest sich der Kreis ja wieder: ich werde am nächsten "zum Glück ja geretteten 3.Oktober" sicher baff erstaunt auf die vielen nationalen Feiern in meiner Nachbarschaft schauen und mich beschämt zurückziehen...

              Boah, du musst doch keine Empfindungen für den Feiertag zeigen. Es ist
              ein gesamtdeutsches Symbol. Du kannst auch was anderes feiern, wenn
              du willst. Von mir aus das Ende des 2. Weltkrieges, das ist doch
              wurscht, denn die Wiedervereinigung ist ein Ergebnis aus vielen
              Ereignissen.
              Wenn ich deinen Text so lese, dann glaube ich, dass du den 3. Oktober
              nicht magst, weil da auch so viele Idioten rumlaufen.

              bernd

              1. Hello,

                Wenn ich deinen Text so lese, dann glaube ich, dass du den 3. Oktober
                nicht magst, weil da auch so viele Idioten rumlaufen.

                Vielleicht auch, weil es der Tag nach Big Helmuts Geburtstag ist und nicht nach seinem.

                Harzliche Grüße aus http://www.annerschbarrich.de

                Tom

                --
                Fortschritt entsteht nur durch die Auseinandersetzung der Kreativen
                Nur selber lernen macht schlau
                1. Hallo,

                  kannst Du mir erklären, warum Du mich persönlich angreifst?

                  Chräcker

                  --
                  Erinnerungen?
                  zu:]
                  1. Hello Chrächer,

                    kannst Du mir erklären, warum Du mich persönlich angreifst?

                    Meinst Du MICH?
                    Na weil ich um  07. 11. 2004, 00:26  bereits gewusst habe,
                    dass DU um 07. 11. 2004, 10:42 Dein Posting über meines setzen wirst.

                    Meine Glasgoogle ist nämlich gerade aus der reparatur zurück und ich wollte sie mal ausprobiern, ;-))

                    Harzliche Grüße aus http://www.annerschbarrich.de

                    Tom

                    --
                    Fortschritt entsteht nur durch die Auseinandersetzung der Kreativen
                    Nur selber lernen macht schlau
                    1. Hallo,

                      ...ich habe Deine Erklärung nicht verstanden, könntest Du es bitte noch einmal ernsthafter versuchen?

                      Chräcker

                      --
                      Erinnerungen?
                      zu:]
                      1. Hello,

                        ...ich habe Deine Erklärung nicht verstanden, könntest Du es bitte noch einmal ernsthafter versuchen?

                        Ich habe Deine  Frage nicht verstanden: "kannst Du mir erklären, warum Du mich persönlich angreifst?"

                        Wo habe ich Dich persönlich angegriffen?
                        Oder meintest Du nicht mich und hast Dich nur im der Thread-Position geirrt? Das ist mir ja auch schon passiert. Würde ich also gar nicht übel nehmen, denn die Reihenfolge hier ist wirklich verwirrend, selbst noch nach vier Jahren oder so...

                        Harzliche Grüße aus http://www.annerschbarrich.de

                        Tom

                        --
                        Fortschritt entsteht nur durch die Auseinandersetzung der Kreativen
                        Nur selber lernen macht schlau
                        1. Hallo,

                          aaalso: ich hatte Deine Unterstellung, ich würde den 3.10 nicht mögen, weil er nicht nach meinem Geburtstag kommt, recht - sagen wir mal, persönlich genommen. Es ist mir im  Moment total und blöderwiese nicht mehr so klar, warum ;-) Deine jetzige Iritation bestärkt mich in der Überzeugung, hier etwas total falsch verstanden zu haben, womit ich mich für Deine Erklärgeduld bedanke und mich für meine Überreaktion entschuldige ;-)

                          Chräcker

                          --
                          Erinnerungen?
                          zu:]
                          1. Hello Chräcker,

                            um das einfach nochmal so zu sagen:
                            Du gehörst ganz bestimmt nicht zu den leuten, denen ich rigendwie auf die Füße treten wollte, genauswenig, wie CK, der das auch immer mal wieder verkehrt versteht, wenn ich "Protest" rufe. Manchmal fehlt einfach nur der Kontext, aber manchmal auch die Zeit (auf beiden Seiten), sich mit den Postings wirklich inhaltlich auseinanderzusetzen. Ein Wort ergibt da das andere und etwas Frotzelei gehört ja auch immer dazu. Schließlich will man ja den Anderen auch zur Antwort bewegen ;-)

                            Wenn ich denn was zu bemängeln habe, tu ich das i.d.R. schon mit direkter Ansprache. Kommt ja auch mal vor, dass ich mit der Meinung eines Posters ganz und gar nicht einverstanden bin. Das ist dann aber immer noch kein Grund, 'Jehova' zu schreien. Das muss dann eben erstmal diskutiert werden.

