Hi,
Nochmal zu Deinem Posting: Orientierst Du Dich nicht wirklich allzu stark an Ideologien und Schlagwörtern als an konkreten Leistungen und Effekten?
wenn Du so willst habe ich durchaus eines meiner seltenen Plaedoyers fuer die Ideologie zum besten gegeben. Wie wohltuend ist es bspw. von Oskar Lafontaine mal endlich ernstgemeinte Meinungen und konkrete Vorschlaege zu hoeren? Wie unangenehm sind die wortreichen Ausfuehrungen eines Joschka Fischers beim Kirchentag heute ueber NICHTS? Man konnte ja auch ueber Willy sagen was man wollte, aber da kam wenigstens anfaenglich was.
Die SPD hat das Privatisierungskonzept der CDU weitgehend fortgesetzt, beide scheinen da einig zu sein. Wie aber ist die Bilanz?
Scheinbar schlecht, weil unbefriedigend im messbaren Erfolg. Ex post betrachtet also fatal, aber wer weiss schon was bei einem "Weiter so" oder einem "Oskar" passiert waere? Wo soll da bitte sehr eine Kausalitaet vorliegen (man bedenke die stark veraenderte europaeische Marktsituation)?
Anmerkung: Ich bin nicht gegen Privatisierung, habe aber den Verdacht, dass die verdeckten und offenen Subventionen groteske Größen erreichen, weil manche Leistungen privatwirtschaftlich einfach nicht darstellbar waren. Wie siehst Du das?
Privatisierung ist immer dann gut, wenn keine so genannten Hoheitsaufgaben des Staates betroffen sind (ich mag also z.B. auch keine Privatisierung von Gefaengnissen), Subventionen sind fast immer schlecht. Eine Mischung aus beidem also ebenfalls. (Bsp.: um die Bahn zu privatisieren werden vielleicht 50 Mrd. EUR verbraten - einfach laecherlich, welches Wirtschaftsbild steckt dahinter?)
Gruss,
Ludger