molily: Gehört list-style-type zum Inhalt oder zur Präsentation?

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Eine <ol> ist noch immer kein Index.

Ich glaube, dann sind neunundneunzig Prozent aller im Web verwendeten ol-Elemente semantischer Unsinn, weil sie als Index benutzt werden.

Das mag sein, aber darüber habe ich ja auch gar nicht zu entscheiden.

Wir entscheiden aber die ganze Zeit darüber, indem wir darüber diskutieren, was eine Liste im Web grundlegend sein kann, welche Inhalte damit ausgezeichnet werden können, wann und unter welchen Bedingungen sie verwendet werden kann, wie semantische Stimmigkeit und Kommunikationssicherheit erreicht werden kann und so weiter. Indem oben genannter Sachverhalt festgestellt wird, wird zwangsläufig gesagt, dass Listen nicht in dieser Form verwendet werden können, was nunmal wie gesagt der gegenwärtigen verbreiteten Auffassung radikal widerspricht, das ist ein Widerspruch, den es früher oder später zu abzuklären gilt, es muss eine Auseinandersetzung darüber geben.

Interessiert dich das wirklich? Mich jedenfalls nicht.

Natürlich interessiert es mich, solche Erkenntnisse verändern das Schreiben von Hypertext grundlegend. Mich interessiert ja nicht nur, wie ich für mich alleine subjektiv überragenden Hypertext schreiben kann, mit dem ich der Welt voraus bin.

Mir ist bisher kein Beispiel begegnet, bei dem dies nicht möglich gewesen wäre.

Ich glaube nicht, dass man unter diesen Umständen mit Bedacht handelt, wenn man das Naheliegende ergreift.

Ein schöner Satz, dessen Inhalt sicher mir jedoch nicht zu erschließen vermag.

Es ging mir darum, dass ich nicht glauben kann, dass sich solche Probleme dadurch lösen lassen, dass man sie als trivial auffasst und auf der Suche nach einer angemessenen Benennung den erstbesten Namen verwendet, der einem einfällt oder auf einen oberflächlichen Blick stimmig scheint.

Das Fazit bezieht sich auf alle drei vorhergehenden Punkte, auf den ersten genauso viel und genauso wenig wie auf den dritten.

Und? Dies ist bei einer definierten Reihenfolge prinzipimmanent.

Nein, es ist eine Pyramide, in der der Stein des Fazits auf dem Fundament der drei Steine der Listenpunkte ruht. Dieser Stein ist nicht mit dem dritten identisch und in seiner Art nicht mit den Steinen der Punkte vergleichbar, nicht der dritte Schritt leitet die Metaebene ein.

Wäre dem nicht so, könnte man die ersten beiden Punkte ja auch ersatzlos streichen.

Diese Argumentation zeigt mir nicht, wieso die Beschreibung des Zusammenspiels der Schritte Teil eines dieser Schrittes ist, wo sie doch eigentlich allen Schritten zugehört und die Schritte umgekehrt ihr angehören.

Es kombiniert sie alle drei und zeigt wiederholend, nur diesmal konkreter, wie sich die drei Einzelteile zusammensetzen.

Nein, "zusammensetzen" würden sie sich bei einer <ul>. In einer <ol> bauen sie jedoch aufeinander auf.

Wie der Verweis zum Ursprungsproblem dieser Listenteilung im ersten Posting dieses Threads zeigt (</archiv/2002/11/29991/#m162126>), ging es um die Beschreibung von CSS-Regeln. Der erste Schritt nennt ein Teilziel benennt alle HTML-Elemente, die von der Formatierung betroffen sind. Schritt zwei und drei beschreiben miteinander interagierende CSS-Deklarationen, die für die angesprochenen Elemente gelten sollen. Das Zwischenfazit setzt den Selektor aus Schritt eins und die Deklarationen aus zwei und drei zu einer CSS-Regel in Form eines konkreten Codes anstatt einer natürlichsprachigen Beschreibung zusammen.
Die Schritte bauen aufeinander auf bzw. bedingen einander *und* setzen sich zu einer größeren Einheit zusammen. Und wie gesagt, mir geht es nicht um logisch korrekte Auszeichnung, dann könnte ich natürlich schön jeden noch so kleinen Zusammenhang einzeln auszeichnen und mir würden alleine beim obigen simplen Zusammenhang ein halbes dutzend Listenebenen einfallen, wo dann vielleicht sogar zwischen zusammensetzenden und aufeinander aufbauenden Teilen unterschieden werden könnte, auch wenn ich das nicht glaube. Ich will die gedanklichen Schritte herausstellen, da würde schon eine zweite Ebene die Verständlichkeit negativ beeinflussen.