                            Also, dann auf ein Weiteres.

                            Grüße vom Berg aus http://www.annerschbarrich.de

                            Tom

                            --
                            Fortschritt entsteht nur durch die Auseinandersetzung der Kreativen
                            Nur selber lernen macht schlau
                            1. Hallo,

                              Du gehörst ganz bestimmt nicht zu den leuten, denen ich rigendwie
                              auf die Füße treten wollte,

                              das hatte mich ja "eitel" auch gewundert ;-)

                              Manchmal fehlt einfach nur der Kontext, aber manchmal auch die
                              Zeit (auf beiden Seiten),

                              Hier ja auch für mich auf meiner Seite, weswegen ich ja auch wild mich entschuldigend zurückruderte :-)

                              Auf zu neuen Feldern....

                              Chräcker

                              --
                              Erinnerungen?
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              2. Hallo,

                wir schreiben scheinbar beide komplett aneinander vorbei, kann das sein?

                Hast Du nicht befürchtet, das die Welt über uns lacht, weil wir an unserem Nationalfeiertag Nummer 1 arbeiten gehen würden, und das mit dem Satz:

                Da lacht die Welt über das arme Deutschland, wenn die höhren, dass
                wir am Nationalfeiertag Nummer 1 arbeiten gehen.

                zum Ausdruck gebracht? Und daraufhin habe ich nur darauf hingewiesen, das es nie einen Plan gab, das wir am "Tag der deutschen Einheit" (den meinst Du doch, oder?) arbeiten gehen sollen. Der sollte immer frei sein.

                Bitte erklär mir doch (ehrlich gemeint jetzt) lieber, aus welchem Zusammenhang ich Deine Äuserung nun gerissen und somit falsch verstanden habe, anstelle es mir nur vor zu werfen, da lerne ich ja dann nichts bei....

                ________

                Wenn ich deinen Text so lese, dann glaube ich, dass du den 3.
                Oktober nicht magst, weil da auch so viele Idioten rumlaufen.

                Ich habe weder etwas gegen den "Tag der Deutschen Einheit" noch etwas gegen Menschen, die den befeiern (und ich gebe sogar Herrn Teufel  recht!). Ich habe nur etwas gegen die Leute, die den noch nie befeiert haben, jetzt aber genau mit diesem Grund der "unbefeierbarkeit eines verschobenen Feiertages" wettern. Und dann auch eben mit Verdrehungen wie "der Feiertag soll abgeschaft werden" (falsch) oder "wie sollen da alle jetzt am Tag der Deustchen Einheit arbeiten gehen" (auch falsch).

                Chräcker

                --
                Erinnerungen?
                zu:]
                1. Hi,

                  wir schreiben scheinbar beide komplett aneinander vorbei, kann das sein?

                  das kann schon sein, daher ist es wohl besser mit dieser Diskussion
                  jetzt aufzuhöhren, schließlich hat sich das Thema ja erledigt.
                  Außerdem habe ich gerade ganz andere Probleme. Wie öffne ich 40
                  Wallnüsse ohne Nussknacker? Irgendwo muss doch das verdammte Ding
                  rumliegen. Mit dem Fuß zertreten ist keine so gute Idee, das weiß
                  ich jetzt;)
                  Bleibt noch der Hammer oder der Schraubenzieher...

                  bernd

            2. Hallo,

              Warum? Ostern wird doch auch immer an einem anderem Datum gefeiert. Da besteht auch kein Bezug mehr zum geschichtlichen Tag. Jaja, der ist sicherlich auch schwer heraus zu finden, was aber der Wichtigkeit des Festes kaum einen Abrruch "tut". Und auch nicht dem Empfinden der "bewusten Befeierer"

              Einspruch!
              Dass Ostern immer an einem anderen Tag gefeiert wird gilt nur, wenn man unseren Kalender zugrundelegt. Nimmt man einen Mondkalender, so fällt Ostern immer auf den Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond. Insofern ist der Bezug zum geschichtlichen Tag da, da für die Juden eben nicht ein 10. April (heuer) für das Pesach-Fest als Termin Ausschlag gebend ist (abgesehen davon, dass der Jüdische Kalender eine andere Zählweise hat), sondern die Mondphase.
              Wichtig ist also der Bezug, und beim Tag der deutschen Einheit ist es der Zeitpunkt des offiziellen Endes der DDR, eben der 3. Oktober und nicht der erste Sonntag im Oktober.

