Hallo, Richard!
Dennoch ist das lediglich das kleinere Übel. Mit deinem zinslosen Geld wäre die Katastrophe vorprogrammiert. Dann wäre nämlich das Horten des Geldes unter dem Kopfkissen eine prima Alternative. Jetzt kommt niemand (jedenfalls fast) auf die Idee eine Million oder auch nur ein paar Tausend Euro in Banknoten zu horten. Das Geld soll ja Zinsen bringen, oder sinnvoll eingesetzt werden, ansonsten verliert es an Wert. Für das Geldsystem ist aber das Horten von Banknoten deshalb katastrophal, weil die Geldmenge unkontrollierbar wird.
und genau das problem haben wir zur zeit, dass die geldmenge unkontrollierbar ist. zinsloses geld, auf das eine umlaufgebühr zu entrichten ist, verliert an wert, wenn man es "unter dem kopfkissen" hortet.
und für die wirtschaft hätte geld, das keine zinsen verursacht und nur etwas kostet, wenn man es nicht ausgibt, eine grosse anziehungskraft. für fräulein quandt wäre das natürlich weniger erfreulich, wenn sie auf ihre täglichen 325.000 euro zinseinnahmen verzichten und ans "ersparte" gehen müsste.
wenn also so ein für die wirtschaft attraktives geldsystem existieren würde, welches unternehmen hätte dann noch interesse daran, eine andere währung gegen zinsen auszuleihen? die quandts und flicks und strauss' könnten dann also bald einpacken und sich schon mal langsam an den gedanken gewöhnen, für ihren lebensunterhalt arbeiten zu müssen, wie jeder andere auch.
und da dich das vermutlich alles nicht überzeugt, beantworte mir doch mal eine frage: wie willst du den widerspruch zwischen (im durchschnitt) linear wachsendem bruttosozialprodukt und exponentiell wachsenden zinsen auflösen?
Einen lieben Gruss aus dem http://www.emmental.ch
hehe, ich stelle mir das grad vor: ;-)
http://www.emmental.ch/wirtschaft/portrait.htm
"Mit einer Fläche von 214qm und einer Wohnbevölkerung von 55,221 Einwohnern"
macht 258 einwohner pro quadratmeter
freundl. Grüsse aus Berlin, Raik