[...]

Eine Gewichtung kann nur im konkreten Beispiel vorgenommen werden.

Es ging ja im Prinzip die ganze Zeit um konkrete Beispiel, siehe oben.

Beispielsweise kann ich in einer Bauanleitung anfangs jeden Schritt sehr fein auflösen und auch eigentlich überflüssige oder selbstverständliche Anweisungen geben, um zum Schluss zu sagen: "n. Setzen sie jetzt alle derart vorbereiteten Teile zusammen"

Der für mich entscheidende Punkt ist, dass es eine Ebene gibt, auf der ich nur die Einheit der Teile als solche beschreibe und eine darunterliegende Ebene, auf der sich die Teile überhaupt erst als atomare Einzelteile der CSS-Syntax feststellen lassen. Die zweite Ebene ist für mein Anliegen relativ uninteressant, so der Code nur der Ausdruck des Sachverhalts, nicht der Sachverhalt selbst ist.
In den Schritten vor dem Fazit werden die Teile also nicht in ihrer Funktion als zusammenpassende Teile vorbereitet. Ich könnte gar nicht schreiben, dass sich ja alles aufgrund des Beschriebenen schon von selbst zusammenfügt, das Zusammensetzen wäre selbst in der Bauanleitung keine Selbstverständlichkeit.

Der Sinn entsteht durch die Wechselwirkung und das Eingebundensein in den Gesamtkontext, nicht durch einen besonderen Punkt, der Verbindungen zwischen vorher unvernetzten Informationen knüpft.

Eine Vernetzung ist schon durch <ol> gegeben, da die Reihenfolge ja offenbar von Belang ist.

Wenn ich nun diese Vernetzung zur Verdeutlichung im Fazit beschreiben will, wie kann das Fazit selbst Teil der Vernetzung sein?

Es steht keine abrundende Bedeutung vom dritten Element im Vordergrund. Punkt eins und zwei gipfeln nicht in Punkt drei. Daher kann ich nicht nachvollziehen, wie das Fazit dem letzten Teil zugehörig sein kann.

Aus dem zeitlichen Ablauf, den die Reihenfolge vorgibt.

Das bezweifle ich ja nicht. Allerdings hat man es verallgemeinernt mit strukturierten Herangehensweisen zu tun.

Eine "abgerundete Bedeutung" ist im Übrigen auch gar nicht nötig: "1. Lackieren Sie das Dreieck mit der langsam trocknenden Farbe Rot. 2. Lackieren Sie das Quadrat mit der mittelschenll trocknenden Farbe Blau. 3. Lackieren Sie den Kreis mit der schnell trocknenden Farbe Gelb. Fazit: Jetzt sind alle Teile lackiert und auf Grund der Trocknungsdauer etwa gleich schnell bereit für die nächsten Schritte." Mit Abschluss des dritten Punktes lässt sich hier ein Fazit ziehen,

Wenn sich das Fazit nach Abschluss des dritten Punktes ziehen lässt, kann es nicht selbst dem dritten Punkt angehören, da dieser abgeschlossen sein muss. »Jetzt« bedeutet nicht anderes als das: Nachdem alle drei Punkte in sich abgeschlossen sind und nun insgesamt einen Sinn ergeben. Der dritte Punkt stiftet an und für sich nicht weniger Sinn als die anderen Puzzleteile.

obwohl es ein Punkt ist wie die vorangegangenen auch.

