Hallo, Thomas!
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Wenn die Leute es nicht begrifen wollen, welches Privileg sie doch mit dem Wahlrecht haben, haben sie es nicht anderes verdient.
ich empfinde die wahl zwischen regen und traufe nicht als eine wirkliche. aber solange sich die leute damit davon abhalten lassen, ein dach über dem kopf und trockene kleidung zu verlangen, erfüllen sie freilich ihren zweck.
speziell http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/kennedy/ kann ich empfehlen
Ich habe jetzt wirklich nur an einigen Stellen hineingelesen. Das Buch mag vielleicht interessant sein, aber das was ich gelesen habe (Kap.1) halte ich für oberflächlich. Ich sehe es aber (zumind. teilweise) ein, dass so ein Buch popularistsiche sein muss, da es sonst keiner liest.
du meinst, damit es gekauft wird? das buch wurde von der autorin ausdrücklich kostenlos zur veröffentlichung freigegeben.
und ich denke, die betrachtungen über das exponentielle wachstum des verzinsten kapitals, die sich daraus ergebenden zwänge und die unmöglichkeit, diesen prozess dauerhaft aufrecht zu erhalten sind logisch nachvollziehbar und richtig. und auch mein empfinden stört sich ganz gewaltig daran, dass jemand für das verleihen von etwas, das dabei keinem verschleiss oder wertminderung unterliegt, ohne eigene leistung eine vergütung erhält.
ich bin der überzeugung, dass geld nicht als spekulationsobjekt nutzbar sein sollte, sondern nur zur erleichterung der tauschgeschäfte, die sonst nur direkt zwischen zwei interessenten möglich wären.
beleg dafür, dass dieses konzept richtig ist, sind unter anderem die reichen hansestädte (http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/creutz/geldsyndrom/kap5.htm#82), während deren blütezeit auch ein geldsystem existierte (brakteaten), in dem das geld durch lagerung an wert verlor, wie _jede_ andere ware auch.
schau mal, wie viele von denen, die noch arbeit haben, sich darüber aufregen, dass sie für die "sozialschmarotzer" und "faulpelze" mitarbeiten müssen. dabei übersehen sie aber, dass sie schon heute _mehr_ für die kapitalbesitzer arbeiten müssen, die auch nicht arbeiten, als für die vom sozialstaat abhängigen. ohne diese reichen "bruttosozialprodukt-schmarotzer" wäre der sozialstaat durchaus finanzierbar.
freundl. Grüsse aus Berlin, Raik