Hallo,
Wenn es an den von mir aufgezählten Punkten nicht lag, woran dann?
ja, kehr doch mal in Dich...
Nur alleine auf die aktuelle Arbeitslosenzahl zu verweisen impliziert noch lange nicht, dass es keine Arbeit gibt.
klar, nur bezahlen will sie keiner - das originäre Interesse des Kapitals. Wenn die gleichen Leute (i.d.R. von der Arbeitgeberseite), die immer lamentieren, daß es genug Arbeit gibt aber die Arbeitssuchenden nicht "richtig" oder zu gierig oder zu faul seien, sich auch hier an ihre eigenen Markttheorien halten würden, kämen sie zu einem erstaunlichen Ergebnis: sie müssen nur mehr bezahlen und dann bekommen sie auch genügend "Humanressourcen". Das sind die gleichen Leute, die ihr Kapital einfach nicht verleihen, wenn es nicht genug Zinsen gibt - diese Leute beschweren sich, daß die Arbeitskräfte auf dem Markt auch einen Preis verlangen. Ich kann nicht verstehen, warum z.B. einer vom Wachschutz die ganze Woche über die steinreiche Bank bewachen soll und sich von dem Gehalt wirklich gar nichts leisten kann. Der kann gerade seine Miete und Essen bezahlen. Eigene Entfaltung mit Hobbys, die vielleicht auch mal Geld kosten ist für den nicht drin.
jede zusätzliche Bewerbung treibt die Gehälter weiter in die Tiefe.
So einen bescheuerten Satz hab ich schon lange nicht gehört!
wieso? Wenn ich als Arbeitgeber besonders viele Bewerbungen auf den Tisch bekomme kann ich doch gut die Leute mal ganz ernst mach ihren Gehaltsvorstellungen fragen... ganz 'nebenbei' kann ich noch erwähnen, daß da 150 andere Leute auch an diesem Job interessiert sind. Übrigens habe ich von einem ehemaligen Personalchef die Auskunft, daß von Großbetrieben durchaus schon öffentlich der "Personalnotstand" ausgerufen wird, wenn auf eine Stellenausschreibung nicht mindestens 50 PASSENDE Bewerbungen reinkommen.
Gruß, Andreas
kennst Du schon die Zitatesammlung?