              Grüße
              Marcus

              1. Hallo,

                Einspruch!
                Dass Ostern immer an einem anderen Tag gefeiert wird gilt nur,
                wenn man unseren Kalender zugrundelegt. Nimmt man einen
                Mondkalender, so fällt Ostern immer auf den Sonntag nach dem
                ersten Frühlingsvollmond.

                Der "Abstand" und somit das Datum zum ersten Frühlingsvollmond wechselt aber doch von Jahr zu Jahr und somit trifft der Tag wohl eher seltener den genauen Bezugstag an dem nun Jesus dieses und jenes widerfahren ist. Also so, wie der erste Sonntag vor dem 3. Oktober.

                (Ich gebe aber gerne zu, das "die Sache mit dem flexiblem Ostertag" etwas mehr Zeit hatte, sich in das Empfinden der Befeierer hinein zu manifestieren, zumal es mit dem gaaaanz genauem geschichtlichem (Datums-)Bezug ja bei der christlichen Mytologie eher etwas schwieriger zu halten ist... - es sollte auch nur eine übertriebene Veranschaulichung sein.)

                Chräcker

                --
                Erinnerungen?
                zu:]
                1. Hallo,

                  Der "Abstand" und somit das Datum zum ersten Frühlingsvollmond wechselt aber doch von Jahr zu Jahr und somit trifft der Tag wohl eher seltener den genauen Bezugstag an dem nun Jesus dieses und jenes widerfahren ist. Also so, wie der erste Sonntag vor dem 3. Oktober.

                  Wenn also der 3.Oktober 1989 ein Sonntag war, dann wäre die Feier des Tages der deutschen Einheit am ersten Sonntag im Oktober genau so richtig, wie das feste Datum des dritten Tages im Oktober ;-)

                  Grüße
                  Marcus

                  1. Hallo,

                    jajaja ;-) Ein Vergleich muß doch hinken, sonst wäre es doch kein Vergleich und das Vergleichen würde kein Spaß machen, weil es sich ja sonst um eh gleiche Fälle handelt ;-)

                    Chräcker

                    --
                    Erinnerungen?
                    zu:]
      3. Hi bernd,

        ...dann solltest du dich fragen, warum du dann an diesen Tagen überhaupt frei hast.

        Ihr sollt arrrrrbeiten! Lerrrnen! Sonst gibt es Hiiieeebe! *g*

        Viele Grüße
        Mathias Bigge

    2. habe d'ehre

      Hallo,

      nun ist die Verschiebung des Tag der deutschen Einheit also vom Tisch.

      Das wird vor allem die Wirte auf dem Oktoberfest freuen, ist es doch mittlerweile Usus selbiges Fest bis zu diesem "Feiertag" zu verlaengern, wenn er spaetestens auf einem Mittwoch liegt. Sind ja dann ein paar 100K Liter mehr zum Dummsaufen vorhanden. ;-)

      Na da bin ich ja mal gespannt, ob der nächste 3.Oktober auch entsprechend des Aufschreis ob seiner "Streichung" entsprechend vom Volke national gebührend befeiert wird

      Ich fuer mich persoenlich wuesste nichts zu feiern. ;-)

      oder es sich doch eher darauf beschränkt, in den Nachrichten den Politikern bei Staatsereignis zu zu sehen

      und den salbungsvollen Worten lauschen, wuerg.

      man liest sich
      Wilhelm

  8. Hello Christoph,

    scheiß auf die paar Feiertage, die kann das Volk doch ruhig behalten. Ich habe dem Eichel jetzt einen anderen Vorschlag zu machen:

    Schafft doch die Wochenenden ab!

    Das wird dann wohl der nächste Tiefschlag dieser verdorbenen Bande gegen uns werden. :-((

    Harzliche Grüße aus http://www.annerschbarrich.de

    Tom

    --
    Fortschritt entsteht nur durch die Auseinandersetzung der Kreativen
    Nur selber lernen macht schlau
  9. Hi Christoph,

    Ich meine aber auch, daß das Argument der Volkswirtschaftlichkeit, das der Herr Eichel nun einmal gebrauchen muß, so ziemlich das ungeeignetste Argument ist, wenn man diesen "Feiertag" abschaffen möchte.

    in Österreich gibt's 13 Feiertage pro Jahr. Sollte diese Aufstellung der Feiertage in D korrekt sein, ist das genannte Argument tatsächlich ungeeignet. Ich kann keinen großen Unterschied erkennen.

    Grüße,
     Roland