Tag Mathias.
- Unternehmensbesteuerung -> weniger, mehr oder andere Steuern?
Weniger und allgemeinverständliche Steuergesetze
Wenn Du ehrlich bist, musst Du zwei Fragen beantworten:
- Zu wessen Lasten sollen weitere Senkungen von Unternehmenssteuern gehen?
- Warum sollte ein äußerst komplexes System mit simplen Gesetzen zu steuern sein?
Zu Lasten der Unternehmen, at hat es auf den Punkt gebracht: weniger Ausnahmetatbestände. Es gibt viel zu viele Möglichkeiten, gerade für große Unternehmen, die Besteuerung von Gewinnen nach hinten zu schieben. Jeder Ausnahmetatbestand birgt die Gefahr des Missbrauches, der der Gesetzgeber durch immer komplexere Ausnahmen von der Ausnahme beizukommen versucht. Das Ergebnis ist ein Dschungel an Steuergesetzen, in dem sich selbst der Experte kaum noch zurechtfindet. Lies mal solche Perlen deutscher Steuergesetzgebung wie den § 8a KStG, dann wirst du meine Meinung vielleicht eher nachvollziehen können.
Sowohl als auch. Jede staatlich Subvention sollte daraufhin beäugt werden, ob sie sinnvoll ist und ob tatsächlich die beabsichtigten Effekte eintreten; Beispiele für unsinnige Subventionen gibt es genug.
Da sind wir einer Meinung. An welche denkst Du?
So aus dem Bauch heraus:
- Eigenheimzulage
- Branntweinmonopol
- Investitionszulage
- Handwerksordnung -> Abbau von Vorschriften?
Abschaffung des Meisterzwangs
Damit hat die jetzige Regierung ja bereits begonnen.
M.E. zu halbherzig. Ich bin auch kein Freund des amerikanischen Systems, aber das will ja auch niemand. Es sollte schon einen Nachweis der beruflichen Qualifikation geben (wer Essen kehren will, muss auch Schornsteinfeger gelernt haben).
Kurz gefragt: mehr PDS oder mehr FDP?
Wie kommst du auf diese Frage?
Deine Fragen hätte man aus beiden Perspektiven beantworten können, Deine Präzisierungen deuten mehr in Richtung FDP, finde ich, was mich angesichts früherer Postings von Dir etwas überrascht....
Du liegst sowohl mit der PDS als auch mit der FDP daneben :-)
Siechfred