Hallo, TomIRL!
Hallo Raik,
Wir hatten ja auch schon mal persönlich über diese Sache diskutiert, deshalb hier nur kurz:
Dein Problem, dass Du keine anderen Lösungswege siehst, liegt daran, dass Du nicht bereit bist Deine Grundanahmen in Frage zu stellen.zu meinen grundannahmen bin ich selber durch überlegung gekommen, bevor ich www.geldreform.de überhaupt kannte. dass dort meine überlegungen bestätigt und mit fakten und zahlen hinterlegt werden, bestärkt mich natürlich in dieser überzeugung.
Das htest Du mir auch bereits überzeugend dargelegt.
im unterschied dazu schreiben studenten die vorlesung ihres profs erst mal mit und versuchen, diese zu verstehen. und wenn ein student dann noch die zeit hat, sich kritisch damit auseinanderzusetzen, muss er immer noch auf einen prof hoffen, der damit umgehen kann, wenn seine lehre in frage gestellt und evtl. widerlegt wird.
Das ist Deine Auffassung von studieren:
Überprüfe doch mal ob Du die Vorraussetzung nach §10 Berliner Hochschulrahmengesetz erfüllts, ich meine fast ja.
Schreibe Dich an ner Uni ein bis 30.09 hast Du noch dazu Zeit. Das alles in allem kostet 226 EUR das ist günstiger als ein halbes Jahr die Monatskarte zu bezahlen, und die ist inclusive.
da mir bei der weiteren beschäftigung mit dem thema keine widersprüche aufgefallen sind, habe ich also auch keinen grund, meine überlegungen in frage zu stellen. allerdings wollte ich sie hier gerne diskutieren in der hoffnung, vielleicht von anderen (dir?) gründe für eine infragestellung zu bekommen, oder andere auch von diesen überlegungen überzeugen zu können (die ja leider nicht gerade zum allgemeinen gedankengut unserer zeit gehören).
seit dem ist die produktivität und das sozialprodukt gestiegen. woran liegt es also, dass wir uns trotzdem diese dinge nicht mehr leisten können?
Du solltest es grundsätzlich in Frage stellen.
Fakt ist, dass wir uns unser Sozialsystem schon seit spätestens Ende der 60er Jahre nicht mehr leisten können.
Mit Deinen Argumenten, die steigende Produktivität führt ja auch wieder zu mehr Steuereinnahmen, die ja richtig ist, hat man Jahrelang die Leistungen immer nur angehoben und angehoben.
Man hat aber vergessen, dass die steigerung der Produktivität nicht etwa durch Innovationen und Entstehung neuer Industriebereiche entstanden ist, sondern durch eine höhere Technisierung und Automatisierung. Diese Entwicklung führte in Deutschland dazu dass die Ausgaben für soziale Leistungen (welcher Form auch immer) stätig stiegen.
Deutschland hat durch seine gewachsene Großindustrie, anders als Holland, auch nie die Gelegenheit gehabt dieser Entwicklung einen starken Mittelstand entgegen zu setzen.
Der entstehende Mittelstand wurde durch die Regelungen insbesondere der Gewerkschaften aber auch von dem "Partner" Industrie derartig unter Druck gesetzt, dass eine Betriebswirtschaftliche Fortführung des Unternehmens in Deutschland nicht mehr sinnvoll erschien, und die Produzierenden Mittelständler längst (seit Mitte der 90iger) die Koffer gepackt haben und weg sind nach Osteuropa nach Asien u.s.w..
Nun willst Du mir erklären, dass eine stärke Belastung des Kapitals, welches gerade Mittelständler dringend benötigen, dazu führen könnte, mehr Gerechtigkeit in Deutschland zu erreichen?
TomIRL