Sup!
Nun, normalerweise bietet Wim diesen Wechseln in dem bekannten Problem immer an. Er kann es wie gesagt auch immer machen, weil immer noch mindestens ein Tor übrigbleibt.
Wenn Wim den Wechsel nicht anbietet, ist das Problem eh' sinn- und witzlos,
es ist die Situation gegeben (Ausgangsposting), dass Wim Dir "gerade" den Wechsel anbietet. Du weisst aber nicht, ob Wim "lieb", "boese", "gerecht", oder was auch immmer, ist.
denn dann ist die Chance einfach 1/3. Wenn er den Wechsel anbietet und vorher eine Niete aus dem Spiel entfernt., ist die Chance beim Wechsel 2/3.
Nicht, wenn Wim "boese" oder "lieb" ist, nur wenn er "gerecht" ist.
Das ficht die mathematische Behandelbarkeit aber auch nicht an.
Wenn Wim "böse" ist, dann wird er immer den Gewinn entfernen, wenn er kann - dann können wir nur darauf hoffen, daß wir mit der Chance von 1/3 sofort richtig tippen; die Gewinnchance ist 1/3. Wenn Wim "lieb" ist, dann entfernt er immer eine Niete und bietet den Wechsel an - dann ist unsere Chance 2/3, wie wir bereits errechnet haben.
Wenn Du jetzt eine Wahrscheinlichkeit angibst, mit der Wim "lieb" (bzw. gerecht), "ahnungslos" oder "böse" ist, dann kann man wieder die Gesamtwahrscheinlichkeit für einen Gewinn ausrechnen.
Ich muß Dich leider davon in Kenntnis setzen, daß die Realität von Glücksspielen und anderen kombinatorischen Problemen durch mathematische Modelle 100%ig abgedeckt wird.
Auch Roulettte?? - Nein, im Ernst, ich bearbeite auch den "soziologischen" und den "erkenntnistheoretischen" Teil des Problems:
- wird das mathematische Modell, also die anerkannte "Loesung" in der Realitaet genutzt, ist es weiterhin unklar, ob sich die Realitaet auch daran halten wird. Das Modell wird erfolgreich oder weniger erfolgreich an die Realiaet angelegt. - Ich vermute natuerlich, dass die "Loesung" in diesem Fall erfolgreich zur Anwendung gebracht werden wird. - Dass mag in diesem Fall recht klar sein, in anderen Kooperationsproblemen ist das nicht so klar.
Kennst Du "das Gesetz der grossen Zahl"? Mit steigender Zahl der erfassten Fälle in der Realität konvergiert die tatsächliche zur errechneten Wahrscheinlichkeit. Wenn Du alle Folgen von "Geh' aufs Ganze" gesehen hättest, könntest Du berechnen, ob "Wim" in diesem Fall böse oder gerecht war. Abgesehen davon, daß bei der Sendung der Moderator wusste, in welchem Tor was ist und auch noch Umschläge und Geld im Spiel waren.
- in diesem Fall haben wir es gewissermassen mit einer Spielserie der Laenge '1' zu tun. Wie verhaelt man sich, wenn man laengere Serien "spielt". Wie verhaelt man sich wenn man eine Serie der Laenge '1' spielt? - Das ist doch nicht trivial und auch noch nicht abgehandelt.
Doch. Ist abgehandelt. Siehe das Gesetz der grossen Zahl. Auch wenn beim Roulette zigmal hintereinander rot gewinnt, werden auf lange Sicht beide gleich oft gewinnen.
Wenn Du viermal würfelst, dann bekommst Du eine Folge.
Obwohl diese Folge aufgetreten ist, war sie eigentlich sehr unwahrscheinlich, die Wahrscheinlichkeit betrug 1/6^4 = 1/1296 = ca. 0.0007716. Wenn Du diese Folge, die Du zufällig gewürfelst hast, nochmal würfeln willst, kannst Du Dich folglich halb tot würfeln. Denn bei jedem Versuch (viermal werfen, dann beginnt ein neuer Versuch - fortlaufend werfen gilt nicht!) hast Du nur 1/1296 Chance, die Folge nochmal zu würfeln. Du kannst darauf aufbauend die Chance ausrechnen, die Folge 100, 100 oder 100000 mal hintereinander NICHT zu würfen, und damit auch ausrechnen, wie oft Du würfeln musst, damit Du mit 50% Wahrscheinlichkeit die Folge nochmal würfelst. Mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit musst Du 10000000 Mal würfeln, um die Folge nochmal zu werfen, es wäre theoretisch auch möglich, daß Du die Folge nie wieder wirfst. Aber wenn Du zig Fantastilliarden mal wirfst, dann wirst Du ca. jedes 1296ste mal die Folge geworfen haben.
:-(
Kauf' Dir mal ein Buch "Wahrscheinlichkeitsrechnung für die Oberstufe". Da wirst Du geholfen. Wahrscheinlichkeitsrechnung ist ein wenig wie Voodoo ;-)
Gruesse,
Bio
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Im übrigen bin ich der Meinung, daß der Bereich ASP abgeschafft werden soll!