Betrachte bitte die im Staate befindliche Geldmenge. Wenn keine Inflation herrscht und die Geldmenge konstant bleibt, regelt der Staat mit der Geschwindigkeit des Geldumlaufs den Wohlstand der Bürger. Je schneller das Geld umfließt, desto mehr Stimulation hat der Markt.
Schon klar, wo Bewegung ist, da ist auch Leben=> Arbeit=>Steuerzahler,Konsumenten=>Knete für den Staat=>mehr Knete für die Bürger=>mehr Konsum, usw.. trotzdem ist das eine Theorie, und ob sie so einwandfrei funktioniert, weiß niemand.
Eine Mehrwertsteuer, die direkt die Geld_bewegung_ 'bestraft' und nicht den Mehrwert (der Name ist also eine Lüge), bremst diesen Umlauf ganz drastisch.
Da stimme ich dir zu, das wäre dumm.
Genauso wie z.B. hohe Lohnnebenkosten die Schaffung neuer Arbeitsplätze (oder die Aufteilung in Halbtagsjobs) ganz drastisch bremst, oder wie eine hohe Steuer auf Rohstoffe die Umweltverschmutzung ganz drastisch bremsen würde, oder eine hohe Steuer auf das Kapital die Gier ganz drastisch bremsen würde usw. usw. ;)
Besteuerung wirkt eindämmend, schon klar.
Die Bewegung des Geldes an sich hat noch keine Wertschöpfung zu Folge, erst der "Gewinn" des Einzelnen (Entnahme aus anderen Systemen: z.B. Natur) drückt auch einen direkten Zusammenhang zur Wertschöpfung aus.
Das versteh ich wiederum nicht. Entnahme aus anderen Sytemen, das kann ja nicht unbegrenzt weitergehen. Ausser dem Sonnenlicht sind alle "unsere" Ressourcen beschränkt und daher irgenwann "alle" (Das haben schon Karl Marx und Friedrich Engels herausgefunden). Mir scheint das das die Politiker so nicht sehen, oder es ignorieren, weil sich die Auswirkungen erst nach ihrer Legislaturperiode zeigen werden (Mittlerweile auch nicht mehr so sicher).
Die Faktoren, die hier unter den Tisch gekehrt werden, sind egoistische Politiker, die 4 Jahre lang halt mal Schulden machen, weil es einfach ist, und sie sie nicht zurückzahlen müssen, nicht existierende Kinder, die diese Schulden auch nicht zurückzahlen werden, steinreiche Banken, die einen nicht unerheblichen Teil des weltweit erwirtschafteten "Mehrwertes" einbehalten und diesen nicht wieder in Umlauf bringen (und trotzdem noch Arbeitsplätze streichen), fiese Bürger, die das Geld lieber auf ihr Sparbuch bringen, statt es auszugeben (oder es ins Ausland bringen, oder es verlieren, weil sie sich krank gearbeitet haben), und vor allem eine geschröpfte Natur, die irgendwann keine Rohstoffe mehr abdrücken kann und stattdessen es vorzieht zu kollabieren, und uns mit (ausgesprochen unwirtschaftlichen) Naturkatastrophen zu überziehen (s.o.), usw.usw.
Da fällt mir ein Zitat aus dem Film "Matrix" ein: Der Mensch verhält sich nicht wie ein Säugetier, sondern wie - ein Virus!
Was ich sagen will, ist, das es in dieser Gleichung ...
(Schulden machen kann die Wertschöpfung steigern, und so unter Umständen mehr Geld in die kassen bringen als für die Schulden- und Zinstilgung draufgeht, so richtig ?)
... vieleviele Unbekannte gibt, die einfach ausgeklammert werden, die kurzfristig ein paar (Groß-)Industriezweigen eine Menge Geld einbringen, die aber vielleicht langfristig das Potential haben, die ganze Gleichung -und damit das System- zum Einsturz zu bringen. Die Gleichung ist unvollkommen.
viele Grüsse :)