In einem Schaubild würden drei Pfeile ausgehend von den Knoten der Listenelemente, die jeweils untereinander wieder verbunden sind, auf den Fazitknoten zeigen, nicht nur 1. -> 2 -> 3/Fazit.

Das ist natürlich schon deswegen falsch, weil dann jeweils ein Pfeil von "1." und "2." auf "Fazit" zeigte, obwohl sich "1." vielleicht gar nicht in "Fazit" niederschlagen kann, da es bereits durch "2." zunichte gemacht und nur von "3." in anderer Form wiederhergestellt wurde.

»1.« schlägt sich so oder so im Fazit nieder, selbst wenn es zunichte gemacht wurde, denn das Fazit bezieht sich ja auf dieses Ausschalten und hat nicht nur das letztlich übrig bleibende im Fokus, sonst wäre es meinem Verständnis nach kein Fazit, sondern der vollendende Schritt. Das von mir gemeinte Fazit drückt nicht nur die Konsequenzen des Prozesses an einer bestimmten Stelle desselben aus. Das wäre dann die Beschreibung der Abhängigkeiten und Herleitungsbeziehungen von »3.«, aber kein Fazit aus den ersten drei Schritten, deren Koexistenz ich als Prämisse annahm. Logisch Schließen will ich, wenn überhaupt, nur in dem Fazit selbst, die Teilschritte bezweifeln und negieren sich nicht gegenseitig. (Nun könntest du sagen, dass sie dann ul-Schritte sein müssen, weil sie nicht so stark aufeinander aufbauen.)

Somit hätte auch "2." nichts zu "Fazit" beigetragen, da "Fazit" ja ohnehin durch "3." eingetreten wäre.

Wenn das Fazit durch einen Schritt eintritt, dann ist jeder Schritt für sich gesehen ein Fazit aller vorhergegangenen Punkte und das Fazit nach dem dritten Punkt wäre identisch mit dem dritten Punkt. Das trifft auf manche Abfolgen zu, welche sich entsprechend in einer ol-Liste darstellen lassen, um solche Abfolgen ging es mir gar nicht.

Tatsächlich stehen die Punkte eins bis drei zueinander stärker im Kontext als zwei bis vier, daher setzt das Zwischenfazit genau dort an, um diesen Zusammenhalt auf niederer Ebene noch stärker zu betonen.

man [kann] fast immer ein Zwischenfazit ziehen kann, und zwar allein aus der Tatsache des Linearität der Ereignisse

Es ging mir um die Absicht meines Fazits; dass in anderen Zusammenhängen anderes möglich ist, wollte ich nicht bezweifeln.

denn die Gewichtung eines jeden Punktes ist ja die gleiche.

Nach bestimmten Schrittabfolgen existieren nennenswertere Ergebnisse als nach anderen Abfolgen, daher könnte ich zwar überall Zwischenfazits einfügen, sie würden aber in den bestimmten Fällen sinnhafter sein.

Der ermöglicht numerische Index ermöglicht dem Leser m.E. eine zusätzliche Orientierung in der Sequenz und fördert die Übersichtlichkeit.

Weshalb dies numerisch geschehen soll, erschließt sich mir aber noch immer nicht. Wenn ich die zugehörigen Textstellen wenigstens gleichäßig über den Text verteilt hätte, könnte ich anhand des Index ablesen, wieviel ich noch lesen muss. Aber dies ist ja nicht zu gewährleisten und wohl auch nur in den seltensten Fällen sinnvoll.

Das meinte ich unter anderem, nur ist der gegenwärtige Standpunkt nicht nur durch diese Art von Hilfestellung definiert. Es geht ja nicht um quantitative Textmenge, sondern darum, dass sich der Leser an der Inhaltsstruktur besser entlanghangeln kann. Kapitelnummerierungen sind ein Mittel, um die Überschriftenhierarchie deutlicher herauszuarbeiten, da die Zahlen sehr schnell ins Auge springen, etwa bei der Suche eines Kapitels.

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molily
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        Sprachliche Unterschiede richtig uebersetzen

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    Gehört "a, b, c, d" zum Inhalt oder zu seiner Strukturierung?

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