Moin,
So wie die Union alle Entscheidungen zu den Hartz-Gesetzen mitgetragen hat, ja sie sogar eher noch drastischer gehabt hätte und jetzt damit Stimmen macht, es gäbe zu viele Härten in Hartz?
Und komisch: sogar an einem bayerischen Gymnasium wird eine andere Sichtweise auf die historischen Fakten gelehrt:
http://www.asg-erlangen.de/archiv/id_72/meilensteine_wunion.shtml
Ich wünsche Dir ernsthaft, mal dass Du mal einen politischen Systemwechsel am eignen Leib erfährst.
Das würde Deinen Blick für sogenannte Fakten schärfen.
Zu den Fakten des Bayrischen Gymnasiums:
Die Umtauschgrenze war so gering das ein Großteil der DDR Vermögen 1:2 umgestellt wurde. Durschnittlich verdiente eine DDR Bürger weit unter 1000 Mark der DDR.
Welche "Vermögen" hierbei entstehen konnte kannst Du nachrechnen.
Selbst wenn eine Familie 40 Jahre lang jeden Monat 500 (das war sehr viel! Faktisch war es nicht möglich so viel Geld zu sparen. Um mal zu vergleichen Heute müßte eine Familie etwa die Hälfte Ihres Einkommens sparen.)DDR Mark gespart hat, dann ist ein "Vermögen" von IN 40 Jahren 120 000 EUR entstanden, Wow...
Außerdem sind die Hauptkosten nicht in der Währungsunion entstanden. Sondern durch die Vereinbarung von Transferzahlungen.
Und das wird zwischen den Kommunen und Ländern und dem Bund ausgehandelt.
Vielleicht besuchst Du dann doch noch einmal eine Geschichtsstunde im örtlichen Gymnasium :-)
TomIRL
Ein SPD-Kanzlerkandidat, der den Leuten in Ost und West damals die Wahrheit gesagt hat, nichts von "blühenden Landschaften" gefaselt hat, sich gegen solche schlimmen Auswüchse wie 1:1-Umtausch ausgesprochen hat und für einen langsamen Wiedervereinigungsprozess, ist abgestraft worden.
Gruß Gernot